S1E020 Eigenliebe überwinden
Wie selbstlose Liebe zur inneren Heilung führt
08.05.2026 17 min
Zusammenfassung & Show Notes
🌿 Inhaltsangabe – Episode S1E020
Eigenliebe überwinden – Wie selbstlose Liebe zur inneren Freiheit führt
In dieser Episode steht eine tiefgehende geistliche Erkenntnis im Mittelpunkt: Eigenliebe kann den Menschen binden – während selbstlose Liebe ihn befreit und näher zu Gott führt.
Ausgehend von der Kundgabe Nr. 2914 von Bertha Dudde wird deutlich, dass die Entwicklung der Seele nicht im Außen entschieden wird, sondern durch die innere Haltung. Wer in der Ichbezogenheit verharrt, bleibt gefangen in seinem eigenen Empfinden, sieht vor allem das eigene Leid und verschließt sich gegenüber der Not anderer.
Dadurch verlängert sich nicht nur der innere Leidenszustand, sondern auch die Entfernung zur göttlichen Ordnung.
Dadurch verlängert sich nicht nur der innere Leidenszustand, sondern auch die Entfernung zur göttlichen Ordnung.
Die Episode zeigt eindrücklich, dass wahre Heilung dort beginnt, wo der Mensch den Blick von sich selbst abwendet und sich dem Nächsten zuwendet. Selbstlose Liebe wird zum Schlüssel für geistige Reifung, Kraft und Erkenntnis. Wer beginnt zu helfen, zu dienen und mitzufühlen, öffnet sich gleichzeitig für göttliche Energie und erlebt eine innere Wandlung.
Ergänzt durch Impulse aus Bibel und geistlicher Lehre wird deutlich: Die Liebe sucht nicht das Eigene – und genau darin liegt ihre befreiende Kraft. Indem der Mensch lernt, sich selbst zurückzustellen, entsteht Raum für Frieden, Licht und echte Verbindung zu Gott.
Am Ende lädt die Episode dazu ein, den eigenen Alltag bewusst zu reflektieren und kleine Schritte der Hilfsbereitschaft zu gehen. Denn jede Tat der Liebe – so klein sie auch erscheinen mag – ist ein Schritt aus der Enge des Ichs hin zur Weite der göttlichen Liebe.
S1E020
Eigenliebe überwinden – Wie selbstlose Liebe zur inneren Heilung führt
✨ Episodenbeschreibung
In dieser Episode von Radio Heilstrom – Lass Jesus dein Arzt sein geht es um eine tiefgehende geistliche Ursache innerer Unruhe: die Eigenliebe.
Ausgehend von der Kundgabe von Bertha Dudde wird sichtbar, dass ein Mensch so lange in seinem Leid verhaftet bleibt, wie er sich selbst in den Mittelpunkt stellt. Eigenliebe verengt den Blick, lässt uns vor allem das eigene Leid wahrnehmen und hindert uns daran, die Not anderer zu erkennen.
Diese Folge zeigt, dass wahre Heilung dort beginnt, wo der Mensch aus der Ichbezogenheit heraustritt und sich der selbstlosen Liebe zuwendet. Wer beginnt, anderen zu helfen, öffnet sich gleichzeitig für göttliche Kraft, wächst innerlich und erfährt eine spürbare Wandlung seines Zustandes.
Du erfährst, warum Hilfsbereitschaft nicht nur anderen dient, sondern auch dich selbst befreit – und wie der Weg zur inneren Freiheit immer über die Liebe zum Nächsten führt.
🌿 Zentrale Themen der Episode
- Eigenliebe und ihre geistlichen Folgen
- Selbstbezogenheit als Ursache inneren Leids
- Selbstlose Liebe als Weg zur Heilung
- Hilfsbereitschaft als Schlüssel zur Veränderung
- Geistige Reifung durch Nächstenliebe
📖 Geistliche Impulse
Bibel
„Die Liebe sucht nicht das Ihre.“ (1. Korinther 13,5)
„Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ (Philipper 2,4)
„Gebt, dann wird auch euch gegeben werden.“ (Lukas 6,38)
„Die Liebe sucht nicht das Ihre.“ (1. Korinther 13,5)
„Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ (Philipper 2,4)
„Gebt, dann wird auch euch gegeben werden.“ (Lukas 6,38)
Geistliche Lehre & Mystik
- Eigenliebe bindet – Liebe macht frei
- Wer sich selbst vergisst, schafft Raum für Gott
- Hilfsbereitschaft öffnet für göttliche Kraft
- Liebe führt zur Erkenntnis und innerem Wachstum
🕊 Kernbotschaft der Episode
Je mehr der Mensch sich selbst zum Mittelpunkt macht,
desto enger wird sein inneres Leben.
desto enger wird sein inneres Leben.
Doch wo die Liebe beginnt,
öffnet sich der Weg zur Heilung und zu Gott.
öffnet sich der Weg zur Heilung und zu Gott.
🌱 Praxisteil – Umsetzung im Alltag
1. Innere Selbstprüfung
Frage dich ehrlich:
→ Drehe ich mich gerade nur um mein eigenes Problem?
Frage dich ehrlich:
→ Drehe ich mich gerade nur um mein eigenes Problem?
2. Den Blick weiten
Nimm bewusst die Menschen um dich herum wahr
→ Wer braucht gerade Unterstützung?
Nimm bewusst die Menschen um dich herum wahr
→ Wer braucht gerade Unterstützung?
3. Konkrete Tat der Liebe
- Ein ermutigendes Wort
- Praktische Hilfe
- Ein Gebet für jemanden
4. Herz öffnen im Gebet
„Herr, befreie mein Herz von Selbstbezogenheit
und lehre mich die Liebe.“
„Herr, befreie mein Herz von Selbstbezogenheit
und lehre mich die Liebe.“
🙏 Impuls für dich
In dem Moment, in dem du beginnst,
nicht mehr nur um dich selbst zu kreisen,
öffnet sich ein neuer Raum –
ein Raum von Frieden, Kraft und göttlicher Nähe.
nicht mehr nur um dich selbst zu kreisen,
öffnet sich ein neuer Raum –
ein Raum von Frieden, Kraft und göttlicher Nähe.
Transkript
Ob du nach Heilung geistigem Wachstum oder einer tieferen Beziehung zu Gott suchst,
lasse Jesus dein Arzt sein, bietet stille Reflexionen und praktische Inspiration,
um dich auf deinem Weg mit Glaubehoffnung und Liebe zu begleiten.
Lasst uns beginnen.
Stell dir vor, du bist in einem Zustand absoluter Erschöpfung.
Du leides, du hast Schmerzen und du fühlst dich vom Leben vollkommen ungerecht behandelt.
Ja, ein Zustand, den wahrscheinlich fast jeder von uns in irgendeiner Form schon mal durchgemacht hat.
Man ist da völlig am Ende.
Genau, alles in dir schreit nach Linderung, nach irgendeiner Aufmerksamkeit für deine Not.
Und dann tritt jemand an dich heran und sagt, der einzige Weg aus deinem Schmerz heraus
ist, den ab sofort zu ignorieren und stattdessen jemandem anderen zu helfen.
Das klingt im ersten Moment völlig absurd, oder?
Fast schon, naja, ein bisschen grausam eigentlich.
Aber genau dieses scheinbart paradoxes spirituelle Gesetz schauen wir uns heute in unsere Tiefgehenden Betrachtung mal ganz in Ruhe an.
Hallo und willkommen dazu.
Hallo, ja, wir haben hier eine wirklich faszinierende Sammlung an Quellen vorliegen.
Die Vermitteln nicht einfach nur Fakten, sondern die Blicken richtig tief in die Architektur unserer Seele.
Absolut.
Im Zentrum steht heute ein ganz bemerkenswerter Text.
Das ist die Kundgabe Nummer 29/14 von Bertha Dudde.
Und die wurde an einem ganz konkreten Datum empfangen, nämlich dem 8. Oktober 1943.
Der Titel, dieser Niederschrift, der bringt das Kernthema sofort auf den Punkt.
Der lautet Eigenliebe im Jenseits verlängert den Leidenszustand, Hilfswilligkeit.
Entsperriger Titel, aber er trifft es genau.
Ja, total.
Wir betrachten hier nämlich keine Wagen philosophischen Überlegungen.
Es wird in diesen Texten fast wie eine spirituelle Physik beschrieben.
Es geht um Ursache und Wirkung.
Darum, warum die ständige Nabelschau uns in einem Zustand der Isolation gefangen hält.
Und wie das, was wir gemeinhin als selbstlose Liebe bezeichnen, mechanisch gesehen,
der einzige Schlüssel zur echten Freiheit ist.
Sowohl im Jenseits als auch im Jenseits.
Genau.
Und um diese Mechanik zu entschlüsseln, haben wir die Kundgabe von Doji Mutsche mit Jahrtausende
alten biblischen Impulsen und Zitaten aus der geistlichen Lehrer flankiert.
Wir wollen das spirituelle Gesetz der Liebe ergründen?
So dass wir es nicht nur theoretisch begreifen, sondern am Ende auch direkt in unserem eigenen
Alltag anwenden können.
Richtig.
Lasst uns da direkt in den Text von 1943 einsteigen.
Doji formuliert gleich zu Beginn ein fundamentales Prinzip, ich zitiere das mal.
Ja, gern.
Im geistigen Reich wirkt sich die Liebe tätigkeit genauso aus wie auf Erden in vermehrter Kraft
zu fuhr, also auch geistigen Fortschritt.
Denn jegliche Liebe tätigkeit ebnet den Weg zu Gott, Zitatende.
Ein gewaltiger Satz.
Und danach wechselt der Text ja in eine ziemlich erschütternde Beschreibung des Jenseits.
Dudel Schildert da den Zustand der so genannten Unerlösten sehlen.
Ja, das ist wirklich intensiv zu lesen.
So lange eine Seele da unwissend ist, berührt sie ausschließlich ihr eigenes los.
Sie ist buchstäblich blind für die Not alle anderen um sie herum.
Und der Text benennt die Ursache für diese Blindheit unmissverständlich.
Es ist die Eigenliebe.
Diese extrem verdichtete Form der Ich bezogenheit, die hat diesen isolierten Zustand überhaupt
erst verschuldet.
Wenn man nur um sich selbst kreist quasi.
Genau.
Wenn eine Seele nur sich selbst als das absolute Zentrum des Universums betrachtet, passiert
innerlich etwas fatales.
Sie fühlt sich unglücklich, aber sie leidet nicht einfach nur.
Sie fühlt sich vor allem ungerechterweise unglücklich.
Ah, okay, das ist ein feiner, aber enorm wichtiger Unterschied.
Absolut.
Dieses Gefühl vom Schicksal oder von Gott oder von den Mittenmenschen betrogen worden
zu sein, dass cementiert diese Isolation, die Seele verherrtet sich total.
Weißt du, lass uns das mal aufschlüsseln, weil mir drängte sich beim Lesen dieser Passagen
über diese Blindheit ein ganz bestimmtes Bild auf.
Man kann sich diesen Zustand wie ein riesiges vollkommen dunkles Spiegelkabinett vorstellen.
Ein dunkles Spiegelkabinett?
Ja.
Stell dir vor, dass einzige Lichterin ist ein winziger, extrem scharfer Spot, der exakt auf dich gerichtet
ist.
Du staßt ununterbrochen in diese Spiegelwand.
Mhm.
Und man sieht überall nur sich selbst.
Genau.
Du siehst überall nur dein eigenes Leiden, dein eigenen Schmerz, deine eigenen unerfüllten
Bedürfnisse und dieses ständige Staren auf das eigene Spiegelbild, verschleiert dir vollkommen
deine eigenen Fehler.
Du siehst nicht, welchen Anteil du an der Situation hast.
Du bist unfähig zu sehen, was du selbst austrahlst.
Das ist ein wirklich beklemmendes Bild.
Ja.
Aber das Verrückte in diesem Spiegelkabinett ist, ähm, die Fehler aller anderen, die im Dunkeln
um dich herumstehen.
Die nimmst du gestochen scharf war.
Ach, Kass.
Ja.
Du siehst genau, was die anderen falsch machen, fühlst dich in den moralisch überlegen.
Na ja, wunderst dich dann, warum gerade du so leiden musst.
Was hier so faszinierend ist, in diesem Spiegelkabinett wird die Seele vollkommen gefühlos
für ihr Umfeld.
Sie nimmt keinerlei Anteil an den anderen, die dort im Dunkeln stehen.
Sie ist komplett isoliert.
Richtig.
Das psychologische und spirituelle Drama, das du dir hier beschreibt, ist die Endlosschleife
dieses Zustandes.
Genau diese "ich" bezogen halt, verlängert den Leidenszustand auf unbestimmte Zeit.
Die Seele blockiert sich selbst.
Weil die Liebe nicht fließen kann, oder?
Ganz genau.
Energie, Kraft, Liebe, das funktioniert alles wie ein Kreislauf.
Aber wer nur um sich selbst kreist, ist ein geschlossenes System.
Die Liebe kann weder zu ihr hin, weil sie sich abkapselt, noch von ihr weckt, weil sie nichts
abgibt.
Ein selbsterbautes Gefängnis aus Spiegeln, da muss man erst mal tief durchatmen.
Ja, solange sie in dieser Härte verhärt, wird sie ihre Not bitter empfinden.
Aber der Text lässt uns zum Glück dort nicht stehen.
Es gibt einen Eingriff von außen, du de beschreibt da, wie sogenannte Lichtwesen aktiv werden.
Die bringen etwas Bewegungen in dieses Gefängnis.
Ja, im geistigen Reich wird genau wie hier auf der Erde die Liebe gepredigt.
Diese Lichtwesen nähern sich den unerlösten Seelen und versuchen ihnen, eine fundamentale Wahrheit
zu vermitteln.
Nämlich nur die Liebe bringt Befreiung.
Sie zwingen sie aber nicht, oder?
Nein, genau.
Das passiert nicht unter Zwang.
Sie bringen diesen Seelen Gelegenheiten nahle sich in der Liebe zu entfalten, anderen zu helfen.
Aber an dieser Stelle der Lektüre habe ich echt eine Vollbremsung gemacht.
Wie so das?
Weil das genau daszenario ist, dass ich am Anfang beschrieben habe.
Ist das nicht eine fast übermenschliche Forderung?
Eine Seele, die ohnehin schon tief in der Dunkelheit leidet, zu sagen, schiebt deinen eigenen
Schmerz bei Seite und hilft den anderen, die mitleiden?
Ja.
Das wirkt aus einer menschlichen Perspektive fast wie, na ja, wie ein hohen.
Wie soll man aus einem Zustand der totalen Erschöpfung heraus noch für andere da sein?
Das wirft eine extrem wichtige Frage auf.
Das ist die Perspektive des geschlossenen Systems, das seine eigenen Ressourcen berechnet.
Genau, das meine ich.
Wenn ich nur 100 Prozent Energie habe und bereits 90 Prozent für mein eigenes Leid aufbrauche,
wie soll ich dann noch was abgeben?
Das wirkt wie eine totale Überforderung.
Absolut.
Aber der Text operiert nicht auf der ebene menschlicher Mathematik.
Es geht hier um spirituelle Physik.
Im absoluten Kern dieser Schöpfungslogik steht der völlig freie Wille.
Die Lichtwesen können anleiten, sie können Gelegenheiten aufzeigen, aber sie können absolut
nichts erzwingen.
Aber warte, da muss ich direkt noch mal einhaken.
Ja, bitte.
Wenn die Seele in dieser Ego-Schleife in diesen dunklen Spiegelkabinett gefangen ist, woher soll
dann bitte schön dieser freie Wille plötzlich den Impuls nehmen, etwas völlig anderes
zu tun.
Wenn ich nur mich selbst sehe, wie entscheidig mich jemals wegzuschauen.
Der Impuls entsteht paradoxerweise oft erst durch die vollkommene Erschöpfung des
Egos.
Du deschreibt, dass oft eine endlos lange Zeit vergeht.
Ah, okay, man muss es quasi ausreizen.
Genau.
Die Seele darf ihren Trotz und ihre Eigenliebe so lange ausleben, bis der Schmerz der vollkommenden
Isolation einfach unerträglich wird.
Irgendwann wird die Last des eigenen ichs schwerer als die Überwindung, sich dem anderen
zuzuwenden.
Bis man quasi weich wird.
Ganz genau.
Die Rüstung der Eigenliebe bekommt einen Riss.
Und in diesem winzigen Moment kann der freie Wille greifen.
Die Seele entscheidet sich nicht aus einem Gefühl, der Fülle herauszuhelfen, sondern als
einen verzweifelten Akt des Loslastens.
Wahnsinn.
Und warum muss das freiwillig sein?
Weil ein erzwungender Akt der Hilfe ein rein mechanischer Vollzug wäre, das wäre keine
Liebe.
Erst durch die freiwillige Selbstüberwindung öffnet sich das Ventil.
Und die Transformation, die dann passiert, wird im Text ja wirklich die Teileich beschrieben,
sobald diese Entschluss fällt, die ich liebe zurückzustellen und die Not der anderen zu
lindern, ändert sich dieser kraftlose Zustand komplett.
Das ist der Moment, in dem das Wunder passiert.
Ja.
Die Seele spürt plötzlich eine immense Kraft zuvor.
Sie gibt etwas, von dem sie glaubte, es gar nicht zu haben.
Es wird Lichter um sie herum.
Ihr Bewusstsein weitet sich, und der Wille zu Gott zu gelangen wird immer stärker.
Sie erkennt, dass sie sich nur durch dieses Weitergeben von Liebe selbst erlösen kann.
Da schließt sich eigentlich der Kreis zu unserer Ausgangsfrage nach der Kraft.
Wenn ich annehme, ich muss die Energie aus meinen eigenen Reserven schöpfen, brenn ich aus.
Richtig.
Wenn die Seele sich aber dem anderen zuwendet, wird sie vom Speicher zum Kanal.
Sie produziert die Kraft nicht selbst, sie lässt sie durch sich hindurch fließen.
Der Akt der Selbstvergessenheit stöpselt die Seele an das universelle Stromnetz an.
Hier wird es wirklich interessant.
Wenn du dir da ein physikalisches Gesetz der Seele formuliert,
dann fügt sich diese Offenbarung von 1943 ja nahtlos in Jahrtausende alte Weisheiten ein.
Lasst uns mal die biblischen Impulse aus unseren Quellen heranziehen.
Sehr gern.
Da ist zunächst dieses Paradoxe Prinzip des Empfangens durchgeben.
Im Lukas Evangelium, Kapitel 6, Vers 38, steht ganz schlicht,
gebt, dann wird auch euch gegeben werden.
Ein wunderbares Beispiel.
Oder im ersten Kurinter 13, Vers 5.
Da heißt es über die Liebe.
Die Liebe sucht nicht das Ihre.
Und im Philippa Brief 2, Vers 4, steht,
jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
Wenn wir das mit dem großen Ganzen verbinden,
dann sehen wir, im Reich Gottes gilt ein paradoxes Gesetz.
Wer festhält, verliert, wer loslässt und gibt, der empfängt.
Die Befreiung beginnt genau dort, wo der Blick über das eigene ich hinausgeht.
Ja, und wir haben da ja auch noch diese großartigen Stimmen aus der geistlichen Lehre.
Bruno Gröning zum Beispiel, der sagt, wenn du an andere denkst, kommt die Kraft zu dir.
Er sieht Hilfsbereitschaft quasi als Öffnung für Heilung.
Genau. Es ist keine moralische Pflichtübung, sondern die Türöffnung.
Der Fokus auf den anderen zerschlägt die Spiegelwand aus deiner Kabinettanologie.
Und wenn die Wand fällt, kann die Kraft endlich einströmen.
Wir haben da auch ein Zitat von Luisa Picaretta.
Sie sagt, wer sich selbst vergisst, findet Raum für Gott.
Dieses Konzept des Platzmachens ist essenziell.
Wenn wir uns die Seele materiell vorstellen wollen, dann ist sie ein Gefährs mit begrenztem Fassungsvermögen.
Oder wie eine Computerfestplatte.
Wenn mein Ego, meine Sorgen und mein ständiges Kreisen um mich selbst 100% des Speicherplatzes belegen,
dann ist die Festplatte schlichtweg voll.
Ein toller Vergleich.
Die göttliche Gnade will einströmen, bekommt aber ununterbrochen die Fehlermeldung, Speicher voll.
Kein Platz vorhand.
Sehr anschaulich.
Und Thomas von Campen schreibt ja eine ganz ähnliche Richtung.
Er sagt, Eigenliebe bindet, Demut und Selbstvergessenheit bringen Frieden.
Eigenliebe kette dich an deine eigenen limitierten Kapazitäten.
Du bist nur so stark wie dein eigenes Ego.
Richtig.
Wenn du lernst dich selbst zu vergessen, räumst du das Gefäß leer.
Das schafft das Warko um, dass die göttliche Präsenz dann unweigerlich fühlt.
Das Fazit dieses Teils ist also wirklich greifbar.
Eigenliebe bindet die Seele, selbstlose Liebe führt zur Freiheit und zu Gott.
Aber das bringt uns zu einem Stäuperstein, den wir alle kennen.
Welcher ist das?
Der innere Widerstand fragt sofort, okay, wenn ich mich selbst vergasse, wenn ich mich um
die Probleme der anderen Kümmerer, wer kümmert sich dann um mich?
Ja, die Angst vor dem Mangel.
Genau.
Wer ordnet mein Chaos?
Derek Prinz sagt dazu, selbst Zentrierteid ist der größte Feind der Liebe.
Wenn wir anderen dienen, ordnet Gott unsere Bedürfnisse.
Dieser Gedanke ist das absolute Sicherheitsnetz.
Er nimmt uns diese tief verwurzeltem menschliche Angst.
Prinz beschreibt eine spirituelle Arbeitsteinung, sobald du aufhörst,
krampft die Kontrolle zu erzwingen und dich auf andere Konzentriers,
übernimmt Gott das Management deiner Bedürfnisse.
Das ist theoretisch unfassbar einleuchtend.
Aber was bedeutet das nun alles für dich heute hier, im hier und jetzt?
Es geht ja nicht nur um das Jenseits.
Nein, überhaupt nicht.
Das Gefängnis bauen wir uns ja oft schon morgens im Berufsvorkehr.
Ja, absolut.
Man hetzt von Termin zu Termin, der Kopf drühen von der eigenen Tuduliste,
jeder, der im Weg steht, ist ein Hindernis.
Ich bin komplett blind für die Not der gestressten Kassiererin oder des Kollegen.
Deswegen lehrt uns dieser Praxisteil zu einem ehrlichen Moment der Selbstreflexion ein.
Trät sich heute eigentlich alles nur um ein eigenes Problem.
Bin ich überhaupt noch fähig, die Not der Menschen um mich herumzusehen.
Das ergabt einen ziemlich kalt.
Ja.
Wie viel mentale Energie floss heute in die Pflege der eigenen Sorgen?
Und wie viel in die Frage, wie es den Menschen in deinem Umfeld wirklich geht?
Aber die Quellen liefern uns glücklicherweise konkrete niederschwellige Beispiele, wie wir helfen können.
Es kann bedeuten, jemandem heute einfach ein echtes ermutigendes Wort zu sagen.
Oder ganz praktisch anzupacken und zu helfen.
Genau.
Oder, und das ist mein Favorit, ihn stillen für einen anderen Menschen zu beten.
Eine fürbitte Zuleisten, ohne dass der andere jemals davon erfährt.
Diese unsichtbaren Akte sind spirituell enorm wirkungsvoll.
Sie zwingen, das Ego dazu, den Scheinwerfer von sich selbst wegzudrehen.
Das ist der erste Riss in der Spiegelwand.
Um diesen Perspektivwechsel zu verankern, liegt unseren Quellen ein sehr kurzes, aber prägnantes Gebetbein.
Ich werde es jetzt behutsam vorlesen, lasst die Worte einfach ein Moment auf dich wirken.
Herr, nehm die Eigenliebe aus meinem Herzen.
Lehre mich, andere zu sehen und ihnen zu dienen.
Lasst deine Liebe durch mich wirken, damit auch ich den Weg zu dir finde. Amen.
Ein wunderschönes Gebet, wenn wir das alles für den Alltag zusammenfassen, dann sehen wir, je mehr der Mensch sich selbst zum Mittelpunkt macht,
desto enger wird sein inneres Leben.
Und wo die Liebe beginnt und sei es nur durch ein kleines ermutigendes Wort,
da öffnet sich unweigerlich der Weg zu Gott.
Die Kraft strömt durch dich in durch, sobald du dich für den anderen öffnest.
Ich möchte den Bogen zum Anfang noch einmal aufgreifen und dich mit einem Gedanken entlassen, der zum Weitergrübeln anregt.
Wenn das geistige Reich im Jenseits nur ein Spiegelbild unseres innersen Zustandes ist,
bauen wir dann nicht eigentlich genau in diesem Moment bereits die Architektur unserer zukünftigen Ewigkeit?
Ein sehr starker Gedanke.
Ja, vielleicht ist der Himmel oder das Gefängnis, das uns erwartet.
Genau das, was wir heute, mit jeder kleinen Entscheidung zur Eigenliebe oder zur nächsten Liebe, aus unseren eigenen Gedanken formen.
Das gibt dem heutigen Tag ein ganz neues Gewicht.
Absolut. Wir wünschen dir einen liebevollen und offenen Blick im heutigen Alltag.
Pass auf die anderen auf, dann ist auch für dich gesorgt.
Bis zum nächsten Mal.
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