S2E15 Die großen Fragen des Glaubens – Macht die Taufe wirklich zu einem Christen?
Was Jesus wirklich lehrt
04.09.2026 22 min
Zusammenfassung & Show Notes
Macht die Taufe wirklich zu einem Christen?
Viele Christen gehen selbstverständlich davon aus, dass die Taufe den Menschen zu einem Kind Gottes macht. Doch hat Jesus das wirklich gelehrt?
In dieser Episode gehen wir einer der grundlegendsten Fragen des christlichen Glaubens nach:
👉 Kann ein äußeres Sakrament den Menschen innerlich verändern?
👉 Was bedeutet die Wiedergeburt wirklich?
👉 Warum spricht Jesus so oft von einer Erneuerung des Herzens statt von religiösen Ritualen?
👉 Kann ein äußeres Sakrament den Menschen innerlich verändern?
👉 Was bedeutet die Wiedergeburt wirklich?
👉 Warum spricht Jesus so oft von einer Erneuerung des Herzens statt von religiösen Ritualen?
Anhand der Bibel und der geistigen Zusammenhänge aus den Kundgaben Bertha Dudde betrachten wir, weshalb Gott niemals auf äußere Handlungen schaut, sondern auf den freien Willen, die Liebe und die bewusste Verbindung zu Christus.
Diese Episode möchte niemanden angreifen. Sie lädt dazu ein, vertraute Überzeugungen anhand der Worte Jesu neu zu prüfen.
#Jesus #Taufe #Christentum #Bibel #Glaube #Wiedergeburt #Erlösung #HeiligerGeist
#Jesus #Taufe #Christentum #Bibel #Glaube #Wiedergeburt #Erlösung #HeiligerGeist
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https://www.bertha-dudde.org/de/proclamation/8941
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🙏 Kapitelstruktur
00:00 Einleitung
01:08 Macht die Taufe wirklich zu einem Christen?
03:10 Was Jesus über Wiedergeburt lehrt
05:35 Warum äußere Rituale den Menschen nicht verändern
08:05 Die Gefahr religiischer Sicherheit
10:55 Was Gott wirklich im Menschen sucht
13:40 Die innere Verbindung zu Christus
16:15 Die wahre Bedeutung der Nachfolge
18:10 Zusammenfassung und persönliche Einladung
📖 Staffel 2 – Die großen Fragen des Glaubens
00:00 Einleitung
01:08 Macht die Taufe wirklich zu einem Christen?
03:10 Was Jesus über Wiedergeburt lehrt
05:35 Warum äußere Rituale den Menschen nicht verändern
08:05 Die Gefahr religiischer Sicherheit
10:55 Was Gott wirklich im Menschen sucht
13:40 Die innere Verbindung zu Christus
16:15 Die wahre Bedeutung der Nachfolge
18:10 Zusammenfassung und persönliche Einladung
📖 Staffel 2 – Die großen Fragen des Glaubens
In dieser Staffel gehen wir Schritt für Schritt den grundlegenden Fragen des christlichen Glaubens nach: dem Ursprung des Bösen, dem freien Willen, der Schöpfung, der geistigen Welt und dem Heilsplan Gottes und wir machen auf Irrtümer aufmerksam, die lt. den Quellen , im Verlauf der Zeit Eingang in die christliche Lehre gefunden haben.
Transkript
Erstelle vor, jemand schreibt ihr den tief gründigsten Liebesbrief deines Lebens und statt
ihn zu lesen, rarmst du nur das Papier ein und betest den Rahmen an.
Genau das tun wir laut Bertadude seit Jahrtausenden mit der Taufe.
Wir tauschen die innere Geistestaufe gegen ein bedeutungsloses Wasserritual.
Wasser erwächt keine Sünden ab, eine Urkunde im Kirchenregister rettet keine Seele.
Und in dieser Episode hinterfragen wir die traditionelle Wassertaufe und Entschlüsse,
was Jesus wirklich meinte, als er vom lebendigen Wassersprach.
Was bleibt eigentlich von der Religion übrig, wenn man das Wasser den Weihrauch und die
dicken Kirchenmauern einfach mal komplett wegnimmt?
Wenn all diese äußeren Sicherheiten, an die wir uns ja seit Jahrtausenden Klammern,
plötzlich verschwinden.
Willkommen zu unserem heutigen Deep-Deif und wir tun das auf eine ganz besondere Weise.
Genau, wir nehmen heute ganz bewusst das Tempo raus.
Richtig, wir drosseln das Tempo, wir lassen die Hektik diesen ständigen Lärm des Alltags
einfach mal draußen vor der Tür.
Nimm dir wirklich diesen Moment für dich.
Absolut.
Unsere Mission für diese Zeit, die du dir jetzt nimmst, ist eine Reise in die absolute Tiefe.
Wir tauchen ein in die spirituellen Texte und Offenbarungen, die durch Bertadude niedergeschrieben
wurden.
Und im Zentrum dieser Schriften, da steht ein gewaltiger, fast schon stiller Kontrast.
Ja.
Nämlich die äußere Wassertaufe auf der einen Seite und die innere Geistestaufe durch
das sogenannte lebendige Wasser auf der anderen.
Und um diesen Rahmen behutsam abzustecken, müssen wir erst mal verstehen, worauf wir hier
eigentlich blicken.
Richtig.
Also die vorliegenden Texte von Bertadude befassen sich sehr intensiv mit einer historischen,
aber auch spirituellen Diskrepanz.
Sie beschreiben den Unterschied zwischen den kirchlichen Traditionen, die wir Menschen über
Jahrhunderte geformt haben und dem eigentlichen ursprünglichen Sinn, den Gott den Menschen vermitteln
wollte.
Wir positionieren uns hierbei wirklich als Beobachter dieser tiefen Gewässer.
Ja, wir werden nicht.
Genau.
Wir betrachten ganz neutral, aber mit großem Respekt die Theologische Tiefe dieser spezifischen
Texte, um ihren Sinn für dich zu entschlüsseln.
Es geht hier um die reine Essenz der Spiritualität.
Und um zu verstehen, was laut diesen Texten die wahre Taufe ist, müssen wir erst einmal
den Blick darauf richten, wie wir Menschen uns eigentlich verirrt haben, wie wir den ursprünglichen
Sinn von Gottes Wort scheinbar komplett missverstanden haben.
Ja, das ist der entscheidende, erste Schritt.
Die Texte beschreiben da eine sehr menschliche, fast schon tragische Neigung.
Wir müssen uns ja fragen, warum haben Menschen aus spirituellen Handlungen überhaupt starre
rituale gemacht?
Ja, das fragt man sich oft.
Und die Antwort liegt schlicht in unserer Natur.
Das menschliche Gehirn hast das abstrakte.
Das stimmt.
Liebe, Geist, innere Umkehr, das sind ja alles Dinge, die man nicht anfassen kann.
Man kann sie nicht wiegen und nicht messen.
Ja, man braucht irgendwas greifbares.
Genau.
Also haben die Menschen das unsichtbare, in Wasser, in Öl, in physische Handlungen übersetzt.
Die Menschen brauchten etwas, das sie sehen und abhaken konnten.
Mhm.
Wie eine Checkliste.
Ja, exakt.
Aus einer geistigen Haltung, die eigentlich als tiefer innere Prozess für das Heil der Seele
gedacht war, wurde im Laufe der Zeit eine Art Tuduliste.
Zu weltlichen Gebrochen, die man schlichtweg abarbeitet.
Ja.
Das ist das, was wir heute allgemein als Sacramentekennen.
Ich möchte dir hierzu eine Passage aus den Kundgaben vorlesen und wir sollten diese
Worte wirklich mal ein Moment wirken lassen.
Gerne.
Dort heißt es, der Menschen denken, ist ördisch gerichtet und so legen sie auch alles
ördisch aus, was einen tiefen, geistigen Sinn hatte.
Wow.
Und weiter wirkt dieser Vorwurf oder vielmehr diese wehmütige Feststellung noch präziser
formuliert.
Da heißt es, ihr habt euch für jede Forderung, die ich an eure Seelen stellte, einen weltlichen
Vorgang erdacht und ausgeführt und ihr habt diese Vorgänge dann Sacramenten genannt.
Und es ist alles nur Form und Schein und fällig bedeutungslos für das Ausreifen der Seelen.
Halt.
Stopp.
Fällig bedeutungslos.
Ja.
Das steht da.
Das ist ein unglaublich harter Schlag ins Gesicht für Milliarden von Gläubigen.
Ich meine, für unzählige Menschen bedeutet genau dieses Ritual, dieses Sacrament ja ein ganz
spürbaren Trost.
Ist das von der Quelle nicht ein bisschen extrem formuliert?
Das kann man so sehen.
Verliert in eine Handlung laut diesen Texten wirklich all ihre Kraft, nur weil sie eine äußere
Form hat?
Ich verstehe deinen Einwand da fühlig und es waren sie nicht wichtig, aber wir müssen uns
genau ansehen, wie die Texte argumentieren.
Die Härte in der Formulierung richtet sich ja nicht gegen das Bedürfnis der Menschen
nach Trost.
Okay.
Sondern gegen diese trügerische Sicherheit, die daraus entsteht.
Die Heilkraft geht laut der Quelle verloren, weil durch das Rhein äußerliche der Wille
und das innere Füllen aus der Gleichung genommen werden.
Die Routine automatisiert die Handlung, wenn du etwas nur tuest, weil es eine Regel ist,
weil es von einer Institution verlangt wird, dann ist deine Seele gar nicht mehr beteiligt.
Das ist das Problem, auf das die Texte hinweisen.
Wenn ein Ritual zu einem bloßen weltlichen Vorgang wird, an denen wir eine automatische
Halserwartung knüpfen, also nach dem Motto, ich bin äußerlich getauft, also habe ich
mein spirituelles Ticket gelöst und bin gerettet, dann schläft die Seele ein.
Sie macht quasi gar nichts mehr selbst.
Genau.
Sie wehnt sich in Sicherheit, ohne sich jemals selbst bewegt zu haben.
Okay, also äh, lass uns das mal entpacken, das ist wirklich ein gewaltiges Statement.
Ich stelle mir das so vor, es ist als auf dir jemand, den du über alles liebst, einen
wunderschönen tiefgründigen Liebesbrief schreibt.
Mhm.
Schönes Bild?
Du hast anstatt die Worte zu lesen, also die Bedeutung wirklich in dein Herz aufzunehmen,
rarms du das Papier ein.
Du vererst das Papier.
Ja.
Du faltest es jeden Tag neu, du berührst es eher füchtig, aber du liest die eigentliche
Botschaft nicht mehr.
Du denkst plötzlich, dass Papier selbst sei die Liebe.
Das ist eine exzellente Analogie.
Wirklich.
Genau, das ist der Kern der Kritik in diesen Schriften.
Man betet das Papier an und vergisst die Liebe, die darin geschrieben steht.
Ja.
Wahnsinn.
Wenn die Seele bei einer solchen reinen Traditionstrunkenheit, also gewissermaßen einschläft, wie
du sagst, was weckt sie dann auf?
Das ist die große Frage.
Wenn das äußere Taufbecken leerbleibt, das Papier unwichtig wird, worin baden wir dann
eigentlich?
Was ist das für ein Wasser, von dem in der wahren Taufe die Rede ist?
Dann kommen wir zu dem Begriff, der in den Texten eigentlich alles durchdringt, quasi
das Herzstück dieser Offenbarungen.
Dem so genannten lebendigen Wasser.
"Libendiges Wasser".
Ja.
Das lebendige Wasser ist Gottes Wort.
Es ist Weißheit, es ist absolute Wahrheit, die direkt aus der göttlichen Liebe entspringt.
Und hier wird es ganz entscheidend, die wahre Taufe ist.
Laut diesen Kundgaben absolut kein passiver Akt.
Also nichts, was man einfach über sich ergehen lässt.
Genau.
Man kann sie nicht einfach passiv geschehen lassen, wie Wasser, dass einem über den Kopf gegossen
wird, während man an etwas völlig anderes denkt.
Sie erfordert den freien Willen.
Sie erfordert eine ganz bewusste innere Hinwendung zu dieser Wahrheit.
Hören wir uns dazu genau an, wie Bertha dute das Empfangen hat.
Sie schreibt, ihr habt die Taufe des Geistes empfangen, wenn ihr von mir das Lebenswasser
entgegennehmt, wenn ihr selbst euch am Quell des Lebens labet.
Okay, ja, das ist sehr aktiv.
Fällt ihr das aktive Element auf, wenn ihr das Wasser entgegennehmt, wenn ihr euch selbst
labet, das bedingt zwingend eine geistige Reife, eine bewusste Entscheidung.
Ja, absolut.
Die Texte sagen hierzu ganz unmissverständlich, es muss sich euer Wille aus eigenem Antrieb
mir zu wenden.
Es kann also einem Kind wohl dies alles gelehrt werden.
Doch erst, wenn ganz unbeeinflusst der Mensch das ausführt, was ihm gelehrt wurde, erst, wenn
er sich selbst frei für mich entscheidet, beginnt er, in die Flut hinabzusteigen, um die
Taufe des Geistes zu empfangen.
Das ist krass.
Wenn du jetzt zuhörst und vielleicht selbst Kinder hast, denkst du dir an dieser Stelle möglicherweise
momentmal.
War die Taufe meines Kindes also ein Fehler?
Ja, das ist ein schmerzhafter Gedanke.
Ist diese ganze Feier dieser Segen, den wir unserem Baby geben wollten am Ende völlig sinnlos?
Und genau da differenzieren diese Texte glücklicherweise sehr fein.
Und diese Nährungse ist enorm wichtig, um den Gedanken hinsenter wirklich zu begreifen.
Die äußere Taufe, die an Säuglingen vollzogen wird, wird in diesen Texten nicht als Böse
oder verwerflich verurteilt.
Gott sei Dank?
Nein, überhaupt nicht.
Sie wird lediglich als das Endlarf, was sie realistisch betrachtet höchstens sein kann.
Nämlich ein Beweis des guten Willens der Eltern.
Ah, okay.
Es ist der sichtbare Wunsch, ein Kind an Gott heranzuführen.
Das ist menschlich verständlich und sehr liebevoll gemeint.
Aber und das ist das große Arbeit der Texte, diese Tradition ersetzt niemals den bewussten
eigenen Willensakt der Seele.
Eine Mitgliedschaft in einer ördischen Kirche, die in einem Register vermerkt ist, rettet
oder verwandelt die Seele nicht.
Der Mensch muss irgendwann im Leben aufwachen und aus eigenem Antrieb an diese geistige
Quelle gehen.
Ja, das leuchtet ein.
Die Taufe des Geistes findet exakt in der Sekunde statt, in der der Mensch aus völlig freiem
Unbeeinflusstem Willen sagt, ich öffne mich, ich suche diese Liebe.
Ohne diese innere Entscheidung bleibt die äußere Taufe, so liebevoll sie von den Eltern
auch gemeint war, für die spirituelle Entwicklung des Kindes eben nur eine leere Hülle.
Also was bedeutet das nun alles für uns?
Das ist ja eine unheimlich intime, fast schon radikale, sichtweise auf den Glauben.
Absolut.
Es macht es zu etwas, dass man absolut nicht delegieren kann, man kann keinen Stellvertreter
schicken, man kann sich nicht auf seine Eltern verlassen, aber da dringt sich mir und wahrscheinlich
vielen, die jetzt zuhören und das neue Testament kennen, eine ganz logische Frage auf.
Ich kann mir schon denken, welche?
Wenn die äußere Wassertaufe nur ein Symbol ist, nur eine leere Form, für denjenigen,
der sie nicht bewusst durchdringt, moment, warum wurde Jesus dann im Jordan von Johannes
getauft?
Ja.
Er ist doch buchstäblich in das physische Wasser gestiegen.
Eine sehr berechtigte Frage, die uns tief in die historischen und auch psychologischen
Zusammenhänge jenerzeit führt, die dute Texte liefern darauf nämlich eine faszinierende
Erklärung.
Ich glaube nicht gespannt.
Wir müssen uns in die Ära von Johannes dem Taufer zurückversetzen.
Die Menschen damals lebten in einer hochgradig physischen, rituell geprägten Welt.
Sie verstanden abstrakte, rein geistige Wahrheiten einfach noch nicht.
Das war nicht in ihrem Denken.
Genau.
Sie brauchten dieses starke äußere Symbol des Abwaschens, des Reinigens im Fluss, um ihren
Willen zur Umkehr, ihre Reue überhaupt erst einmal greifbar auszudrücken.
In dem Jesus sich taufen ließ, holte er die Menschen genau dort ab, wo sie in ihrem damaligen
Bewusstsein standen.
Er sprach ihre Sprache sozusagen.
Exakt.
Er legitimierte das Wirken von Johannes, weil es eine Brücke war.
Es schadete den Menschen ja nicht, sich symbolisch waschen zu lassen.
Aber schon damals war die unausgesprochene Bedingung, das Wasser allein wäscht keine Sünden
ab.
Es nützt nur, wenn die Seele gleichzeitig das göttliche Wort annimmt.
Verstehe.
Es war also eine arthpädagogisches Zugeständnis an die damalige Zeit.
Aber was ist dann mit dem berühmten Taufbefehl?
Ja, der Taufbefehl?
Da heißt es doch ganz klar, man soll taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen
Geistes.
Das wird ja bis heute in fast allen Kirchen genau so nachgesprochen.
Und genau hier entfalten die Texte ihre größte Theologische Sprengkraft.
Wir sind es gewohnt, Vater, Sohn und Heiligergeist als Theologische Formel zu betrachten.
Also als eine Art Beschwörung, die bei der Wassertaufe zwingend gesprochen werden muss.
Nichtig.
Du de übersetzt die Trinität aber hochgradig spirituell und löst sie komplett von der Personifizierung.
Hören wir uns mal an, wie diese Quelle die Dreifaltigkeit erklärt.
Gerne.
Da steht, der Vater, die Liebe, ist ein ewiges Feuer, von dem das Licht der Weißheit
der Sohn ausgeht.
Oh, das ist schön.
Lass uns das kurz greifen, der Vater ist die reine Liebe, das ewiges Feuer und was macht
ein Feuer?
Es wärmt.
Und es leuchtet.
Genau.
Es strahlt Licht ab.
Dieses Licht, das aus der Liebe entsteht, ist die Weißheit.
Das ist der Sohn.
Und die Wärme, die Energie, die daraus resultiert und in den Menschen wirkt, das ist der
Heilige Geist.
Wahnsinn.
Hier wird es wirklich interessant.
Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet das ja, dass der biblische Taufbefehl gar keine Anweisung
an Priester ist, Rituale am Taufbecken durchzuführen?
Richtig.
Es ist eine Handlungsanweisung für unser tägliches Miteinander.
Exakt so ist es.
Die Texte lösen diesen Befehl völlig vom Ritual des Untertauchens in physisches Wasser.
Der Auftrag lautet in dieser geistigen Interpretation.
Eben nicht geht hin und übergieß die Menschen mit Wasser unter Aufsagen einer Formel, stattdessen
diktiert der Text diese gewaltige, tiefgründige Interpretation.
Ich zitiere, taufet sie im Namen des Vaters, bringt ihnen mein Wort in Liebe da, das Weißheit
in sich birgt und mache dadurch das Wirken des Geistes im Menschen möglich.
Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ja.
Zutaufen bedeutet also laut dieser Quelle jemandem in absoluter Liebe, also dem Vater,
die göttliche Wahrheit und Weißheit den Sohn nahezu bringen und zwar so, dass in diesem
Menschen die Kraft der Geist erwachen kann.
Es ist ein geistiger Vermittlungsprozess von Herz zu Herz.
Das verändert einfach alles.
Es verändert komplett, wie man diese Religion betrachten könnte.
Es nimmt diesen exklusiven VIP-Club-Charakter der Institutionen völlig heraus.
Total.
Taufe ist demnach gar kein Privileg von Priestern in teuren, bestickten Gewändern an Steineren
becken.
Sondern es ist etwas, das wir quasi in der Mittagspause tun können.
Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, der auch nur ein bisschen Liebe in sich trägt.
Genau.
Das ist die Botschaft.
Wenn wir taufen nun als das Vermitteln von lebendigen Wort von Weißheit durch echte Liebe verstehen,
lösen sich ja auch andere alte biblische Rätsel auf.
Mir fällt er direkt ein, wie sich unser Blick darauf verändert, wie der Geist Gottes
in der Welt angeblich wirken soll.
Ganz genau.
Und ein wunderbares Beispiel dafür ist eine Stelle im neuen Testament, an der sich Theologen
wirklich seit Jahrhunderten die Zähne ausbeißen.
Ja, da gibt es einige.
Im ersten Korinterbrief, Kathedite 15/29, spricht der Apostel Paulus von der Taufe für
die Toten.
Warte.
Für alle, die da nicht biblfest sind.
Paulus schreibt da wirklich über Rituale, wo Menschen stellvertretend für bereits verstorbene
getauft wurden.
Ja.
Manche Gruppen haben das würdlich genommen und machen das teilweise bis heute, dass
sie stellvertretend für ihre Toten vorfahren, in ein Taufbecken steigen, um sie nachträglich
zu retten.
Und das klingt für moderne Ohren völlig absurd und ziemlich markarbar, um ehrlich zu
sein.
Es klingt markarbar, weil es wieder der menschliche Fehler ist, alles rein physisch und materiell
zu deuten.
Die Dute Texte bringen hier ein gleichsend helles Licht in das Dunkel dieser Verwirrung.
Ah, okay.
Sie klären auf, dass es in der geistigen Sprache Gottes nie um physische Leichen geht.
Gott spricht nicht über Friedhöfe, er spricht über die Zustände von Seelen.
Das macht Sinn.
Er spricht um geistig Tote.
Menschen die völlig getrennt von der göttlichen Liebe in emotionaler und spiritueller Dunkelheit
leben.
Die Texte sagen dazu ganz klar, einen Taufakt über einem Toten hat es niemals gegeben,
jedoch einen Taufakt an einem Toten, dass er einem geistig Toten zum Leben verhelfen will,
dass er ihm das Wasser des Lebens reicht.
Wow.
Wir sprechen hier also schlichtweg von tiefem menschlichen Erbarmen.
Exakt.
Man sieht ein Mitmenschen, der innerlich abgestorben ist.
Jemand, der in Zynismus, in Kälte, Hass oder völliger Verzweiflung feststeckt.
Das ist der Tote.
Ja.
Und man reicht ihm Liebe.
Man begegnet ihm mit einem tröstenden Weisenwort.
Und das ist laut dieser Offenbarung, die wahre Taufe an einem Toten.
Ich finde, das ist ein unfassbar schöner, tröstlicher Gedanke.
Das ist er.
Und es passt so gut zu dem, wie die Texte des Wirken des Geistes generell beschreiben.
Wir Menschen erwarten bei göttlichen Offenbarungen ja oft ein lautes Donnern des Feuerwerk.
Oh ja, das große Drama.
Ein gespaltenes Meer, Menschen, die in fremden Zungen sprechen, dramatische Heilungen.
Aber die Wahrheit, die in diesen Texten durchscheint, ist viel Erdverbundner.
Es ist eigentlich gar nicht wie ein lauter Lotto gewinnen, bei dem plötzlich der Himmel aufreist.
Es ist viel eher so, als würde man ein Instrument erlernen.
Es passiert leise, unauffällig, man übt jeden Tag ein bisschen Mitgefühl.
Und irgendwann merkt man, dass die eigene Seele die Melodie der Liebe fast Fehler freispielt.
Das Bild mit dem Erlernen des Instruments trifft es perfekt.
Es erfordert Praxis, es erfordert Hingabe, aber es geschieht im Stillen.
Die Quelle waren sogar ausdrücklich davor, nur ungewöhnliche, ekstartische und laute Vorgänge
als Zeichen der Geistestaufe anzusehen.
Interessant.
Das göttliche Tränkt sich nicht auf, es zwingt niemanden.
Wo jemand in Stiller Demutz ein Herz öffnet, da fließt dieser Geist ein.
Und das Resultat ist nicht zwangsläufig ein lautes Predigen auf Marktplätzen oder das Gründen
von neuen Kirchen.
Oft ist es ein stilles, alltägliches Dienen.
Ein Wirken, das der lauten Welt kaum auffällt, das aber getragen ist von einer unerschütterlichen
inneren Anbindung.
Ich leese dir die letzte Passage vor, die das beschreibt.
Achte mal auf diese unglaubliche Ruhe in diesen Worten.
Ganz unerfällig haben sie die Geistestaufe empfangen im Moment der tiefen inneren Bindung
mit mir.
Und so auch ist ihr Wirken auf Erden, unerfällig im Geist meiner Liebe.
Es liegt eine immense, fast schon furcht einflösen der Eigenverantwortung in diesem Konzept.
Wir können uns nicht mehr hinter den Handlungen der anderen verstecken.
Nein, das geht nicht mehr.
Wir können nicht sagen, ich bin Mitglied, ich zahle meine Kirchensteuer, ich habe das
Zeitdivikat meiner Wassertaufe gerahmt an der Wand hängen.
Wenn diese Texte uns etwas lehren, dann das das selbstständige Denken, das eigene Tiefe
fühlen und das bewusste Ausrichtung unseres Willens auf diese universelle Liebe, das einzige
ist, was am Ende wirklich zählt.
Ja.
Alles andere ist Form.
Alles andere ist nur das Papier des Liebesbriefs.
Es ist die ultimative Rückkehr von der institutionalisierten Religion zur wahren Spiritualität.
Der Weg führt vom äußeren und wiederruflich ins tiefste Innere.
Lass uns diese ruhige aber gewaltige Erkenntnis, für dich, der du uns gerade auf dieser Reise
zugehört hast, noch einmal zusammenfassen.
Wenn wir in den unbestächlichen Spiegel dieser Texte schauen, sehen wir eine Botschaft, die
alles entblöst, woran wir uns aus Gewohnheit klammern wollen.
Gott sucht nicht unsere Pflichterfüllung in lehren, angelernten Ritualen.
Er braucht unsere Rituale nicht.
Er sucht unser bewusstes Schlagen des Herzs.
Genau.
Die wahre Taufe des Geistes, das wirkliche einziges Akrament, das Bedeutung hat, ist kein
einmaliger Moment in der Vergangenheit, bei dem Wasser über unseren Kopf gegossen wird,
während wir es als Baby gar nicht begreifen können, es ist das permanente, jeden Tag
neu entschiedene Untertauchen in seine Liebe und Wahrheit.
Ja.
Und genau an diesem Punkt möchte ich dir ein finalen Gedanken mit auf den Weg in die
Stille geben, die nun folgt.
Wenn die wahre Taufe kein einmaliges Ereignis ist, das in irgendeinem verstoppten Kirchenbuch
steht, sondern wenn sie ein beständiges Untertauchen in den Brunnen der Liebe ist, wie verändert
das dann deine ganz alltägliche Realität?
Wenn Taufe im Kern bedeutet, anderen in tiefer Liebe, Weißheit, Trost und Verständnis
dazu reichen, taufen wir dann vielleicht jeden Tag unbewusst unsere Mitmenschen?
Allein durch die Art, wie wir ihnen mit offenem Herzen an der Supermarktkasse im Büro oder
in der eigenen Familie begegnen.
Wenn wir einem erschepften, vielleicht geistig totem Menschen ein liebevolles Wort schenken,
folziehen wir dann in diesem Moment das heiligste aller Rituale.
Nimm diesen Gedanken mit in deinen Tag oder in deinen Nacht, lasst ihn nachklingen.
Die Institutionen mögen ihre Becken aus Stein haben, Kunstvoll verziert und gefüllt
mit Wasser.
Aber das wahre Taufebecken, das tragen wir alle, unsichtbar und jederzeit bereit in uns selbst.
Wir danken dir, dass du dir die Zeit genommen hast, dich heute mit uns auf diese tiefe Stille
betrachtung einzulassen.
Auf bald.