Lass Jesus dein Arzt sein

der wahre Weg zur Heilung für Körper und Seele

S1E04 – Die Kraft des Glaubens

– Wenn Vertrauen Heilung bringt

29.12.2025 25 min

Zusammenfassung & Show Notes


Die Kraft des Glaubens – Wenn Vertrauen Heilung bringt

Glaube ist mehr als ein Gedanke.
 Er ist ein inneres Wissen, dass Gott wirkt – auch dann, wenn wir es noch nicht sehen können.

Diese Episode lädt ein, Vertrauen neu zu lernen und den eigenen Willen in Gottes Hände zu legen.

In dieser Episode

  • Glaube als Kanal göttlicher Heilung

  • Bertha Dudde über die Kraft des Vertrauens

  • Impulse von Bruno Gröning, Derek Prince, Thomas von Kempen

  • Eine stille Übung, um Vertrauen praktisch zu leben

Jetzt hören
Lass Vertrauen zur Quelle deiner Heilung werden.

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S1E04 – Die Kraft des Glaubens
Wenn Vertrauen Heilung ermöglicht

In dieser Episode geht es um die Kraft des Glaubens – um jenes stille Vertrauen, das den inneren Raum öffnet, in dem Heilung geschehen kann.
Glaube ist mehr als ein Gedanke oder eine Hoffnung. Er ist ein inneres Wissen, dass Gott wirkt, auch wenn wir den Weg noch nicht sehen.

Wo Vertrauen an die Stelle von Angst tritt, kann sich der göttliche Heilstrom entfalten.
 Glaube bedeutet, loszulassen und sich führen zu lassen – nicht aus Passivität, sondern aus Hingabe.

Wenn wir aufhören, innerlich zu kämpfen, und unser Herz öffnen, beginnt Heilung oft leise, aber tief.
 Der Glaube wird zum Kanal, durch den neue Kraft, Frieden und Ordnung in unser Leben fließen.

In dieser Episode:

  • Glaube als inneres Vertrauen statt bloßer Überzeugung

  • Wie Vertrauen den Heilstrom Gottes öffnet

  • Loslassen von Kontrolle und innerem Widerstand

  • Glaube als Verbindung zwischen Himmel und Alltag

  • Eine geführte Übung zur Vertiefung des Vertrauens

🕊️ Eine Einladung, sich tragen zu lassen – und der heilenden Kraft des Glaubens Raum zu geben.

Transkript

Ob du nach Heilung geistigem Wachstum oder einer tieferen Beziehung zu Gott suchst, lass Jesus dein Arzt sein. Bietet stille Reflexionen und praktische Inspiration, um dich auf deinem Weg mit Glaubehoffnung und Liebe zu begleiten. Lasst uns beginnen. Stell dir mal vor, du stehst vor einer massiven Wand. Also wirklich einer komplett unüberwindbare Wand. Keine medizinische Diagnose bietet dir mehr Hoffnung, kein finanzieller Ausweg ist irgendwie in Sicht. Es gibt einfach keine logische rationale Lösung mehr. Der absolute Nullpunkt sozusagen. Genau, der Nullpunkt. Und was wenn genau dieser Moment der absoluten Ausweglosigkeit, also der Moment, in dem du eigentlich nur noch aufgeben willst, was, wenn das laut jahrhunderte, alter, mystischer Texte, der exakte Moment ist, in dem Heilung überhaupt erst beginnen kann. Das ist ein unfassbar faszinierender Gedanke. Vor allem, weil wir ja heute, also in unserer modernen Welt, meistens ganz andere, sehr greifbare Bilder von Heilung im Kopf haben. Ja, total, wir denken da an Medikamente, an Therapien oder konkrete Strategien. Richtig, es ist für uns ein reinfühsischer, ein messbarer Prozess. Du hast ein Problem, du wendest eine Lösung an. Und dann hofft man, dass die Biologie oder halt die Logik den Rest irgendwie erledigt. Genau so. Das ist unser modernes Paradigma. Es ist greifbar und es gibt uns dieses dringend benötigte Gefühl von Kontrolle. Gerade in Situationen, in denen wir uns zutiefst verletzlich fühlen, wollen wir das Steuer in der Hand behalten. Wenn wir mir das abgeben müssen, entsteht sofort Panik. Und genau da setzen wir heute an. Wir tauchen heute in eine Sammlung von Texten ein, die dieses Paradigma, also diesen Kontrollzwang, komplett auf den Kopf stellen. Wir haben hier Notizen und Schriften von Mystikern und spirituellen Lehrern. Bertha Dudde, Bruno Gröning, Derek Prince. Genau und Thomas von Campen und Lisa Picaretta sind auch dabei. Das sind alles Menschen, die sich wahnsinnig intensiv mit dem befasst haben, was sie als die absolute Kraft des Glaubens bezeichnen. Wobei wir hier echt aufpassen müssen. Wenn du uns heute zuhörst, wir betrachten diesen Glauben hier nicht einfach als so ein wahiges, warmes Wohlfühlgefühl. Nee, absolut nicht. Wir schauen uns das auch nicht als irgendeine theologische Debatte an, sondern fast schon, na ja, wie eine Art Handbuch. Ja, ein Handbuch für geistige Physik könnte man fast sagen. Die Texte beschreiben den Glauben, nämlich als eine mechanische, hochwirksame Kraft. Und das ist unsere Mission vor heute. Wir wollen verstehen, wie genau dieser Mechanismus, der in den Texten oft als Heilstrom bezeichnet wird, wieder eigentlich funktioniert. Und warum ausgerechnet die völlige Kapitulationen da der Schlüssel sein soll? Okay, also um das Konzept überhaupt greifen zu können, müssen wir zuerst mal definieren, was mit dem Begriff Glauben in diesem spezifischen Kontext überhaupt gemeint ist. Weil es eben nicht einfach nur hoffen ist. Exakt. Wir müssen uns wirklich von der Idee verabschieden, dass Glauben gleich bedeutend mit Hoffnung ist. Hoffnung ist ja immer irgendwie in die Zukunft gerichtet. Hoffnung sagt, na ja, vielleicht wird es morgen besser. Mhm, ich hoffe, dass das Wetter morgen schön wird. Genau. In den vorliegenden Quellen wird Glauber aber völlig anders definiert. Derek Prince zum Beispiel beschreibt Glauben als eine tatsächliche, geistige Substanz. Geistige Substanz, okay. Ja, es ist ein gegenwärtiger Zustand. Es ist das tiefe innere Wissen, das eine Realität bereits existiert. Auch wenn deine physischen Sinne sie jetzt in dem Moment noch gar nicht erfassen können. Da muss ich jetzt aber mal kurz einhaken. Klar. Das klingt für den modernen Verstand erst mal nach Puhremwunsch denken. Prince sagt, er in unseren Notizen Glauben sei die Brücke zwischen dem unsichtbaren und dem sichtbaren. Mhm. Er sagt, er zieht das, was verheißen ist in die aktuelle Wirklichkeit. Wenn wir uns jetzt mal dieses sehr bekannte Bild aus dem Matthäus-Evangelium anschauen, ich glaube Kapitel 17/20 ist das, wo es heißt, dass ein Glaube, der nur so groß ist, wie ein winziges Senfkorn reicht, um Berge zu versetzen. Ja, ein sehr starkes Bild. Aber wie genau unterscheidet sich das dann von jemandem, der sich einfach nur ganz fest ein neues Auto wünscht und hofft, dass es morgen früh vor der Tür steht? Also wo ist da diese Mechanik von der wir gesprochen haben? Das ist eine super wichtige Unterscheidung. Der Unterschied liegt in der Ausrichtung und der Funktion von diesem Heiltstrom, denn diese Schriften da beschreiben. Dieser Strom ist ja kein magischer Wunsch-Erfüllungsautomat. Kein kosmisches Emesen sozusagen. Genau, kein kosmisches Emesen. Bruno Gröning und auch die anderen Autoren beschreiben das vielmehr wie eine fundamentale physikalische Kraft im Universum. Eine ständige, fließende Energie der absoluten Ordnung und Heilung. Okay, also wie so eine Art Grundspannung im Raum. Ja, stell es dir wirklich wie eine elektrische Spannung vor, die immer vorhanden ist. Wenn du jetzt aber aus reiner Ego-Zentrik heraus etwas vordest, also das neue Auto, dann bleibst du isoliert. Du bist gar nicht an dieses Netz angeschlossen. Ah, verstehe. Fungiert nämlich als der eigentliche Leiter. Erstes Material, das den Stromkreis überhaupt erst schließt. Die Brücke von der Derek Prinz spricht, ist also buchstäblich die Infrastruktur, die du in deinem Geist bauen musst, damit diese übergeordnete Ordnung in deine ganz individuelle, vielleicht gerade völlig chaotische Situation einfließen kann. Okay, wow. Wenn der Glaube also der Leiter ist, das Kabel sozusagen, was ist dann der Zweifel? Oh, Bruno formuliert das in unseren Quillen, bemerkenswertpräzise. Er sagt ganz klar, wer glaubt, verbindet sich. Wer zweifelt, trennt sich. Trennt sich? Ja, zweifel ist in dieser geistigen Physik ein absoluter Isolator. Er kapt die Verbindung sofort. Und das ist wichtig, dass es kein moralisches Versagen, wenn man zweifelt. Sondern eher ein technisches Problem. Richtig. Es ist schlichtweg eine Unterbrechung des Stromkreises. Wenn du zweifelst, verlässt du dich in dem Moment wieder ausschließlich auf deiner eigene, kleine, begrenzte Batterie, anstatt auf das große Netz zu vertrauen. Das ist echt ein starkes Bild. Also, es ist ein Gebet oder dieser Akt des Glaubens nicht einfach ein Brief an den Weihnachtsmann, sondern eher das Verlegen eines Kabels in völliger Dunkelheit. Sehr gut ausgedrückt haben. Man muss davon ausgehen, dass der Strom am anderen Ende wirklich existiert. Und man muss die Wahrheit dieser Verbindung aussprechen, auch wenn man das Licht noch gar nicht brennen sieht. Ganz genau, das ist es. Aber genau hier stoßen wir doch auf ein massive Problem in der Praktis. Wenn ich jetzt in einer Situation stecke, in der wirklich alles um mich herum zusammenbricht, sagen wir eine massive, existenzielle Lebenskrise, dann funkt mein Gehirn noch sofort auf reinem Überlebensmodus. Oh ja, das Alarmsystem geht an. Richtig. Es produziert Angst und Zweifel am Fließband. Das kann ich ja gar nicht abstellen. Wie verhaltig mich denn dann? Und damit berühren wir jetzt den absoluten Kern dieser spirituellen Traditionen. Es ist nämlich genau dieser scheinbare Widerspruch, der am Ende die stärkste Transformation auslöst. Okay. Wenn wir versuchen, den Stromkreis zu schließen, aber gleichzeitig noch panisch versuchen, das Problem selbst mit unseren Händen zu reparieren, dann erzeugen wir eine massive Blockade. Wir müssen uns anschauen, was passiert, wenn all unsere eigenen Lösungsversuche komplett erschöpft sind. Ich möchte an dieser Stelle mal ganz bewusst sehr tief in die Kundgaben von Bertha Duder eintauchen. Oh ja, sehr gerne. Als sie diesen Punkt auf eine Art und Weise formuliert, die man wirklich, also die muss man auf sich wirken lassen. Ich habe hier die Schriftnummer 3660 mit dem Titel Kraft des Glaubens Hilfe in jeder Not. Und sie nutzt eine Sprache, die wirklich gar keine Raum für eigene Interpretationen lässt. Die Worte sind sehr direkt, ja. Absolut. Sie schreibt da, der Glaube ist das Tor, durch das ihr in mein Reich eintretet. Ohne Glauben bleibt ihr außerhalb. Das ist erstmal ein sehr bineres kompromissloses Bild. Bin oder draußen, ja. Genau, aber dann beschreibt sie exakt diese dunkelsten Momente, von denen wir gerade gesprochen haben. Und ich leese es hier jetzt wirklich mal im genauen Wortlaut vor, weil da jedes Wort ein unglaubliches Gewicht hat. Also hör dir das an. Ich lausche. Sie empfängt diese Botschaft? In jeglicher Not durchstdet ihr mich um Hilfe angehen? Wenn gleich euch die Erfüllung eurer Bitte unmöglich dünkt, dann erst werdet ihr die Kraft des Glaubens erkennen. Unmöglich dünkt, ja. Das ist der Punkt. Genau. Und dann geht es weiter, weil auch diese Not behoben wird, durch wunderbare Lenkung in meinem Willen. Was euch unmöglich erscheint, bewältigt meine Macht und meine Liebe. Was euch unmöglich erscheint. Das ist der alles entscheidende Satz hier. Es geht um die reinen menschliche Wahrnehmung der Unmöglichkeit? Ja, und sie geht in dem Text noch weiter. Sie sagt, darum flüchtet mit allen euren Nöten zu mir und ruft mich um Hilfe an. Und ich lasse euch wahrlich nicht vergeblich rufen, wenn tiefer Glaube aus eurem Gebet spricht. Und dann, und das ist der Teil der für mich, beim ersten Desen extrem provokant war, dann folgt der Satz, ich aber weiß, um die Tiefe des Glaubens eines jeden Einzelnen. Und gemäß seinem Glauben gestaltet sich auch sein Lebensschicksal. Das ist hart, ja. Mega hart. Aber moment, wenn wir das jetzt mal kritisch zu Ende denken, Dude sagt er im Grunde, dein Schicksal formt sich nach der Tiefe deines Glaubens. Das klingt doch für jemanden, der gerade massiv leidet, fast nach einem direkten Vorwurf. Freie nach dem Motto, wenn du nicht gehalten wirst, hast du einfach nicht tief genug geglaubt. Exakt. Ist es nicht dieses gefährliche Spiritual bypassing, dass man den Leuten die Schuld für ihr eigenes Leid gibt? Und dazu kommt ja noch dieses extreme Paradoxon. Warum muss eine Situation erst völlig unmöglich sein, damit wir diese Kraft erkennen können? Das klingt ja fast so, als müssten wir sehen, den Auges volle Kante gegen die Wand fahren, bevor überhaupt Hilfe kommt. Das ist ein enorm wichtiger Einwand, den du da bringst. Auf den ersten Blick wirkt dieser Satz über das Lebensschicksal natürlich wie eine massive Schuldzuweisung. Aber wenn wir in der Logik dieser geistigen Physik bleiben, die wir vorhin mit dem Stromkreis definiert haben, dann ist das keine moralische Bestrafung. Sondern? Es ist schlichtweg das einfache Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn du den Schalter nicht umlegst, dann fließt kein Strom. Nicht weil der Strom dich bestrafen will oder böse auf dich ist, sondern weil die Mechanik einfach so funktioniert. Okay, das leuchtet ein. Und was ist mit diesem Paradoxon der Unmöglichkeit? Das ist kein grausames Spiel von oben, sondern eine absolute psychologische Notwendigkeit. Inwiefern, also, warum psychologisch-notwendig? Betrachte mal die menschliche Natur und unser neurobiologisches Überlebenssystem. Unser Gehirn ist darauf programmiert, Probleme zu lösen. Das ist sein Job. Solange wir auch nur den aller, aller kleinsten Funken einer eigenen Lösungsmöglichkeit sehen, klammer sich unser Ego krampfhaft an das Steuer. Ah, ja. Wir vertrauen auf unseren Intellekt. Genau, auf den Intellekt, auf unser Bankkonto, auf unser Netzwerk, auf was auch immer. Wir wollen die Kontrolle unter allen Umständen behalten. Weil Kontrollverlust für das menschliche Gehirn gleich bedeutend mit Lebensgefahr ist. Das stimmt. Ja. Die Unmöglichkeit der Situation von der Dode da spricht, ist daher keine Strafe. Sie ist der notwendige Katalysator, um dieses ständige neurobiologische Klammern endlich zu brechen. Das heißt also, solange ich noch im Bettliege Google und nachts um drei irgendwelche Notfallstrategien entwerfe, bin ich noch gar nicht wirklich durch dieses Tor getreten, von dem sie spricht. Exakt. Du stehst noch davor und versuchst dieses Tor, mit deinen eigenen kleinen Werkzeugen irgendwie aufzubrechen. Erst, wenn die Wand massiv genug ist. Wenn wirklich alles im Außen unmöglich scheint, gibt das menschliche Ego auf. Weil es muss. Weil es nicht mehr anders kann, ja? Erst dann entsteht dieser Moment der echten, unverfälschten Kapitulation. Man öffnet die Hände und gesteht sich ein, okay, ich kann es nicht mehr aus eigener Kraft. Und genau in dieser völlig inneren Lehre, in diesem Aufgeben des eigenen Willens, entsteht überhaupt erst der Raum für diese wunderbare Lenkung von der Dude in der Kundgabe spricht. Wahnsinn. Die Unmöglichkeit zwingt uns also im Grunde aus dem Weg, damit der Haltstrom Platz hat zu wirken. Richtig. Wir räumen uns selbst aus dem Weg. Wenn das Ziel also ist, das eigene Ego zum Schweigen zu bringen und sich komplett aus dem Weg zu räumen, dann stellt sich für mich unweigerlich die Frage, wie sich dieser Zustand im Inneren eigentlich anfühlt. Mhm. Die Erfahrungsebene. Ja, genau. Wir haben jetzt verstanden, warum der Zusammenbruch des eigenen Willens dieser Startpunkt sein kann. Aber so eine permanente Kapitulation klingt für mich wahnsinnig anstrengend. Gibt es in unseren Texten irgendwelche Hinweise darauf, wie sich dieser Glaube in der Praxis anfühlen soll, wenn er einmal, na ja, wenn er einmal fließt? Ja, die gibt es. Und hier verlassen wir jetzt diese eher strengen mechanischen Erklärungen und betreten die Ebene der sehr tiefen persönlichen Mystik. Du, dieser Pickerretter bietet hier eine mit Taffer an, die diesen inneren Zustand der totalen Hingabe wirklich meisterhaft beschreibt. Was sagt sie? Sie schreibt in ihren Offenbarungen. Der wahre Glaube ist das Atmen in meinem göttlichen Willen. Wer glaubt, lebt nicht mehr aus sich selbst, sondern aus mir. Das Atmen im göttlichen Willen, weißt du, diese Sauerstoffanalogie von Pickerretter finde ich einfach brillant. Nicht wahr? Sie ist sehr sanft. Ja, weil sie dieses ganze Verkrampfte, ich muss jetzt ganz, ganz stark Glaubengefühl komplett aushebelt. Überleg mal, Atmen ist ein unbewusstere Flex. Es hält uns am Leben, ohne dass das Ego irgendwie aktiv eingreifen muss. Wenn der Glaube also wieder ein und aus Atmen von so einem geistigen Sauerstoff wird, dann ist es gar kein Kampf mehr. Es ist ein reines Geschehen lassen. Und genau dieses Geschehen lassen, verknüpft sich perfekt mit dem, was Bruno Gröning über das geöffnete Herz lehrt. Ah, okay. Gröning betonte ja immer wieder, dass der Mensch sich gar nicht anstrengen soll, die göttliche Kraft zu empfangen. Er soll sich lediglich entspannen und das Herz öffnen. Je weiter der Widerstand abnimmt, desto stärker strömt das Licht ein. Der Widerstand, das ist dann unser ständiges Zweifeln, oder? Ja, das Zweifeln, unser hartnäckiges, analysierendes Problems, dieses ständige Warum und Wieso. Das alles ist purer Anspannung. Es ist, als würden wir permanent die Luft anhalten und uns dann wundern, warum wir fast ersticken. Krass, ja. Mir drängt sich da gerade das Bild von einem Dirigenten auf. Ein Dirigent. Wie meinst du das? Denk mal an jemanden der versucht, in einem riesigen Orchester jedes einzelne Instrument selbst zu spielen. Er rennt völlig panisch von den Geigen zu den Pauken, rüber zu den Bläsern. Völlig erschöpft und die Musik klingt einfach nur schrecklich. Ein furchtbares Orchester, ja? Richtig. Und Piccareta und Gröning sagen im Grunde, hey, lege den Taktstock einfach mal hin. Setzt dich ins Publikum, lasst das Orchester spielen. Die Musik ist der göttliche Wille und Deine einzige verdammte Aufgabe ist es zuzuhören und zu atmen. Das ist eine fantastische Visualisierung. Genau das ist es. Heilung sowohl körperlich als auch seelisch, geschieht in der Logik dieser Quellen exakt dann, wenn wir diesen Taktstock abgeben. In dem Moment, in dem der Mensch innerlich wirklich aufrichtig sagt, Dein Wille geschehe, löst sich dieser ganze Stau auf. Der Kanal, der durch Panik und Kontrolle völlig verengt war, öffnet sich wieder. Okay, aber genau hier bei diesem echt wunderschönen Bild des loslassenden Dirigenten haben wir doch das massivste Problem für uns moderne Menschen. Inwiefern? Na ja, es ist intellektuell total einfach zu verstehen. Wir sitzen hier, nicken und sagen, ja, klar, ich muss loslassen und atmen. Aber es ist in einer echten Stresssituation, also wenn die Räumungsklager auf dem Tisch liegt oder der Arzt mit sehr ernstermine ins Zimmer kommt, es dann tatsächlich zu tun, das ist doch eine völlig andere Liga. Oh, absolut. Das ist die Meisterklasse. Da greift doch sofort wieder die Biologie. Das Gehirn schlägt Alarm. Wie bringen wir diese abstrakte Müsstik in die knallharte Praxis eines Lebens, das uns ständig Angst macht? Das ist die entscheidende Schwelle. Und die Quellen lassen uns da glücklicherweise nicht ohne Anleitung stehen. Thomas von Campen bringt dieses Dilemma in seinem klassiker Nachfolge Christi zunächst mal sehr schonungslos auf den Punkt. Was schreibt er da? Er schreibt "Vertrauer auf Gott in allen Dingen". Denn wer auf Menschen vertraut, wird schwach. Wer auf Gott vertraut, wird stark. Wo das klingt aber erst mal nach einer teamlichen Abwertung menschlicher Beziehungen, oder? Das wird oft so missverstanden, ja. Aber mit auf Menschenvertrauen meint er in erster Linie das Vertrauen in die rein menschliche Natur und ganz explizit, das Vertrauen in den eigenen, panischen, sehr begrenzten Verstand. Ah, okay, das macht Sinn. Wenn du in einer tiefen Krise steckst und deinem eigenen Angsthören vertraust, dann wirst du unweigerlich schwach, weil du dich nur noch im Kreis drest. Von Campen fordert hier einen radikalen Fokuswechsel. Und um diesen Wechsel in die Praxis umzusetzen, lassen sich aus den Schriften von Gröning und Dode ganz konkrete meditative Schritte ableiten. Sehr gut. Wie sieht dieser Prozess dieses Umschalten vor dem Panikmodus in den Heilstrom, denn Schritt für Schritt aus? Also, wenn jemand jetzt gerade zuhört und heute Abend vor einem scheinbar unlösbaren Problem sitzt, was genau soll diese Person tun? Es beginnt immer auf der physischen Ebene, um dem Überlebensinstinktes Gehirns erst mal zu signalisieren, dass keine akute Lebensgefahr besteht. Okay, also Körper beruhigen. Genau, man geht in die Stille, man atmet tief und verlangsamt ganz bewusst den Herzschlag. Der zweite Schritt ist dann die schonungslose Ehrlichkeit. Man betrachtet das Problem und gesteht sich ein, ich habe keine Lösung dafür. Meine eigenen Mittel sind komplett am Ende. Das ist dann dieser Moment, in dem man die Wand der Unmöglichkeit akzeptiert. Man entwaffnet das Ego. Richtig, man legt die Waffen nieder und dann folgt der eigentlich spirituelle Akt. Man nimmt dieses Problem, diese drückende Sorge, die man gedanklich wie ein heißen Stein umklammert hält und übergibt sie in der Vorstellung ganz bewusst in eine größere Hand. Oder in dieses sanfte Licht, wie grüning es vielleicht visualisieren würde? Genau, man spricht es innerlich aus. Man sagt, ich gebe diese Situation jetzt ab. Ich überlasse die Führung dem göttlichen Willen. Man lässt die Sorge förmlich nach unten sinken. Und was passiert, wenn der Verstand das Problem sofort wieder zurückholen will? Weil das wird er ja tun. Das wird er garantiert tun. Und jedes Mal, wenn das passiert, verweist man ihn sanft, aber bestimmt wieder zurück in die Stille. Man entscheidet sich aktiv, dafür den Frieden an die Stelle der Sorge treten zu lassen und zwar noch bevor das Problem im Außen überhaupt gelöst ist. Wenn du das hier gerade hörst, denk wirklich mal ein Moment darüber nach. Wie oft du versuchst, jedes noch so kleine Detail deiner Probleme gedanklich zu erwirgen. Wir glauben ja oft, dass exzessives sich sorgen, eine Form von Problemlösung sei. Ein großer Irrtum. Ja, und diese Texte fordern dich auf, etwas zu tiefst radikales zu tun. Öffne im Geiste die Hände. Gibt die Kontrolle ab. Und es geht aber überhaupt nicht darum, naiv zu sein, sondern darum zu erkennen, dass dieses ständige mentale Kreisen um das Problem ohnehin absolut gar nichts löst. Sehr gut auf dem Punkt gebracht. In der Welt sich dieser Müßdiker ist wahre Stärke eben nicht das laute verzweifelte Kämpfen gegen die Wand. Wahre Stärke ist die vollkommene Stille im Vertrauen. Und genau an diesen Punkt müssen wir mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufräumen. Sehr oft hören Menschen solche Konzepte wie Stille im Vertrauen oder die Dinge abgeben und setzen das unbewusst mit Resignationen gleich. Stimmt, sie denken, es sei eine spirituelle Ausrede, um einfach aufzugeben und nichts mehr zu tun. Genau. Aber Resignation und Hingabe sind zwar völlig gegensätzliche Zustände. Resignation ist das direkte Resultat von Hoffnungslosigkeit. Es ist ein bitteres, sehr passives Zusammenbrechen unter dem Gewicht des Problems. Und Hingabe? Die Hingabe von der Dude und Picaretta hier sprechen ist ein hochaktiver, wahnsinnig mutiger und bewusster Akt. Es erfordert enorme innere Stärke, das Steuer loszulassen, wenn man auf einen Abgrund zufährt. Absolut! Wenn du dich auf diese Weise fallen lässt, verlierst du laut diesen Texten nicht den Boden unter den Füßen. Ganz im Gegenteil, du fällst direkt in das sichere Fundament der Realität. Du verlierst überhaupt nichts, sondern du öffnest den Kanal, um alles empfangen zu können. Wahnsinn, das ist wirklich eine fantastische Zusammenfassung dieser Reise, die wir heute durch die Quellen gemacht haben. Wir haben gesehen, dass der Glaube hier eben nicht als "Wagehoffnung" beschrieben wird, sondern als echte geistige Substanz, als die ganz konkrete Brücke zwischen dem unsichtbaren und dem sichtbaren. Wir sind vorhin mit Bertha Dude durch das Tor gegangen und haben verstanden, warum ausgerechnet die absolute Ausweglosigkeit oft der einzige Moment ist, in dem unser Ego endlich kapituliert und dieser Heilström überhaupt Platz findet. Und wir haben gelernt, wie sich dieses Loslassen im Idealfall anfühlt, eben nicht wie ein krampfhafter anstrengender Kraftakt, sondern so natürlich und lebensahaltend wie das Einatmen von Sauerstoff. Ja, von der Theorie des geistigen Stromkreises bis hin zur meditativen Praxis des Händeöffnens. Es ist im Grunde eine völlig radikale Umkehr unserer gesamten menschlichen Problemlösungsarchitektur, oder? Ja, absolut. Vom ständigen angstgetriebenen Machen und Kontrollieren hin zu einem wirklich tiefen Loslassen und Geschehen lassen, aus einer Position das absoluten Vertrauens. Bruno Gröning hat in den Texten diesen Einsatz geprägt, den wir vorhin als physikalisches Gesetz besprochen haben. Er sagte, wer glaubt, verbindet sich mit Gott. Wer zweifelt, trennt sich. Richtig. Und genau hier möchte ich dir, der uns jetzt gerade zuhört, noch einen letzten, vielleicht ein bisschen provokanten Gedanken mit auf den Weg geben. Ein Gedanke, den du in deine eigene Stille mitnehmen kannst, wenn du das nächste Mal versuchst, das Steuer abzugeben. Ich bin gespannt. Wenn Zweifel und sofort abtrennt und wie so ein Isolator den Halsstrom blockiert, ist der Zweifel dann wirklich einfach nur ein super ärgerlicher Konstruktionsfehler im menschlichen System, den wir um jeden Preis ausmerzen müssen? Ein Fehler in der Schöpfung sozusagen? Das ist die große Frage. Oder ist es vielleicht genau umgekehrt? Es ist vielleicht exakt dieser ständige, echt ermürbende Pämpf mit unserem eigenen Zweifel, also die Schwerkraft der menschlichen Logik, die diese bewusste Entscheidung zum Glauben überhaupt erst so unfassbar mächtig macht? Oh, das ist ein starker Gedanke. Wenn alles Sonnen klar und offensichtlich wäre, bräuchte es hier überhaupt keine Hingabe. Vielleicht ist es gerade der massive Widerstand des Zweifels, der den Akt des Hände öffnen, genau in dem Moment, wo man eigentlich panisch wieder zupacken will, so extrem transformierend macht. Ohne die erdrückende Schwere des Zweifels gäbe es vielleicht gar keine wirkliche Kraft im Loslassen. Etwas worüber es sich definitiv nachzudenken lohnt. Besonders, wenn man das nächste Mal vor seiner ganz eigenen unmöglich erscheinen in Wand steht. Genau das, das war unser tiefer Blick in dieser wirklich außergewöhnlichen Texte für heute. Schön, dass du dabei warst. Beim nächsten Mal wechseln wir die Perspektive leicht, bleiben aber bei den elementaren spirituellen Kräften. Dann schauen wir uns nämlich an, was es mit die Kraft der Liebe, das göttliche Feuer im Herzen auf sich hat. Bis dahin, atmetief durch und halte die Hände offen.

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