Lass Jesus dein Arzt sein

der wahre Weg zur Heilung für Körper und Seele

S2E08 – Die größte Täuschung über Gott? Was Jesus wirklich offenbart

04.08.2026 25 min

Zusammenfassung & Show Notes

Hat Jesus uns ein anderes Bild von Gott vermittelt, als viele Christen heute kennen?
In dieser Episode von „Lass Jesus dein Arzt sein – Der wahre Weg zur Heilung für Leib und Seele“ gehen wir einer der tiefsten Fragen des christlichen Glaubens nach und untersuchen, wie diese Täuschung über Gott dein Gebet abschwächen oder gar wirkungslos machen kann.

Ausgehend von den Kundgaben Bertha Duddes betrachten wir die Lehre von der Dreieinigkeit aus einer ungewohnten Perspektive. Die Episode möchte keine religiöse Auseinandersetzung führen, sondern lädt dazu ein, über das Wesen Gottes, die Bedeutung Jesu Christi und die Einheit göttlicher Liebe neu nachzudenken.

Du erfährst unter anderem:
• warum das Gottesbild unser geistliches Leben stärker prägt, als vielen bewusst ist,
• weshalb die Beziehung zu Jesus untrennbar mit dem Verständnis Gottes verbunden ist,
• wie die Menschwerdung Jesu in den Kundgaben erklärt wird,
• warum Liebe als das eigentliche Wesen Gottes beschrieben wird,
• und welche Folgen ein verzerrtes Gottesbild für Vertrauen, Gebet und geistliches Wachstum haben kann.

Diese Episode möchte nicht verurteilen, sondern zum persönlichen Nachdenken anregen. Denn wer Gott tiefer erkennt, wird auch das Gebet, den Glauben und die Nachfolge Jesu mit neuen Augen sehen.

🙏 Wenn dir diese Episode geholfen hat, freue ich mich über ein Abonnement, einen Kommentar und das Teilen mit Menschen, die nach einem tieferen Verständnis des christlichen Glaubens suchen.

Serie: Lass Jesus dein Arzt sein – Der wahre Weg zur Heilung für Leib und Seele
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Kapitelstruktur

00:00 Kann man Gott überhaupt verstehen?
01:40 Warum diese Frage unser Gebet verändert
04:20 Die Dreieinigkeit aus Sicht der Kundgaben
08:30 Jesus Christus und die Menschwerdung Gottes
13:10 Warum Liebe das Wesen Gottes ist
17:20 Wie ein falsches Gottesbild unseren Glauben beeinflusst
20:40 Was bedeutet Gottes Einheit für unser Gebet?
23:20 Die entscheidende Frage an jeden von uns

📖 Staffel 2 – Die großen Fragen des Glaubens
In dieser Staffel gehen wir Schritt für Schritt den grundlegenden Fragen des christlichen Glaubens nach: dem Ursprung des Bösen, dem freien Willen, der Schöpfung, der geistigen Welt und dem Heilsplan Gottes und wir machen auf Irrtümer aufmerksam, die lt. den Quellen , im Verlauf der Zeit Eingang in die christliche Lehre gefunden haben.


Transkript

Ob du nach Heilung geistigem Wachstum oder einer tieferen Beziehung zu Gott suchst, lasse Jesus dein Arzt sein, bietet stille Reflexionen und praktische Inspiration, um dich auf deinem Weg mit Glaubehoffnung und Liebe zu begleiten. Lasst uns beginnen. Stellt ihr einmal vor, du stehst an einem ganz weiten Strand. Und direkt vor dir, da liegt dieser unendliche Ozean. Ein schönes Bild. Ja. Und nun stell dir vor, du versuchst dieses gesamte, unermessliche Meer, also mit all seiner Kraft, in drei kleine Wasserglese abzufüllen. Okay, das wird schwierig. Genau. Weil du glaubst nur so, kannst du die Gezeiten, die Tiefe und diese unfassbare Masse des Wassers wirklich greifen und verstehen. Mhm. Klingt völlig absurd, oder? Aber, und das ist das spannende, wenn wir den Quellen glauben, in die wir heute eintauchen, dann ist das exakt das, was die Menschheit seit gut 2000 Jahren mit dem Konzept von Gott versucht. Ja. Das ist eine starke Ansage, direkt zu Beginn. Absolut. Und damit willkommen zu unserer heutigen tiefgehenden Analyse. Wir betreten heute einen wirklich philosophisches und Theologisches Terein, das sehr radikale Fragen stellt. Genau. Und wir sollten direkt sagen, worum es da als Quelle geht. Richtig. Es geht um eine Sammlung von Schriften, die Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden sind, so zwischen 1938 und 58, die sogenannten Kundgaben an Bertha Dudde. Mhm. Und unsere Mission für diese heutige Betrachtung ist es eine der zentralsten, aber vielleicht auch, ja, am meisten diskutierten Säulen der christlichen Theologie zu untersuchen. Nämlich die Lehre der Drei Persönlichkeit Gottes. Genau. Die Trinität. Wir wollen uns ganz in Ruhe anschauen, wie diese spezifischen Texte dieses Jahrhunderte alte Konzept völlig auf den Kopf stellen. Und da möchte ich an diesem Punkt direkt mal eine ganz wichtige Leitplanker für unsere Unterhaltung heute einziehen. Sehr gern. Wir sind heute nicht hier, um also irgendeine Theologische Debatte zu gewinnen oder zu bewerten, wer in der Religionsgeschichte jetzt recht oder unrecht hat. Nein. Unsere einzige Aufgabe ist es eigentlich, die innere Logik, die geistige Tiefe und diese sehr spezifische Weltanschauung dieser Originaltexte greifbar zu machen. Mhm. Wir wollen quasi das Fundament betrachten, auf dem diese Schriften die traditionellen Vorstellungen von Gott, von Jesus und vom Glauben an sich neu definieren. Also ein unvereingenommenes Verstehen einer Perspektive sozusagen. Exakt, wir schauen uns die Architektur dieses Gedankengebäudes an, ohne dass wir gleich selbst einziehen müssen. Das ist ein guter Ansatz. Und warum dieses Gedankengebäude für dich, der uns gerade zuhört, vielleicht so unglaublich relevant sein kann. Mhm. Weil diese Texte eine Forderung stellen, die man in spirituellen Schriften in dieser Schärfe eigentlich selten findet. Ja, das stimmt allerdings. Sie verlangen nämlich keinen blinden Gehorsam. Im Gegenteil, sie lehnen diesen blinden, unreflektierten Glauben rigoros ab. Sie fordern dich expliziter zu auf, deinen eigenen, ja, deinen kritischen Verschanz zu nutzen. Genau. Aber lass uns direkt mal in das Zentrum dieses Ozeanspringen, den wir vorhin erwähnt haben. Sehr gern. Wenn man diese Texte liest, stößt man sofort auf eine massive Kritik. Mhm. Die traditionelle Vorstellung eines drei persönlichen Gottes wird dort wörtlich, also wirklich wörtlich, als Erleere bezeichnet. Ja, sogar als ein Produkt geistiger Finsternis, ne? Genau. Das ist ja ein massiver Frontalangriff auf ein Kerndokma. Bevor wir jetzt klären, was sie stattdessen vorschlagen, was genau ist, das philosophische Grundproblem, das diese Texte in der traditionellen Lehre sehen. Also das Grundproblem liegt in der Natur des menschlichen Verstandes und vor allem in seiner Begrenzung. Mhm. Okay. Wie meinst du das? Ein evolutionär und psychologisches, sehr tief verankertes Bedürfnis, die Welt um uns herum zu kategorisieren. Mhm. Wir brauchen Schubladen. Genau. Wir wollen den Dingen eine Form geben, um sie greifen, berechnen und am Ende auch kontrollieren zu können. Ja. Das Formlose unbekannte, das macht uns einfach Angst. Wenn wir nun aber Begriffe wie Person oder Wesenheit verwenden, dann associiert unser Verstand damit unweigerlich eine Begrenzung. Eine Person fängt irgendwo an und hört irgendwo auf. Sie hat eine Kontur, einen Standpunkt. Richtig. Sie hat eine Form und die Texte argumentieren nun, wenn Gott wahrhaftig unendlich ist, allgegenwärtig und absolut grenzenlos. Ja. Dann ist der Versuch, ihn in eine feste Form zu pressen, also geschweige denn in drei voneinander getrennte Personen nicht nur ein Fehler. Es zerstört die Wahrheit des unendlichen völlig. Ah, okay, das greift genau dieses Bild mit den Wassergläsern vom Anfang auf. Absolut ja. Wenn ich das Wasser in die Gläsergiese habe ich zwar Wasser, das ich ansehen und anfassen kann, aber das eigentliche Wesen des Ozeans, also seine ständige Bewegung, seine Unteilbarkeit, seine schiere Masse, das ist komplett verschwunden. Genau. Ich starre auf die Gläser und denke, ah, das ist das mehr, aber das ist es eben nicht. Es ist eine reduzierte, isolierte Version davon. Das ist eine exzellente Analogie, die schriften nennen diese traditionelle Personifizierung, nämlich wirklich ein Zerbild der ewigen Gottheit. Ein Zerbild, krass. Ich habe da mal eine Passage aus den Originaltexten mitgebracht, die diese Stimmung sehr schön einfängt. Lass uns da mal in Ruhe reinhören. Oh ja, ließ das mal vor. Das heißt es, die Lehre vom drei persönlichen Gott ist unernehmbar für jeden denkenden Menschen, Gott sich als Wesenheit vorzustellen, ist für den Menschen schon nicht möglich, denn eine Wesenheit ist für ihn der Begriff einer festen Form. Okay. Eine Lehre aufzustellen von einer drei persönlichen Gottheit, ist nur dazu angetan, dass göttlich Wesenhafte abzuschwächen und durch menschlich begrenzte Vorstellung ein Zerbild zu schaffen von der ewigen Gottheit. Wow, lass das mal kurz wirken, das ist schon, das ist sehr eindeutig formuliert. Sehr klar. Ja. Es wirft uns im Runde vor, dass diese drei Einigkeitslehre nicht aus einer tiefen, geistigen Offenbarung herausentstanden ist, sondern aus der Unfähigkeit des menschlichen Geistes, die Formlosigkeit auszuhalten. Richtig. Wir suchen halt Sicherheit in der Begrenzung. Aber Gott, so argumentieren die Schriften ja, ist reiner Geist. Und geistiges kann eben nicht Formhaft erfasst werden. Genau. Wenn man Gott zu drei Personen macht, schwächt man das göttliche ab. Man macht es klein sozusagen, um es nicht fürchten zu müssen. Das verstehe ich auf einer intellektuellen Ebene, aber. Mhm. Das bringt uns jetzt zu einer massiven, praktischen Frage. Okay, schießlos. Vielleicht hast du, der uns gerade zuhört, dir diese Frage auch schon mal gestellt. Wenn wir sagen, die Vorstellung von drei Personen ist ein Zerbild. Was machen wir dann mit den Begriffen? Du meinst Vater, Sohn und Heiligergeist. Ja, genau. Die sind ja nicht einfach irgendwelche Randnotizen. Die sind das absolute Fundament, das gesamten christlichen Glaubens. Die Texte werfen, diese Begriffe doch sicher nicht einfach in den Papierkorb, oder? Nein, überhaupt nicht. Sie entwurzeln die Begriffe nicht, sie deuten sie völlig neu. Okay. Wie das? Oder aus Sicht der Texte gesagt, sie führen diese Begriffe auf ihren wahren, energetischen Ursprung zurück. Mhm. Die Dreieinigkeit beschreibt laut diesen Quellen eben gerade keine drei voneinander getrennten Akteure, die da im Himmel nebeneinander auf Wolken sitzen. Ja, das klassische Bild. Genau. Sie beschreibt die drei essenziellen, völlig untrennbaren Eigenschaften. Und eines einzigen, unteilbaren Gottes. Und diese Eigenschaften sind? Liebe, Weißheit und Kraft. Okay, Liebe, Weißheit, Kraft. Ich lese dir hier zu auch mal eine längere Originalpassage vor, weil die das wunderschön aufbaut. Ja, bitte. Wir haben die Zeit, lass uns da ganz bedächtig rein gehen. Also, der Text sagt, die ewige Gottheit ist Liebe, Weißheit und Kraft. Mhm. Die Liebe ist der Erzeuger, alles dessen, was ist. Sie ist der Vater des Alles. Okay. Was aus der Liebe hervorgegangen ist, verrät seine Weißheit und also ist, was aus dem Vater ist, sein Sohn. Mhm. Und Gottes Wille, seine Kraft, die alles entstehen ließ, das ist sein Geist. Mama, wenn der Vater die Liebe ist und der Sohn die Weißheit, ja, dann ist das ja eigentlich eine Sequenz. Wie meinst du das? Es ist kein statisches Beziehungsgeflecht, sondern ein logischer Prozess. Das heißt, die Liebe bringt einen Gedanken hervor und dieser Gedanke drückt sich als Weißheit aus. Exakt. Und dann braucht es die Kraft, den Willen um das umzusetzen. Hab ich das richtig zusammengebaut? Du hast den Kernmechanismus absolut exakt beschrieben. Die Quellenbetonen genau diese, diese zwingende Logik am Anfang von allem steht die Liebe? Das Urfeuer sozusagen? Genau. Das erschaffende Prinzip. Der absolute Antrieb, weil sie der Ursprung von allem ist, wird sie eben der Vater genannt? Versteh. Aber Liebe allein, also völlig ohne Richtung, wäre ja nur ein diffuses Gefühl, ein reiner Impuls. Ja, das wär formlos. Deshalb strukturiert sich diese Liebe, sie bringt einen Gedanken, einen vollkommenen Plan hervor. Und das, was aus der Liebe geboren wird, ihr Ausdruck, das ist die Weißheit. Das ist der Sohn. Weißt du, um das mal in ein weltliches Bild zu übersetzen, es ist so ähnlich wie bei einem Architekten, der ein Haus bauen will. Okay. Zuerst ist er dieser tiefe Wunsch, die Liebe zu einem Zuhause, der Antrieb einen Schutzraum für seine Familie zu schaffen. Ja. Das ist der Vater. Der Ursprung. Aber dieser Wunsch allein baut noch keine Wände. Der Architekt muss sich hinsetzen und einen brillanten durchdachten Bauplan zeichnen. Richtig. Das ist die Weißheit der Sohn, der aus dem Wunsch geboren wurde. Genau. Ein sehr schönes Bild. So den Wunsch und den perfekten Bauplan. Aber das Haus steht immer noch nicht, der Plan liegt nur auf dem Papier. Ah, okay. Um die Weißheit, die ja aus der Liebe geboren wurde, nun in die materielle Realität umzusetzen, bedarf es einer wirkenden Energie, eines Ausführenden. Und das ist die Kraft. Das ist der Wille, die unendliche Tatkraft, die alles durchströmt und den Plan Wirklichkeit werden lässt. Das ist der heilige Geist. Wahnsinn. Liebe plant durch die Weißheit und handelt durch die Kraft. Ganz genau. Das ist ein völlig geschlossener System. Es ist eine untrennbare Triade, wahre göttliche Liebe ohne Weißheit, die wäre blind, Weißheit ohne Liebe wäre berechnend und kalt und beide zusammen ohne die Kraft des Willens blieben absolut wirkungslos. Sie bedingen einander in jedem einzelnen Bruchteil einer Sekunde. Das heißt, da sitzen keine drei Instanzen in einem himmlischen Konferenzraum und stimmen sich ab. Nein, es ist ein einziges Wesen, dessen absolut vollkommen in Natur genau aus dieser fließenden Einheit besteht. Okay, das leuchtet mir jetzt wirklich ein, es ist ein sehr reines, ungeteiltes Gottesbild. Ja, sehr harmonisch. Aber hier muss ich jetzt wirklich mal kritisch einhaken. Gerne. Weil das klingt alles wahnsinnig philosophisch und abstrakt, wenn Gott reiner formloser geist ist, unendliche Liebe, Weißheit und Kraft. Was machen wir dann mit Jesus? Ah, der Elefante im Raum. Ja, exakt. Er war doch unbestreitbar ein Mensch aus Fleisch und Blut. Er hatte eine ganz klare Form. Er hatte in der Wüste geschwitzt, er hat gegessen, er hat mit den Menschen geredet. Wie der spricht sich der Text hier nicht fundamental selbst? Inwiefern? Na ja, wenn er die Form werde, um Gottes einerseits als Zerbild ablehnt. Aber Christus andererseits absolut ins Zentrum stellt. Wie löst der Text das auf? Das ist der Moment, an dem die meisten traditionellen Erklärungen völlig in Straucheln geraten. Aber die Schriften von Bertha Dudde liefern hier eine hochinteressante, sehr mechanische Erklärung. Okay, ich bin gespannt. Der Fehler der traditionellen Lehre, so sagen die Texte, ist die Annahme, Jesus sei eine präexistente zweite Person der Gottheit gewesen, die sich dann plötzlich einfach einen menschlichen Körper übergezogen hat, wie so ein Mantel. Ja, so wird es ja oft gelehrt. Das wird hier vehement, verneint. Was war er dann? Also wenn nicht die zweite Person der Gottheit? Die Schriften beschreiben Jesus ursprünglich als einen urgeschaffenden Engelsgeist, eine sogenannte Seele des Lichtes. Eine Seele des Lichtes, okay. Diese Seele war ein eigenständiges Geschöpf, aber sie war Gott in einer so unfassbaren, tiefen Liebe verbunden, dass sie freiwillig an Boze Erde herabzusteiden. Die Mission war es, für die Gefallenen von der göttlichen Frequenz getrennten Menschen eine Brücke zurückzubauen. Das heißt, wir sprechen hier von einem Wesen, dass sich aus freien Stücken, aus purer Empathie, für diese Mission entscheidet. Exakt. Also schrumpft sich Gott nicht durch einen magischen Trick in einen menschlichen Körper. Richtig. Der Vorgang, der in der Theologie als Menschwertung Gottes bezeichnet wird, ist laut diesen Texten kein physikalischer Zaubertrick. Sondern? Es ist ein extremer, spiritueller Prozess der sogenannten Vergöttlichung. Wir müssen uns das mechanisch vorstellen. Okay. Die menschliche Hülle, also der Körper von Jesus, war ganz normal menschlich mit all seinen Begrenzungen. Ja. Aber weil diese Seele Jesu auf der Erde ein Leben in einer der advolkommenden, bedingungslosen Liebe führte, formte sie ihre eigene menschliche Natur um. Okay, das ist tief. Durch dieses reine Liebeleben wurde jede menschliche Schwäche, jedes Ego, jeder Eigenwille komplett aufgelöst. Lasst mich schauen, ob ich das richtig verstehe. Um bei unserem Wasseranalogen zu bleiben. Gerne. Es ist nicht so, als hätte man versucht, den ganzen Ozean in das Glas zu pressen und das Glas ist unter dem Druck geplatzt. Mhm. Vielmehr hat Jesus das Glas, also seine menschliche Natur, durch sein Handeln so extrem gereinigt, so durchlässig und transparent gemacht, dass das Glas selbst gar kein Widerstand mehr boot. Ja. Das Glas, das Ozean konnte ungehindert hindurchströmen, weil das Gefäß exakt die gleiche Frequenz hatte, wie das Wasser selbst. Das ist eine brillante Übersetzung des Konzepts, wirklich. Die Texte sagen es ziemlich genauso, ich habe hier noch ein kurzes Zitat. Die Menschwährung Gottes in Jesus kann nicht anders erklärt werden, als dass ich die ewige Gottheit, die Liebe in dem Menschen Jesus manifestierte. Mhm. Also, verdah durch die Vergöttlichung statt, dass alles an dem Menschen Jesus zur Liebe wurde und also wurde Jesus Gott. Alles an ihm wurde zur Liebe. Genau, die Schriften betonen immer wieder, dass Gott die Liebe selbst ist, wenn also ein Mensch in diesem Fall Jesus seinen Willen völlig aufgibt und 100% dich zur reinen Liebe wird, dann entsteht eine Resonanz. Es gibt dann keine Trennung mehr zwischen dem Willen Jesus und dem Willen Gottes. Wow. Die menschliche Form wurde durch diese extreme Liebe komplett vergeistigt, der Geist Gottes und der Geist des Menschen Jesus verschmolzen zu einer absoluten Einheit. Das ist ein enormer Perspektivwechsel, wenn man das mal wirklich durchdenkt. Absolut. Das bedeutet ja, Jesus ist nicht Gott, weil er irgendwie mit einem göttlichen DNA-Stempel geboren wurde. Sondern er wurde Gott, weil er durch sein vollkommenes Leben so transparent für die ewige Liebe wurde, dass am Ende nur noch Gott durch ihn hindurchschien. Exakt so ist es gemeint. Die Form war menschlich, aber der Inhalt war reiner Ozean. Für den Betrachter von außen gab es am Ende keine zwei Wesen mehr. Wenn du in Jesus Christus die vollkommende Liebe, diese unfassbare Weisheit seiner Worte und die Kraft seiner Wunder gesehen hast, dann hast du direkt Gott gesehen. Die Menschheit, die ja das Formlose vorher nicht begreifen und nicht aushalten konnte. Die Leute brauchten was zum Festhalten. Genau. Und die bekamen durch Jesus einen, wie es heißt, schaubaren Gott. Ein Vorbild, indem sich Liebe, Weisheit und Kraft in einer wahrnehmbaren Form manifestierten. Und das, ohne dass Gott in seiner Unendigkeit jemals darauf meduziert wurde. Es war wirklich die perfekte Durchlässigkeit. Ja, das fast ist perfekt zusammen. Okay. Das ist alles faszinierend und unglaublich komplex. Aber wir müssen das Ganze jetzt mal auf den Boden der Tatsachen holen. Gerne. Lass uns den Blick auf dich richten, den Zuhörer. Vielleicht fragst du dich jetzt, warum betrifft mich das überhaupt? Ist das nicht letztlich nur Theologische Wortklauberei für Akademiker? Die Frage ist absolut berechtigt. Ob Gott nun drei distinctive Personen ist oder ein kosmisches Prinzip aus Liebe, Weisheit und Kraft. Warum ist das für dein eigenes, ganz praktisches, geistiges Leben von Bedeutung? Zum Beispiel, wenn du morgens auffachst oder in einer Krise steckst. Es ist von absoluter, fundamentaler Bedeutung. Und zwar deshalb, weil das Gottesbild, das wir in unseren tiefsten Inneren tragen, direkt unser Handeln formt. Okay, wie genau. Es bestimmt, wie wir über die Welt denken und vor allem, wie wir mit dem göttlichen in Kontakt treten. Die Schriften von Dode haben hier eine sehr klare Botschaft. Sie waren mit tiefstem Nachdruck vor der Gefahr des blinden Glaubens. Gott hat uns den Intellekt, die Logik, nicht als Steuperstein gegeben. Sondern als Werkzeug. Das ist ein interessanter Punkt. In vielen religiösen Traditionen wird der Verstand eher als Feind des Glaubens betrachtet. Oh ja. Wenn man etwas nicht versteht, heißt es oft, du musst es eben einfach glauben. Stell keine Fragen. Genau davor waren in diese Texte explizit. Ein Glaube der unlogisch ist, der den denkenden Menschen zwingt, sein eigenes Nachdenken quasi gewaltsam zu stoppen. Etwa, wenn das Konzept von drei Personen, die gleichzeitig nur ein Gott sein sollen, paradox erscheint, so was wird als toxisch für die Seele beschrieben. Toxisch. Krass. Ja. Wenn man gezwungen wird, einen Widerspruch als höchste Wahrheit zu akzeptieren, entfremdet das den Menschen von Gott. Es macht Gott unbegreiflich, unberechenbar und vor allem fern. Ja. Das ergibt es in. Warrer Glaube soll kein Gehorsamsakt sein, sondern eine tiefe innere Überzeugung. Es muss im Herzen und dem Geist klick machen. Das heißt, wenn ich in eine Kirche sitze und spüre, dass eine Lehre keinen Sinn ergibt und ich mir dann einrede, ich bin wohl einfach nicht fromm genug. Ich schalte jetzt meinen Kopf aus und schlucke das. Dann ist das genau der Zustand, den diese Schriften als schädlich ansehen. Exakt. Die Texte verlangen ein aktives Nachdenken. Nur wenn du eine Lehre mit deinem ganzen Verstand durchdringen und als logisch und liebevoll erkennen kannst, kannst du auch ein echtes Verhältnis zu deinem Schöpfer aufbauen. Wow. Das ist befreiend. Und das hat extremen, praktische Auswirkungen auf das, was viele Menschen täglich tun. Nämlich das Gebet. Ah, da müssen wir tiefer reingehen. Wie genau wirkt sich denn diese falsche oder richtige Vorstellung von der Dreieinigkeit auf die Mechanik eines Gebetes aus? Stell dir vor, ein Mensch stellt sich beim Beten drei verschiedene Personen vor. Okay. Er betet vielleicht zum Vater, um Vergebung zu bitten. Dann richtet er sich an Jesus, weil er Beistand in einer Notlage braucht. Und schließlich bittet er den heiligen Geist um Erleuchtung für eine wichtige Entscheidung. Was passiert da auf energetischer Ebene? Er spaltet sein eigenes Bewusstsein. Er richtet seine geistige Energie, sein Fokus auf drei verschiedene Adressaten. Ah, ich verstehe, das ist so, als würde ich versuchen, drei verschiedene Hände, nur man gleichzeitig anzurufen, um eine einzige dringende Nachricht zu übermitteln. Sehr gutes Bild. Die Verbindung wird schwach, weil die Energie gestreut wird. Die Zielrichtung verschwimmt komplett. Genau. Die wahre Kraft des Gebetes geht durch diese Zersplitterung verloren. Das Tiefe empfinden für den einen allumfassenden Gott, wird durch die Vorstellung von Personen regelrecht sabotiert. Man ist förmlich innerlich zerrissen. Ja, man weiß nicht wohin. Wenn du aber diesen Paradigmenwechsel vollziehst und erkennst, dass Gott eine unteilbare gigantische Einheit aus Liebe, Weißheit und Kraft ist, dann ändert sich alles. Wie sieht dann ein Gebet aus, dass dieser Logik folgt? Die Texte sprechen von der unfassbaren Kraft, die im direkten Anruf liegt. Okay. Wenn du verinnerlicht hast, dass Jesus die perfekte Manifestation dieser Einheit war, dann rufst du nicht mehr drei Instanzen an. Du richtest dich hochgradig fokussiert aus der tiefsten Mitte deines Herzens an diese eine ungeteilte Fülle. Mhm. Du sprichst die reine Liebe an, bitte es darum, dass sie durch höchste Weißheit gelängt wird und mit unendlicher Kraft in dein Leben wirken soll. Dadurch entsteht eine unglaubliche Zentrierung des eigenen Geistes. Genau. Die Trennung fällt weg und der Kanal wird frei. Das ist ein wirklich kraftvolles Bild. Man richtet den Leserstrahl des eigenen Bewusstseins auf einen einzigen Punkt, statt wie eine Schrotflinte irgendwie in den Himmel zu feuern. So zu sagen, ja? Lasst uns an dieser Stelle noch mal einen Schritt zurücktreten und diese enormen Konzepte noch einmal in Ruhe zusammenführen. Sehr gern. Das ist wichtig. Wir haben gesehen, wie diese tiefgründigen Texte den Versuchunternehmen etwas zu korrigieren, dass durch das menschliche Bedürfnis nach Kontrolle über die Jahrhunderte extrem verkompliziert wurde. Mhm. Die Kernausage ist ja eigentlich von einer bestechenden Schlichtheit. Absolut. Gott lässt sich nicht in drei Gläser abfüllen. Gott ist keine Personengruppe. Gott ist die absolute, unteilbare, vollkommene und fließende Einheit aus erschaffen der Liebe, planen der Weißheit und wirken der Kraft. Ja. Diese unendliche Fülle hat sich aus purer Empathie für uns Menschen in Jesus Christus sichtbar und kreifbar gemacht. Es ist im Grunde ein Ruf zurück zur Einfachheit. Aber und das ist der entscheidende Unterschied zu einer Einfachheit, die eben nicht aus dem blinden Verzicht auf eigenes Denken resultiert. Sondern eine Einfachheit, die erst durch die Tiefe logische und geistige durch dringende Wahrheit entsteht. Und genau an diesem Punkt, am Ende unserer gemeinsamen Analyse, möchte ich dir, der uns jetzt zugehört hat, noch einen Gedanken mit den Tag geben. Mhm. Wir haben vorhin sehr detailliert über die Mechanik der Menschwertung gesprochen, darüber, dass Jesus durch vollkommene Liebe regelrecht vergöttlicht wurde. Er hat das Glas gereinigt, wie du sagtest? Genau. Er hat durch ein markelos reines Leben der Hingabe den Abstand zwischen sich und Gott komplett aufgelöst, bis die Liebe ungehindert durch ihn hindurch strömen konnte. Ja. Wenn nun aber die wahre Natur Gottes nichts anderes ist als reine Liebe, Weissheit und Kraft. Und wer laut diesen Schriften dazu aufgerufen sind, uns durch unser eigenes Denken und Handeln dieser Natur wieder anzugleichen. Mhm. Was passiert dann eigentlich mit uns? Wenn Jesus durch vollkommene Liebe vergöttlicht wurde, ist dann nicht jede wahre, tiefe, völlig selbstlose Tat von dir, bereits der allererste Schritt, um deine eigene menschliche Begrenzung aufzulösen? Das ist eine gewaltige Frage. Ist nicht jeder echte Akt von Liebe in deinem Alltag genau der Moment, indem du aufhörst, das kleine Wasserglas zu sein und stattdessen beginnst wieder eins zu werden, mit dem unendlichen Ozean, der das ganze Universum zusammenhält? Ein wunderschöner Gedanke. Das ist definitiv etwas, worüber man in aller Ruhe nachdenken kann. Wir danken dir für deine Zeit und dafür, dass du heute deinen Verstand und deine Aufmerksamkeit mit uns geteilt hast. Pass auf dich auf.

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