Lass Jesus dein Arzt sein

der wahre Weg zur Heilung für Körper und Seele

S2E12 – Kann Gott dir vergeben, ohne Beichte? Was Jesus wirklich lehrt

19.08.2026 22 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode gehen wir einer der wohl sensibelsten Fragen des christlichen Glaubens nach:
Kann Gott einem Menschen vergeben, ohne Beichte?
Viele Christen verbinden Sündenvergebung mit kirchlichen Ritualen oder der Beichte. Doch was lehrte Jesus selbst? Und was sagt die Bibel darüber, wie echte Vergebung entsteht?

Heute betrachten wir die geistlichen Zusammenhänge zwischen Reue, Umkehr, persönlicher Verantwortung und der Gnade Gottes. Dabei wird deutlich, dass wahre Vergebung weit tiefer reicht als äußere religiöse Handlungen. Sie beginnt dort, wo der Mensch sein Herz ehrlich vor Gott öffnet.

Diese Episode lädt nicht dazu ein, Menschen oder Kirchen zu verurteilen. Sie möchte vielmehr dazu anregen, die eigenen Überzeugungen im Licht der Worte Jesu neu zu prüfen und den Weg zu einer lebendigen Beziehung mit Gott zu entdecken.

Wenn dich Fragen nach Schuld, Vergebung und einem echten Neuanfang bewegen, könnte diese Folge dein Verständnis von Gottes Liebe nachhaltig verändern.

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Themen dieser Episode
• Kann Gott ohne Beichte vergeben?
 • Was bedeutet echte Reue?
 • Vergebung nach den Worten Jesu
 • Äußere Rituale oder innere Umkehr?
 • Warum Gott das Herz des Menschen ansieht
 • Der Unterschied zwischen Religion und persönlicher Beziehung zu Gott
 • Der Weg zu einem wirklichen Neuanfang

Quellen: https://www.bertha-dudde.org/de/themebook/150/1482
               https://www.bertha-dudde.org/de/themebook/017/6709
                https://www.bertha-dudde.info/leseauswahl/wortgottes/07_HTML/8/8373.html


 Kapitelstruktur
00:00 Kann Gott ohne Beichte vergeben?
02:14 Eine jahrhundertealte Glaubensfrage
05:47 Was Jesus tatsächlich sagte
10:38 Warum Rituale das Herz nicht verändern
15:52 Wer darf Sünden wirklich vergeben?
21:41 Der Weg zu echter Umkehr
27:58 Gottes Vergebung ist größer als Religion
33:46 Die Freiheit, die Jesus schenken möchte
38:20 Was bedeutet das für dich?
40:47 Schlussgedanken

📖 Staffel 2 – Die großen Fragen des Glaubens
In dieser Staffel gehen wir Schritt für Schritt den grundlegenden Fragen des christlichen Glaubens nach: dem Ursprung des Bösen, dem freien Willen, der Schöpfung, der geistigen Welt und dem Heilsplan Gottes und wir machen auf Irrtümer aufmerksam, die lt. den Quellen , im Verlauf der Zeit Eingang in die christliche Lehre gefunden haben.

Transkript

Ob du nach Heilung geistigem Wachstum oder einer tieferen Beziehung zu Gott suchst, lass Jesus dein Arzt sein. Bietet stille Reflexionen und praktische Inspiration, um dich auf deinem Weg mit Glaubehoffnung und Liebe zu begleiten. Lasst uns beginnen. Stell dir einmal vor. Du erfüllst dein Leben lang, wirklich jeden erdenklichen spirituellen Flichtplan. Du gehst regelmäßig zur Beichte, du betest zu streng festgelegten Zeiten. Ja. Du haxt quasi jedes Rituelle Kästchen ab, dass dir deine Tradition vorgibt und du fühlst dich sicher dabei. Richtig, man wähnt sich auf dem richtigen Weg. Genau. Und am Ende, also wirklich am Ende deines Weges, da erfährst du das absolut nichts davon, deinem eigentlichen Seelenheil gedient hat. Das ist schwerer Gedanke. Dass die Form zwar vollendet war, aber das Herz leer blieb. Und damit willkommen zu unserer heutigen gemeinsamen Einkehr. Schön, dass wir diese Zeit wieder miteinander verbringen. Zu einer wirklich tiefen, geistigen Betrachtung, die genau an diesem Schmerzhaften, aber ebenso entscheidenden Punkt ansetzt. Wir widmen uns heute Texten, die uns ja, die uns wirklich herausfordern. Mhm, und wie sie das tun. Die alles, was wir über Buße und Vergebungen zu wissen glauben, auf den Prüfstand stellen. Ja. Es sind die Schriften von Bertha Dutte, genauer gesagt, die Kundgaben 1482,789 und 83,73. Und diese Texte erhebenden Anspruch, uns unmittelbar in das Herz des göttlichen Willens blicken zu lassen. Es tut gut, diesen Raum der stille heute mit dir und auch mit dir unserem stillen Zuhörer zu betreten. Absolut. Denn das, was wir heute betrachten, das ist wahrlich keine leichte Kost. Nein, überhaupt nicht. Es ist nichts, was man einfach konsumiert und dann zum Alltag übergeht. Diese Texte verlangen uns etwas ab. Sie fordern uns auf, den Lärm der äußeren Welt leiser zu drehen und ganz ehrlich nach innen zu schauen. Und genau das ist die Mission unserer heutigen Betrachtung. Wir wollen zum wahren Kern von Buße und Sündenvergebungen vorbringen. Weg von diesen äußeren oft sehr mechanischen Formen. Weg von den starren Ritualen, die uns so viel Sicherheit vorgaukeln, hin zu etwas, das ungleich schwerer, aber eben auch ungleich echter ist. Der lebendigen Intimens wie Sprache mit Gott. Genau. Wenn wir an spirituelle Handlungen denken, also den sonntäglichen Gang in die Kirche, das Aufsagen von Gebeten, dann wissen wir beide und du daraus ein Kenster sicher auch aus deinem eigenen Erleben, wie erschreckend leicht solche Dinge zu reinen Routine erstaren. Ja, leider. Man tut es, weil es auf einem Plan steht. Weil es erwartet wird. Lasst uns das heute mal in aller Ruhe entpacken. Lasst uns direkt in die Quellen eintauchen. Was genau sagen diese Schriften über diese Erstarung? Sie sind in diesem Punkt von einer wirklich radikalen Klarheit. Ich möchte dir und unserem Zuhörer eine Passage aus der 1482 vorlesen. Sehr gerne. Ich werde diese Worte ganz bewusst langsam lesen, denn sie brechen mit so vielen Traditionen, dass man ihnen Raum geben muss. Die Quelle besagt, der vermeintliche Akt der Sündenvergebung, ist nur das Sinnbild dessen, was der Herr gelehrt hat auf Erden. Mhm, ein Sinnbild. Es ist durchaus keine Form zu erfüllen nötig. Wow. Denn es ist die Vergebung der Sünden nur allein davon abhängig, wie weit sich der Mensch Gott gegenüber seiner Sünden schuldig fühlt. Ja, das ist der Kern. Und er dies in iniger Zwiesprache ihm bekannt und von ihm erbarmen und Vergebung seiner Schuld erbittet. Das ist ein gewaltiger Paradigmenwechsel. Es ist durchaus keine Form zu erfüllen nötig. Im Grunde entzieht das doch jeder starorganisierten Religion, die auf Verordnungen aufbaut. Völlig das Fundament. Absolut. Wenn ich das zu Ende denke, heißt das doch alles, was wir im Außen tun, um Vergebung zu erlangen, ist bestenfalls ein Symbol, ein Schatten der eigentlichen Handlung. Ganz genau. Die Texte analysieren hier mit einer bemerkenswerten, fast schon psychologischen Schärfe, diese Gefahr der schematischen Handlungen. Warum lieben wir Menschen Rituale so sehr? Weil sie einfach sind. Genau, weil sie uns Sicherheit geben und weil sie messbar sind. Ich hab mein Gebet gesprochen, ich war im Gottesdienst, also bin ich im Reinen. Richtig. Aber die Quelle warnt eben genau davor. Äußere Formen bergen die immense Gefahr der Oberflächlichkeit. Ein Vorgang, der eigentlich das Innerste, das verletztlichste der menschlichen Seele berühren soll, wird nach außen gekehrt. Und mechanisiert. Ja, mechanisiert. Und die Texte betonen unmissverständlich, lebendig soll alles sein, was für um unser Seelenheil willen tun. Gott zwingt niemanden, durch Gebote zu bestimmten Zeiten. Das wirft natürlich die Frage auf, warum Zwang hier so absolut kontraproduktiv ist. Und wenn ich mir das alltägliche Leben ansehe, da drängt sich mehr ein sehr greifbares Bild auf. Ich höre. Wenn du Kinder hast oder sie auf dem Spielplatz beobachtest, kennst du diese klassische Situation. Ein Kind nimmt dem anderen das Spielzeug weg. Oh ja. Tränen fließen. Und die Eltern in ihrem eifrigen Bemühn, um moralische Erziehung, bauen sich auf und befählen. Jetzt sag sofort, dass es dir leidt tut, entschuldige dich. Ein Klassiker. Das Kind schaut trotz sich auf den Boden, verschränkt die Arme und momelt mechanisch tut mir leid. Ja, völlig leer. Genau. Jeder Mensch in diesem Raum spürt, dieses Wort ist komplett hol. Die Form wurde erfüllt, das Ritual des Entschuldigens wurde abgehakt. Aber im Herzen des Kindes hat sich absolut nichts bewegt. Die Reue fehlt völlig. Die Reue fehlt. Tötet dann nicht letztlich ein menschlicher Pflichtplan für die Seele, genau dieses zarte Flänzchen, dieses innere Verlangen nach Gott. Was hier wirklich faszinierend ist, ist, dass dein Bild exakt den Kern dessen trifft, was die Quelle hier vermittelt. Wenn wir dieses Bild auf die Beziehung zwischen Mensch und Gott übertragen, dann sehen wir das Ganze die Lämmer. Die Texte warnen davor, dass dieser Pflichtplan letztlich die eigentliche Sehnsucht nach Gott erstickt. Ein moralischer Zwang, selbst wenn er subtil durch kürchtliche Verordnungen geschieht, widerspricht fundamental dem göttlichen Gesetz der Freiwertung des Wesens. Der Wille muss frei sein. Er muss frei sein, sonst hat er geistig überhaupt keinen Wert. Also die größte Gefahr für die Seele besteht darin, dass wir nur noch bestrebts sind, unsere Pflicht zu erfüllen. Ja, die Menschen wird eine Checkliste vorgelegt. Und in dem er diese Pflichtbewusst abhakt, vernachlässigt er seine eigentliche tieferen Sehlenarbeit. Er wiegt sich in falscher Sicherheit? Er glaubt, Gott wohlgefällig zu leben, weil die Institution ihm das bestätigt. Aber sein Inneres ist vielleicht kalt und unberührt geblieben. Die Quelle formuliert es so. Ein einziger Gedanke, der voller hingeben der Liebe zu Gott aufsteigt, ist unendlich mehr wert, als das Eifräge befolgen, aller von Menschen erdachten Kirchengebote. Weil wahre Buse eben nicht auf einen Donnerstag um 15 Uhr terminiert werden kann. Ganz genau. Sie geschieht in jenem unkontrollierbaren Moment, in dem die Seele ihre eigene Schwäche erkennt. Da muss ich jetzt aber mal kritisch einhaken. Gerne. Das klingt alles wunderschön und befreiend, aber es öffnet doch auch Tür und Tor für eine Art spirituelle Anarchie, oder? Wie meinst du das? Wenn äußere Formen, wenn die Absolution durch einen Priester oder eine Institution nicht das Entscheidende sind, wie gehen wir dann mit den Fundamenten der christlichen Tradition um? Wie verstehen wir dann die Bibel? Es gibt da diesen berühmten ganz zentralen Satz Jesu an seine Jünger. Welchen ihr die Sünden erlassen werdet, den sind sie erlassen? Ja, ein sehr wichtiger Satz. Darauf stützt sich doch fast die gesamte Sakramentale Tradition. Hat sich die Kirche das einfach ausgedacht? Wie lösen diese Schriften diesen offensichtlichen Widerspruch auf? Das ist der absolute entscheidende Punkt. Und die Schriften weichen diesem scheinbaren Widerspruch nicht aus. Okay. Sie erklären den Mechanismus dahinter. Sie erklären, warum die Jünger das damals tun konnten und was heute oft falsch verstanden wird. Lass uns da mal rein gehen. Das finden wir sehr detailliert in der Kundgabe 67009. Ich zitiere auch hier. Ja, blicke. Wenn ihr die Worte der Schriften nur den Buchstaben nachleset, dann wird euch vieles unverständlich sein. Oder ihr werdet die Worte falsch auslegen. Denn der Buchstabe tötet erst der Geistmacht lebendig. Der Buchstabe tötet. Und so gehört also ein erleuchteter Geister zu den Sinn der Worte zu erfassen und auszulegen. Ein Geist, der sich selbst nun so gestaltet durch die Liebe, dass er zu einem Aufnahmegefährs meines Geistes wird. Wow. Okay. Das bedeutet also, wenn wir diesen Satz Jesu wie ein juristisches Gesetzbuch lesen, verstehen wir in grundsätzlich falsch. Exakt. Die historische und spirituelle Realität, die der Text hier zeichnet, ist wirklich faszinierend. Inwiefern? Die Jünger konnten Sünden erlassen. Aber nicht, weil sie ein vormelles Amt in Erhatten oder von einer Institution dazu ermächtigt wurden. Sondern? Sie konnten es, weil der Geist Gottes sie erleuchtete. Und was das praktisch bedeutete, sie konnten buchstäblich in die Herzen der Menschen blicken. Verstehe. Das heißt, sie sahen, um auf meinen Bild von vorhin zurück zu kommen, ob das Kind, das tut mir leid, nur Murmelt, weil es muss. Oder ob es wirklich innerlich weint und bereutet. Ganz genau das. Die Texte schildern sehr detailliert, dass damals viele Menschen zu den Jüngern kamen, oft, weil sie körperlich krank waren. Sie suchten Heilung für den Körper. Ja, sie suchten Heilung. Manche wollten einfach nur ihre Schmerzen loswerden. Aber die eigentliche Ursache, also die Sünde, die Abkehr von der göttlichen Ordnung, die wollten sie gar nicht meiden. Sie wollten quasi die physische Konsequenz loswerden, ohne innere Umkehr. Richtig. Die Jünger, aber durch drungen vom göttlichen Geist, die wussten genau, wem sie Vergebung zu sprechen konnten. Nämlich denen, die wahrhaftreue voll waren. Und bei wem das innere Bekenntnis eben fehlte, das ändert ja wirklich alles. Waren Nachfolge bedeutet also nicht einfach den physischen Platz eines Jüngers, in einer weltlichen Institution einzunehmen. Man kann sich nicht einfach auf einen Bischofsstuhl setzen und sagen so, jetzt habe ich diese Vollmacht. Richtig. Die Quelle definiert die Nachfolgie so hier völlig anders. Sie bedeutet, die exaktgleichen geistigen Voraussetzungen zu schaffen, wie die Jünger damals. Und wie schafft man die? Durch ein Leben in bedingungsloser Liebe. Erst diese Liebe macht den Menschen zu einem Aufnahmegefäß für den göttlichen Geist. Das ist stark. Und wer diesen Geist nicht hat, der hat eben auch nicht die Vollmacht in die Seelen zu blicken und Vergebung auszusprechen. Wenn ich mir das überlege, das wirft ein massives Problem auf. Ja. Wenn der bloße Buchstabe tötet, wenn Enter allein nichts wert sind und wenn sich tausende fälschlicherweise für privilegiert halten, ob wohl ihnen jegliche geistige Reife mangelt, wie in aller Welt können wir dann als einzelne in dieser Dunkelheit noch erkennen, wer aus dem wahren Geist spricht? Woher weißt du, ob der Mensch vor dem Geist Gottes spricht oder aus reinem institutionellen Ego? Das ist eine Frage, die den Kern unseres Suchens trifft. Und die Antwort, die die Schriften darauf geben, dies von einer bestechenden, fast schon schmerzhaften Schlichtheit. Was ist es? Es ist einzig und allein die Liebe. Ohne Liebe ist jedes theoretische Wort vergebens. Nur die Liebe bringt diese Erhellung? Ja. Die Texte sagen ganz klar, dass ohne Liebe die Wahrheit nicht verstanden und immer wieder ins Gegenteil verkehrt wird. Die Quelle nutzt hier einen wunderbaren, sehr kraftvollen Begriff Welchen. Nur ein Liebe durch glüter Mensch erkennt die reine Wahrheit und schreckt vor Irrlehren zurück. Ein Liebe durch glüter Mensch. Das ist ein Bild, das wirklich hängen bleibt. Nicht ein Theologisch gut ausgebildeter Mensch oder ein formelgeweiter Mensch. Genau. Das ist der einzige Maßstab, wo diese spürbare sich selbst verschenkende Liebe fehlt. Da warnt uns der Text vor tiefer geistiger Blindheit. Selbst wenn alle Welt dort hinrennen. Ganz genau, gerade dann. Lass uns das mal auf die Realität unserer Welt anwenden. Wir Menschen haben ja ein tiefes psychologisches Bedürfnis nach Autorität. Oh ja. Wir wollen, dass uns jemand offiziell sagt, die ist vergeben. Du bist jetzt rein. Du musst ja keine Sorgen mehr machen. Es beruhigt das gewissen Sohn aber. Richtig. Wenn aber Liebe das einzige Kriterium für wahre Stellvertretung ist, was bedeutet das für diese Machtstrukturen? Die Quellen gehen darauf ja sehr intensiv ein, besonders in der 83, 78. Wenn es um die wahre Stellvertretung Jesu auf Erden geht. Das stimmt. Lass mich dir auch dazu eine kurze Passage vorlesen, um die Tiefle dieser Aussage unverfälscht in den Raum zu stellen. Sehr gerne. Der Text sagt, nun aber geht es darum, wer als Meinrechtervertreter auf Erden tätig ist. Mhm. Denn davon allein hängt es ab, ob eine Sündenvergebung von Seiten eines Menschen möglich, das heißt, von meinem Willen sanktioniert ist. Okay, also von Gottes Willen bestätigt. Genau. Denn nicht jeder, der sich mein Vertreter nennt, ist von meinem Geist erleuchtet, dass er den Seelenzustand dessen Erkennt, dem er Sünden vergeben will. Da ist wieder diese Grundbedingung, die du vorhin erwähnt hast, man muss den Seelenzustand erkennen können. Ja? Ohne Erleuchtung durch den Geist gibt es keine Diagnose der Seele. Und ohne Diagnose, keine Heilung. Exakt. Und die Texte graben hier noch tiefer. Sie führen uns an den Ursprung unserer spirituellen Existenz. Sie sprechen von der Ursünde. Also jenem anfänglichen Abfall von der göttlichen Ordnung. Genau. Der eine geistige Finsternis über die Wesen brachte. Diese Schuld ist so gewaltig, dass kein Mensch, egal, wie hoch sein amt ist, sie von einem anderen Menschen nehmen kann. Das geht einfach nicht. Nein. Deshalb war das Erlösungswerk durch Jesus Christus am Kreuz absolut notwendig. Die eigentliche Aufgabe der Jünger, der Warenvertreter, war es immer nur, den Menschen den Weg dorthin zu zeigen. Inzuerkehren, wie sie selbst durch Jesus Christus Erlösung finden können. Ja. Aber genau hier entsteht ja dann das Problem der falschen Stellvertreter. Wenn jemand behauptet, er könne mir diese Schuld einfach abnehmen, was passiert dann mit mir als Gläubigen? Es richtet einen enormen, fast irreparablen, seelischen Schaden an. Die Schriften waren ein ganz eindringlich vor der Illusion, die dadurch entsteht. Wenn sich Menschen anmaßen, Sünden zu vergeben, ohne von Gott berufen zu sein, wiegen sie den Sünder in einer trügerischen Sicherheit? Weil die Vergebung dann einfach im Lehrenraum verhalt. Es ist noch weitaustramatischer. Der Text beschreibt die Folge als eine lauer Einstellung. Eine lauer Einstellung? Ja. Stell dir vor, jemand spürt die Last seiner Fehler. Er geht zu einem Amtsträger, der den Geist Gottes nicht in sich trägt. Dieser spricht ein rituales Machtwort. Ich spreche dich los. Genau. Der Mensch geht nach Hause und glaubt sich seiner Verantwortung enthoben. Er denkt, die Sache ist erledigt. Aber das ist sie nicht. Nein. Die Wahrheit ist, er hat den Direkten, den Schmerzhaften Weg zu Gott, gar nicht angetreten. Die innere Reue volle Zwiesprache, die Fand nie statt. Er hat den Schmerz der Erkenntnis vermieden. Deshalb bleibt die Schuld geistig vollkommen bestehen. Die Tilgung erfordert also immer den Weg ans Kreuz. Immer den ganz persönlichen Weg. Wenn ich mir das in unserer heutigen modernen Weltvorstelle, das ist so, als würde ich versuchen, meine körperliche Gesundheit auszusorßen. Wie meinst du das? Stell dir vor, du, der uns gerade zuhört, du willst fit werden. Aber statt selbst zu trainieren, beteilst du jemanden dafür, dich ins Fitnessstudio zu gehen. Verstehe. Eben von dir verlangt, wirklich ein schweres Gewicht zu heben. Da bricht du sofort zusammen. Warum? Weil deine eigenen Muskeln oder in unserem Fall deine Seele keinen Deutsch stärker geworden sind. Du hast dir nur eine Illusion von Stärke gekauft. Wenn wir das mit dem größeren Bild verbinden, dann verdeutig deine Analogie exakt, dass die Lema dieser mechanisierten Religion. Ja. Die Hele wächst nur am Widerstand an der Selbsterkendnis, an der eigenen Reihe. Nimmt man ihr diese Arbeit ab und ersetzt sie durch ein Zertifikat der Vergebung. Dann schwächt man sie existenziell. Das ist hart, aber es ist unglaublich logisch, wenn man die Mechanik der Seele versteht. Ja. Es bedeutet schlichtweg, es gibt keine Abkürzung. Niemand, absolut niemand, keine Institution, kein Ritual, kein Priester. Kann uns diese innere Arbeit abnehmen. Wir müssen selbst in spirituelle Schwitzen kommen. Wir müssen den Weg zu Christus selbst gehen. Ja. Und doch lassen uns die Texte nicht in Resignation zurück. Gott sei Dank. Die zeigen uns die immense Würde und Eigenverantwortung, in die wir gerufen werden. Der Text schließt nämlich mit einer sehr beruhigenden Perspektive. Welche ist das? Gott überlässt die Menschheit nicht der Finsternis. Er erwählt sich auch heute seine rechten Vertreter selbst. Er allein weiß, wer ihm in Liebe dient. Mhm. Und diese Berufungen, die geschehen, oft völlig unerkannt von jeglichen irdischen Institutionen. Gott wählt seine Instrumente, um das wahre Licht in die Welt zu bringen. Wir haben in unserer heutigen gemeinsamen Betrachtung einen weiten und wirklich sehr tiefen Weg zurückgelegt. Das haben wir. Wenn wir die Kernessens all dieser Quellen zusammenfassen, zeichnet sich ein glasklares Bild, wahre Boose und die Sehnsucht nach Sündenvergebung. Lassen sich niemals in äußere Formeln pressen. Nein. Es sind keine Termine, die wir abhaken können. Es ist der intimste, enerste Akt, zu dem ein Mensch überhaupt fähig ist. Das ist wahr. Es ist das leise, schonungslos, ehrliche Gespräch mit Gott in der absoluten Stille unseres eigenen Seins. Es verlangt nach echter Reue nicht nach Lippenbekenntnissen. Und es verlangt den direkten Weg zu Jesus Christus. Genau. Kein Vermittler kann sich dazwischen drängen. Es sei denn er ist der Art von bedingungsloser Liebe durchglüht, dass er nicht sich selbst, sondern ausschließlich den Geist Gottes durch sich wirken lässt. Bevor wir diese Betrachtung beschließen, möchten wir dir, dir du diese Gedanken mit uns geteilt hast, eine Frage mit auf den Weg geben. Eine Frage, die du in deiner eigene, ganz persönliche Stille mitnehmen kannst. Wo, in deinem eigenen Leben, hast du dich vielleicht auf äußere Routine verlassen. Eine wichtige Frage. Was du spirituelle oder moralische Flichten erfüllt, erritualer abgehakt, nur um ein gutes Gewissen zu haben. Anstatt das direkte, verletztliche innere Gespräch mit deinem Schöpfer zu suchen. Ja. Wo hast du vielleicht, um im Bild zu bleiben, jemanden für das Fitnessstudio bezahlt, statt dich der eigenen inneren Anstrengung zu stellen? Lasst diese Fragen ruhig in dir arbeiten. Und wir verabschieden uns heute von dir mit einem letzten Gedanken. Einem Gedanken, der alles, was wir heute aus den Schriften von Bertha Dude gelernt haben, auf einen Punkt bringt. Und vielleicht deine Perspektive auf spirituelle Autorität für immer verändert. Ich bin gespannt. Wenn Gott seine Warenvertreter auf Erden ausschließlich nach ihrer gelebten Liebe und ihrer geistigen Reife erwählt, Eigenschaften, die für das bloße menschliche Auge oft unsichtbar sind und auf keinem Theologischen Diplom der Welt stehen, könnte es dann sein, dass die spirituell mächtigste und von Gott am meisten autorisierte Person in deiner gesamten Gemeinde gar nicht diejenige ist, die vorne im prächtigen Gewand am Altar steht. Ein gewaltiger Gedankte. Sondern vielleicht die völlig unscheinbare, stille Person in der allerletzten Bankreihe. Die Abseits aller Scheinwerfer ein Leben der vollkommenden Hingabe, der Bamherzigkeit und der unerschütterlichen Liebe führt. Möge dieser Gedanke in dir nachklingen und deinen eigenen Weg erhellen. Wir danken dir für deine Zeit, deine innere Ruhe und deine Offenheit bei unserer heutigen Betrachtung der Quellen. Geh in Frieden, suche die Liebe in allem, was zu tust und bleibt stets im ehrlichen Inneren Gespräch. Bis zu unserer nächsten gemeinsamen Einkir.

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