Lass Jesus dein Arzt sein

der wahre Weg zur Heilung für Körper und Seele

S1E02 - Reinigung der Seele

Wenn Gott das Herz berührt

26.12.2025 25 min

Zusammenfassung & Show Notes

Reinigung der Seele
 Wenn Gott das Herz berührt

Heilung beginnt dort, wo Gottes Licht das Innere berührt.

In dieser Episode geht es um die sanfte, liebevolle Reinigung der Seele.
Gott kommt nicht, um zu verurteilen, sondern um zu heilen und zu erneuern.

In dieser Episode
- Warum seelische Lasten Heilung blockieren können
- Bertha Dudde über Reinigung durch Liebe
- Impulse von Bruno Gröning, Derek Prince und der Bibel
- Eine geführte Meditation zur inneren Klärung

 „Erschaffe in mir, Gott, ein reines Herz.“
– Psalm 51,12

Jetzt hören 
Öffne dein Herz für die reinigende Liebe Gottes.

https://lass-jesus-dein-arzt-sein.letscast.fm/


Heilung im Innersten – wo Schmerz und Liebe sich begegnen

In dieser zweiten Episode wenden wir uns der Reinigung der Seele zu – einem stillen, liebevollen Prozess innerer Heilung.
Manchmal tragen wir alte Gedanken, Schuldgefühle, Bitterkeit oder ungeheilte Erinnerungen in uns. Sie beschweren das Herz und trüben den inneren Frieden.

Doch Gott wirkt nicht durch Zwang oder Urteil, sondern durch Licht und Liebe.
Wenn wir unser Herz öffnen, darf alles, was uns belastet, gesehen und verwandelt werden. Heilung geschieht dort, wo Wahrheit und Liebe einander begegnen.

Diese Episode lädt dich ein, loszulassen, dich innerlich zu öffnen und die reinigende Kraft des göttlichen Lichts zuzulassen.

Themen dieser Episode:

  • Die Seele als Ort innerer Heilung

  • Reinigung durch Liebe statt durch Angst

  • Schuld, Bitterkeit und alte Lasten loslassen

  • Das Licht Gottes als heilende Kraft

  • Eine geführte Meditation zur inneren Reinigung

🕊️ Eine Episode zum Klären, Loslassen und innerlich Neuwerden.

Transkript

Ob du nach Heilung geistigem Wachstum oder einer tieferen Beziehung zu Gott suchst, lass Jesus dein Arzt sein. Bietet stille Reflexionen und praktische Inspiration, um dich auf deinem Weg mit Glaubehoffnung und Liebe zu begleiten. Lasst uns beginnen. Deld immer vor, die Krankheit, die dich vielleicht gerade klagt, oder diese eine schwere Schicksalsschlag, der dich nachts einfach nicht schlafen lässt. Was, wenn das gar keine blinde Tragödie ist? Ein sehr provozierender Gedanke gleich zu beginnen. Ja, aber stell dir vor. All das ist ein hochpräzieses von deiner ganz eigenen Seele, initiiertes Backup-Programm. Verstehe. Ein Programm, das anspringt, wenn etwas in uns blockiert ist. Genau, wenn etwas in dir völlig blockiert ist, und du dich einfach weigerst auf eine neuer, auf eine sanfte Weise zu lösen. Wir alle tragen ja dieses unsichtbare Gepack mit uns herum. Oh ja, absolut. Alte Gedanken, unversöntes Schuldgefühle, die wir wirklich tiefer graben haben. Oder manchmal auch nur so eine leise, hartnäcklige Bitterkeit. Die sich so durch den Alltag zielt, ja? Berichtig. Und heute in dieser intensiven gedanklichen Reise widmen wir uns ganz behutsam genau dieser Dunkelheit. Und wir betragten Sie durch eine Linse, die unser modernes Verständnis von Ursache und Wirkung radikal auf den Kopf stellt, würde ich sagen. Absolut. Wir analysieren nämlich heute ein Weltbild, dass ein völlig anderen Mechanismus für dieses innere Gewicht vorschlägt. Ein Mechanismus, der eben gerade nicht von Bestrafung oder Verurteilung geprägt ist. Sondern von einer fast physikalischen Notwendigkeit der Klärung. Unsere Grundlage dafür ist, dass Audiokapitel lasst Jesus dein Arzt sein, der wahre Weg zur Heilung für Leib und Seele. Ein sehr kraftvoller Text. Ja, wirklich. Wir konzentrieren uns in unserer heutigen Tiefenanalyse, spezifisch auf den Abschnitt zur Reinigung der Seele. Wir werden tief in die originalen Texte eintauchen von christlichen Mystikern wie Bertha Dude und auch von dem in den 1950er Jahren enorm populären Heiler Bruno Gröning. Die zentrale Tese, die all diese Quellen verbindet, ist, faszinierend. Das göttliche Licht klopft sanft an. Nicht, um uns unsere Fehler vorzuhalten, sondern einzig und allein, um Blokaden zu entfernen. Ja, das ist eine ganz andere herangehensweise. Okay, lass uns das mal behutsam aufschlüsseln. Wenn wir hier von einer Reinigung der Seele sprechen, was genau muss da eigentlich gereinigt werden? Also, um diesen Mechanismus zu verstehen, müssen wir zunächst die Anatomie der Seele betrachten, also so, wie sie in diesen Schriften definiert wird. In den Texten ist die Seele eben kein abstraktes, irgendwie wolkiges Gebilde? Kein esoterisches Konzept sozusagen. Genau. Sie wird ganz pragmatisch beschrieben als die Summe unseres Empfindens, unseres Denkens und unseres Wollens. Okay, denken empfinden Wollen. Richtig. Und jedes ungelöste Gefühl, jeder bitterere Gedanke lagert sich in dieser Struktur ab und verdichtet sie sozusagen. Wir finden hier einen extrem prägnanten Einstieg durch Bertha Dudde. Dudde war ja eine Schneiderin, die von den 30er bis in die 60er Jahre tausende von Schriften verfasste. Diese sogenannten Kuntgaben, richtig? Genau, Kuntgaben. Die sie nach eigenen Angaben als eine Art inneristiktat empfing. Und in ihrer Kuntgabe Nummer sechs, sieben eins fünf, die bezeichnenderweise den Titel Reinigung der Seele trägt, wird sie da sehr unmissverständlich. Wie formuliert sie das genau? Der Originalwort lautet, "Durch ein Reinigungspart müsst ihr alle hindurchgehen, um frei zu werden von der Sünde und ihren Folgen." Ein Reinigungspart. Wow, dieses Wort trägt eine enorme Spannung in sich, finde ich. Inwiefern? Auf der einen Seite hat ein Bad etwas zu tiefst befreiendes. Etwas entspannendes, bei dem der Schmutz einfach so abfällt. Aber auf der anderen Seite schwingt in dem Satz, müsst ihr alle hindurchgehen, auch etwas unausweichliches mit. Ja, das stimmt. Es hat fast den Charakter eines Naturgesetzes. Man kann sich dem einfach nicht entziehen. Weißt du, wenn ich das mit unserer heutigen Leistungsgesellschaft abgleiche, dann klingt das fast wie ein spiritueller Zwang. Ich verstehe, was du meinst. Eine Prozedur, der wir uns irgendwie unterwerfen müssen, ob es uns gerade in den Kram passt oder nicht. Aber genau da adressiert der Text diesen Widerstand sehr direkt. Bertha Duddel stellt diesem vermeintlichen Zwang, nämlich sofort das Gegenmittel zur Seite. Okay. Es ist, wie sie exakt sagt, nicht Zwang, sondern Liebe, die diese primäre Reinigung bewirkt. Nicht Zwang, sondern Liebe. Genau. Und Liebe wird in Dudes Gedankenwelt nicht als romantisches Gefühl verstanden, sondern als eine hochaktive, transformierende Substanz. Eine Substanz, das ist interessant. Ja, es ist das wirksamste Lösungsmittel für spirituelle Verhärtungen. Die psychologische Mechanik dahinter ist eigentlich bestechend logisch formuliert. Mhm. Wie funktioniert das in der Praxis? Wer nächsten Liebe übt, wer mitgefühl zeigt, der verhilft seiner Seele ganz automatisch zu einer gründlichen Entschlackung. Mhm. Duddel drückt das in einem unheimlich starken Bild aus. Sie postuliert das aktive Liebe auch die härtesten emotionalen Hüllen aufbricht. Ihr Originalwort lauter zu ist, der Liebe kann nichts Widerstand bieten. Die Liebe löst und erlöst. Sie macht die Seele frei und schenkt ihr das Leben, das ewig wäre. Die Liebe als aktives Lösungsmittel, das ist ein Bild, das man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen muss. Absolut. Wenn wir lieben, waschen wir unsere eigene Seele rein. Wir lösen quasi die Krusten unserer eigenen Egozentrik. Ganz genau so ist es gemeint. Das Problem ist nur, also wenn ich mir unseren Alltag so ansehe, oder auch nur in mich selbst hineinhorche, in Momenten der totalen Erschöpfung. Mhm. Wir sind hier auf Meilenwald von dieser fließenden bedingungslosen Liebe entfernt. Oh ja. Wir bauen Schutzmauern auf. Wir ziehen uns in unseren Zündismus zurück. Wir verwalten unsere Verletzungen. Wir verherden uns. Richtig. Und wenn meine Fähigkeit zu lieben, also blockiert ist, dann stecke ich doch in einer Sackgasse. Wie lösen die Texte dieses Dilemma auf? Hier wird Todestheologie regelrecht chirurgisch. Und hier greift auch Dein Gedanke vom Anfang auf dieses Backup-Programm zurück. Ah, okay. Wenn wir uns dem Weichenweg der Liebe verschließen, muss die Seele auf eine andere Art gereinigt werden. Einfach, um nicht an ihren eigenen Verhärtungen zu ersticken. Mhm. Der Text formuliert diese alternative wirklich schonungslos. Ich zitiere den genauen Wortlaut. Weil ihr Menschen nun die Liebe wenig pflegt, weil ihr sie erkalten. Und daher, die Seele auch in ihrer unglückseligen Beschaffenheit last. Weil ihr eurer Seele keine Hilfe leistet in ihrer Not, muss hier nun anders Hilfe gebracht werden. Sie muss einen Leidensgang gehen. Sie muss einen Leidensgang gehen. Wow. Ja. Das bedeutet also, dass Krankheiten, Nöte und Schicksalsschläge in diesem Erklärungsmodell absolut keine willkürlichen Bestrafungen eines zornigen Gottes sind. Genau. Darum geht es überhaupt nicht. Sondern sie sind vielmehr der Versuch der Seele durch Erschütterung, das aufzubrechen, was durch Liebe einfach nicht mehr erweicht werden konnte. In diesem System ist das Leid ein Korrektiv. Überleg mal was passiert, wenn wir die psychologische Ebene betrachten. Was macht ein schweres Leiden eine fundamentale Lebenskrise mit uns? Ja, es zerschlägt unser Ego. Exakt. Es zwingt uns in die Knie. Es nimmt uns völlig diese Illusion der totalen Kontrolle über unser Leben. Mhm. Leid macht uns demütig. Und im besten Fall macht es uns wieder empfänglich und weich. Es zwingt uns dazu, unsere harten Hüllen aufzubrechen. Es sind Gelegenheiten, die der Seele, wie es im Text heißt, nur Heilsam sind. Ja, auch wenn sie sich im Moment des Erlebens fruchtbar sinnlos und grausam anfühlen mögen. Sie dienen letztlich dem ultimativen Ziel, die Durchlässigkeit der Seele wiederherzustellen. Das ist ein enormer Perspektivenwechsel. Auch für dich, der uns gerade zuhört. Wenn du vielleicht gerade in einer tiefen Krise steckst, fragst du dich ja oft, warum ich? Womit habe ich das verdient? Mhm, die klassische Frage. Ja. Und die tekste Antworten darauf ganz ruhig. Es geht nicht um Verdienst oder Schuld. Die Seele verlangt nach Reinigung, nach Befreiung von ihren Verkrustungen. Ganz genau. Entweder du tust dies proaktiv, durch die Weichekraft der Liebe und Vergebung. Oder die Dynamik des Lebens brinnt dich eben in Situationen, die so schwer sind, dass deine Schale unter dem Druck zerbricht. Ein unvermeidlicher Prozess. Aber und hier kommt jetzt mein großes Aber selbst, wenn wir diese Theorie intellektuell akzeptieren. Ja. Wenn ich mich jetzt gerade völlig leer ausgebrannt und vielleicht auch Schuld beladen fühle, ich kann mich ja nicht einfach dazu zwingen, plötzlich bedingungslos zu lieben. Nein, das funktioniert nicht auf Knopfdruck. Wie komme ich also ganz praktisch an diese rettende Kraft heran, wenn meine eigene Liebe wie Dute sagt, erkaltet ist? Um diese Brücke von der Theorie zur Praxis zu schlagen, zieht unsere Quelle Bruno Gröning heran. Bruno Gröning, ja. Er war in den 1950er Jahren im Nachkriegsdeutschland eine absolute Phänomenfigur. Er sprach ja teilweise zu Tausenden von Menschen gleichzeitig. Ja, zu Tausenden von Traumatisierten oft körperlich und seelisch völlig kriegsfasierten Menschen. Menschen, die wirklich am absoluten Ende ihrer Kraft waren. Grüningvoll brachte laut unzähligen berichten Heilungen durch das, was er den göttlichen Heilstromlande. Und grüning liefert uns sozusagen die angewandte Mechanik zu "Dudes Theologie". Wie beschreibt er diesen Vorgang? Sein Originalzitat lautet, wer rein sein will, muss die Kraft Gottes in sich aufnehmen. Wie Wasser den Schmutz abspült, so wäscht der Heilstrom alles unreine fort. Die Kraft Gottes in sich aufnehmen. Weißt du, wenn ich das aus der Perspektive unseres heutigen Optimierungswangsins betrachte? Das schrillen bei mir sofort alle Alarmglocken. Warum das? Weil das schon wieder nach dem nächsten Punkt auf meiner endlosen Tudoliste klingt, nach harta spirituelle Arbeit. Ich stelle mir sofort vor, ich müsste jetzt stundenlang in tiefer Meditation sitzen. Er askete schleben, meine Gedanken absolut perfekt kontrollieren, um überhaupt würdig sein, so eine Kraft aufzunehmen. Ja, das ist das typische moderne Missverständnis. Und wenn ich sowieso schon in diesen Leidensgang feststecke, von dem wir sprachen, da fehlt mir für solche spirituellen Höchstleistungen doch schlicht und einfach die Energie. Und genau das ist der fundamentale Irrtum den Gröning auflöst. Es ist vielleicht die größte Erleichterung in unserer heutigen Tiefenanalyse. Okay, ich höre. Gröning entkoppelt diesen ganzen Heilungsprozess komplett von menschlicher Leistung. Komplett? Ja, seine wichtigste geradezu revolutionäre Erkenntnis für die Praxis lautet, nicht durch Anstrengung, sondern durch innere Hingabe. Nicht durch Anstrengung, sondern durch innere Hingabe. Wow. Genau. Hingabe statt Anstrengung. Weißt du, Anstrengung ist ja das, was wir den lieben langen Tag tun. Uninterprofen, ja. Wir streng uns an im Job, in unseren Beziehungen, selbst in der Freizeitgestaltung. Anstrengung ist immer der Versuch des Egos, die Welt irgendwie nach dem eigenen Willen zu formen. Und hingabe ist das exakte Gegenteil davon. Es ist das Aufgeben des Widerstands. Lasst uns das mal mit einem Bild aus unserer Alltagswählten ein bisschen greifbarer machen. Gerne. Stell dir vor, deine Seele ist wie das Rohresystem in einem alten Haus. Mhm, ein gutes Bild. Und über die Jahre hat sich dort überall kalk abgelagert. Das sind unsere alten Kränkungen, unser stolz, all diese ungelösten Konflikte. Ja, die Verkrustungen von den Dudesprach. Genau. Und das Wasser, also dieser Heilstrom, fließt eigentlich die ganze Zeit aus dem Hauptanschluss. Der Druck ist da. Anstrengung hieß sie jetzt, dass du versucht, das Wasser mit bloßen Händen durch diese verstopften Rohre zu pressen. Was natürlich völlig erschöpfend und frustrierend ist. Und hingabe bedeutet, du hörst auf zu pressen. Du öffnest einfach das Ventil und lässt das Wasser, das ohnehin schon da, ist die Arbeit machen. Du lässt zu, dass das Lösungsmittel durchrauscht. Richtig, du machst den Weg frei. Das ist eine sehr treffende Übersetzung des Prinzipes. Der Text verdeutlicht das nämlich genauso, wenn wir unser Herz öffnen und aufhören, unseres Schuldkramfhaft festzuhalten oder sie zu verteidigen, dann beginnt das Licht Gottes ganz von allein zu fließen. Wir müssen diesen Strom nicht erzeugen. Wir müssen nur aufhören ihn zu blockieren. Wir müssen nur aufhören ihn zu blockieren. Die Seele fühlt sich nach diesem Durchsträumen lassen, wie die Quelle es beschreibt, neu, leicht, frei und wieder lebendig an. Das Gottesbild, das hier transportiert wird, ist von ganz entscheidender Bedeutung. Inwiefern? Diese göttliche Instanz reinigt nicht, um uns irgendwie klein zu machen oder zu strafen. Gott nimmt uns nichts weg, was wahrhaft gut für uns ist. Der Strom löst ausschließlich das auf, was uns von unserem eigenen Ursprung trennt. Wobei wir hier jetzt an den wahrscheinlich sensibelsten Punkt unsere Erkundung kommen. Ja. Sich bedingungslos hinzugeben, das Ventil wirklich zu öffnen und seine Schuld loszulassen, das erfordert ja einen Zwischenschritt. Welchen meinst du? Na ja, ich kann nur loslassen, was ich mir vorher ehrlich angesehen habe. Ah. Ich muss mich meinen eigenen Schattenseiten stellen. Und genau davor haben wir alle doch eine tiefsitzende, beine existenzielle Angst. Die Angst vor der eigenen Wahrheit. Genau. Wir füchten uns vor der Blossstellung. Tut dieses göttliche Licht, diese Heilstrom nicht entsetzlich weh, wenn er schonungslos auf unsere dunkelsten Flecken, auf unsere Lügen und unseren Egoismus gerichtet wird? Dieser Angst vor der inneren Demaskierung ist tatsächlich der Hauptgrund, warum Menschen ihre Blockaden Jahrzehnte lang aufrechterhalten. Weil sie das Licht fürchten. Ja. Aber um diese Angst zu nehmen, fügt das Quellenmaterial zwei weitere sehr ausdrückstärke Stimmen in die Argumentation ein. Welche sind das? Derek Prince und die italienische Mystikerin Luisa Picaretta. Beide befassen sich sehr detailliert mit der Anatomie der Wahrheit. Derek Prince betont, dass der Heilige Geist, also diese göttliche Wirkraft, unser Herz durch das Licht der Wahrheit reinigt. Licht der Wahrheit. Genau. Und Wahrheit hat in diesem Kontext absolut nichts mit Verurteilung zu tun. Wahrheit befreit. Sie zeigt lediglich den Istzustand. Reinigung ist hier niemals eine Schande oder eine Demütigung. Sie ist die zwingende Voraussetzung, um Heil zu werden. Das lässt sich wunderbar mit einem physischen Raum vergleichen, finde ich. Wie meinst du das? Stell dir vor, du lebst seit Jahren in einem Raum, dessen Fenster komplett vernagelt sind. Es ist völlig dunkel. Der Raum ist extrem unordentlich überall liegt Müll. Du siehst nie, woran du dich eigentlich geschnitten hast. Du leidest. Aber du hast dich irgendwie an die Dunkelheit gewöhnt. Das ist ein starkes Bild. Und wenn nun jemand hier reinkommt und plötzlich das Licht einschaltet, dann ist das im allerersten Moment natürlich schmerzhaft blendend. Man knifte die Augen zusammen. Genau, du knifest die Augen zusammen und dann siehst du das ganze Chaos. Du schimmst dich vielleicht sogar. Aber das Licht verurteilt dich nicht. Nein. Das Licht hat den Müll ja nicht dort abgelegt. Es zeigt ja einfach nur klar und liebevoll, hier ist das Chaos. Das ist der Grund, warum du dich ständig verletzt. Und jetzt, da du es sehen kannst, bist du fähig aufzuräumen. Ja, das Sichtbar machen befähigt und so überhaupt erst zum Handeln. In diesem Sinne zitiert der Text auch das berühmte Gebet aus Psalm 51, verse 12. Wie lautet das? Schaffe in mir, oh Gott, ein reines Herz und erneuere in mir den festen Geist. Wenn wir das Konzept der Reinigung ernst nehmen, bedeutet ein reines Herz eben nicht, dass es ein perfektes Fehlerfreies Herz ist. Das ist wichtig, ja. Ein Mensch mit einem reinen Herzen hat genauso Fehler gemacht, wie alle anderen auch. Der Unterschied ist die Durchlässigkeit. Ja, ein reines Herz ist transparent. Es versteckt nichts mehr vor sich selbst. Es hat diese Abwehrmechanismen aufgegeben und ist bereit, sich vom Licht klären zu lassen. Das führt uns direkt zu dem Bild, das Louisa-Pikaretta verwendet. Und das ist für mich persönlich der intensivste Moment in unseren Quellen heute. Wenn dieses durchlässige Herz auf das Licht trifft, was passiert dann genau? Bikaretta beschreibt dieses göttliche Licht, das auf unseren Willen trifft als ein Feuer der Liebe. Ein Feuer, das alles unreine in der Seele verzehrt. Ein Feuer. Ja. Und wenn wir das Wort Feuer hören, denken wir natürlich unweigerlich an Zerstörung, an Schmerz, an Asche. Aber der Text liefert hier den wahrscheinlich wichtigsten Satz für das Verständnis dieser Mystik. Welcher Satz ist das? Es verbrennt nicht, es verwandelt. Wow, es verbrennt nicht, es verwandelt. Ja. Das ist fast schon archimistisch. Es nimmt dem Feuer komplett diesen zerstörerischen Schrecken. Ganz genau. Es ist die völlige Umkehrung unserer irdischen Logik von Bestrafung. Je mehr die Seele dieses Licht annimmt, so beschreibt es Pikaretta, desto durchsichtiger, friedlicher und gottähnlicher wird sie. Mhm. Der Prozess der inneren Reinigung ist eben kein Tribunal, bei dem man verurteilt wird. Es ist ein unendlich zärtlicher Vorgang und zwar an unserer verletzlichsten Stelle. An der Stelle, die wir am meisten verstecken wollen. Richtig. Die göttliche Kraft berührt uns exakt dort, wo wir am meisten Scham empfinden, wo wir am meisten wehtun. Aber eben nicht um den Finger in die Wunde zu legen, sondern um die Wunde in etwas Neues zu transformieren. Bis das Herz wieder, wie es in der Quelle so poetisch heißt, den Klang des Himmels trägt. Wunderschön. Gut, wir haben jetzt die tiefe theoretische Grundlage von Bertha Dudde durchdrucken. Wir haben die faszinierende Mechanik der mühelosen Hingabe von Bruno Gröning verstanden. Und wir haben die Angst vor der Blostellung durch die Gedanken von Prinz und Pikaretta abgebaut, indem wir Begriffen haben, dass das Feuer verwandelt, statt zu vernichten, ja eine ziemliche Reise bis hierhin. Aber die entscheidende Frage für dich, der uns gerade zuhört, lautet ja jetzt, wie wird das praktisch? Wie gehen wir von dieser intellektuellen tiefen Analyse ins tatsächliche erleben über? Unsere Quelle beläst es ja glücklicherweise nicht bei der Theorie. Sie bietet eine sehr konkrete geführte innere Einkehr an. Und diese praktische Anwendung beginnt mit der bewussten Visualisierung genau dieses Lichtes. Okay. Der Text leite dazu an, sich ein strahlendes weiß goldenes Licht vorzustellen, dass sich wie ein sanfter Regen aus absoluter Liebe auf einher absenkt. Wie ein sanfter Regen? Ja. In dem Moment, in dem du dich darauf einlässt, ist dieses Licht nicht länger ein abstraktes Theologisches Konzept. Es wird in dir als dein absolutes, unverfälschtes Gewissen spürbar. Und hier, genau hier, fordert der Text den ganzen Mut des Zuhörers ein. Definitiv. Wenn du dich diesen Licht öffnest, gibt es kein Versteckspiel mehr. Dein Gewissen, das jetzt von diesem Licht der Wahrheit beleuchtet wird, zeigt dir nun Glas klar, all die Dinge in deinem Leben, die einfach nicht in Ordnung waren. Alles verzichtbar. Die Momente, in denen du gelogen, betrogen, verletzt oder manipuliert hast. Und die Handlungsanweisung der Quelle ist für diesen Moment der Innenschau absolut unmissverständlich. Sie lautet, Schau ist dir an, akzeptiere keine Ausreden. Das hat. Ja, das ist radikale Selbstverantwortung. Das Licht duldet keine deiner üblichen Rechtfertigungen mehr. Kein, ich war gestresst. Kein, der andere hat mich aber provoziert. Oder in der Branche macht man das eben so. Nichts davon zählt mehr. Es bleibt nur der vollkommen nackte Blick auf deine eigenen Taten. Es ist der Moment der ultimativen Wahrheit suche in sich selbst. Der Text fügt dieser Selbstbefragung jedoch noch eine Norengse hinzu, die oft übersehen wird. Die aber psychologisch noch weit aus anspruchsvoller ist. Was meinst du? Es ist ja relativ einfach, wenn auch Schmerzhaft sich die Dinge einzugestehen, die man aktiv verbugt hat. Man weiß ja, dass man gelogen hat oder jemanden angeschrien hat. Das Gewissen zeigt dir unter diesem Licht jedoch noch eine ganz andere Kategorie der Verdunkelung. Ah! Ich zitiere hier mal den Originaltext. Es zeigt ja all die Geschehnisse, bei denen du etwas hättest tun müssen, aber nicht getan hast. Oh. Das ist der Bereich der wirklich wedhut, die Sünden der Unterlassung. Ganz genau. In der Müsstik ist das ein absolut zentrales Thema. Unterlassene Liebe ist aktive Verdunkelung. Verstehe. Wenn du weggeschaut hast, als jemand gedemütigt wurde. Wenn du geschwiegen hast, als deine Stimme für die Wahrheit gebraucht wurden wäre. Mhm. Wenn jemand einfach nur deine Zeinet oder dein Mitgefühl gebraucht hätte und du dich aus purer Bequemlichkeit abgewandt hast. Es geht also nicht nur um begangenes Unrecht, sondern um verweigerte Liebe. Genau. Und auch für diesen Bereich gilt die strengere Regel. Der Einkehr schaue es dir an, bleibt bei der Wahrheit, akzeptiere keine Ausreden. Mhm. Nachdem der Text den Leser durch diesen rigorosen Prozess der Ehrlichkeit geführt hat, lässt er ihn aber nicht in der Scham zurück. Das wäre ja auch verteilt. Eben. Er bietet sofort einen Ausweg an. Ein Gebet, das als Brücke zur eigentlichen Heilung fungiert. Es lautet, Herr, reinige mein Herz, damit deine Liebe in mir wohnen kann. Herr, reinige mein Herz, damit deine Liebe in mir wohnen kann. Ja. Es ist die tiefe innere Bitte, diesen Raum, den man gerade so schmerzhaft aber ehrlich ausgeräumt hat, nun mit der verwandelnden Substanz der göttlichen Liebe aufzufüllen. Was nehmen wir also mit aus dieser intensiven Erkundung unserer Quellen? Wir haben gesehen, dass die Seele eine Klärung benötigt, so unweigerlich wie der Körper eben Wasser braucht. Mhm. Bertha Dudde hat uns vor die Wahl gestellt. Lassen wir zu, dass die sanfte, aber unglaublich mächtige Kraft der aktiven Liebe unsere Verhärtungen auflöst, oder warten wir ab bis unsere Blockaden so massiv werden, dass das Leben selbst uns durch einen schmerzhaften Leidensgang zwingen muss, unsere Schalen aufzubrechen. Eine weitrechende Entscheidung. Und wir haben von Bruno Gröning den Schlüssel für die Umsetzung bekommen. Es braucht eben keine verbissene Anstrengung, sondern das absolute Gegenteil, die vertrauensvolle Hingabe. Das öffnen der Ventile. Genau. Und schließlich haben wir gelernt, dass wir vor dem Licht der Wahrheit absolut keine Angst haben müssen. Das göttliche Feuer verbrennt unsere Fehler und unsere Ausreden nicht um uns zu vernichten. Sondern allein zu dem Zweck uns neu zu machen. Bevor wir dich wieder in deinen eigenen Alltag entlassen, möchten wir dir noch einen Gedanken mitgeben. Ein Gedanken, der aus dem Kern dieser Texte entspringt, dich aber weiter begleiten soll, wenn es gleich wieder still wird im Raum. Wir neigen alle dazu, unseren inneren Fokus auf unsere lauten Verfehlungen zu richten. Auf die Momente, in denen wir aktiv und sichtbar etwas zerstört haben. Aber wenn jenes Reinigende bedingungslos liebende Licht, von dem wir heute gesprochen haben, wenn das jetzt genau in diesem Moment dein Leben durchleuchten würde, würdest du die tiefsten Schatten tatsächlich dort finden, wo du etwas aktiv verbrochen hast? Oder legen sie vielleicht in dem großen leeren Raum? In all den leisen Momenten, in denen du die Macht gehabt hättest zu helfen, zu trösten, zu lieben oder zu sprechen und dich stattdessen einfach weggedreht hast. Wenn dieses Licht das Herz berührt, wird alles rein, alles klar, alles neu.

Feedback geben

Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts