S1E016 Der wahre Arzt und die rechte Medizin
Warum Gottes Wort die Medizin der Seele ist
11.04.2026 21 min
Zusammenfassung & Show Notes
Inhaltsangabe – S1E016
Der wahre Arzt und die rechte Medizin – Warum Gottes Wort die Medizin der Seele ist
In dieser Episode von Lass Jesus dein Arzt sein betrachten wir die geistliche Kundgabe von Bertha Dudde (Nr. 6844 vom 3. Juni 1957) mit dem Titel „Der rechte Arzt und die rechte Medizin“.
Die Kundgabe macht deutlich, dass die Seele des Menschen zu Beginn ihres Erdenlebens noch in einem Zustand der Schwäche ist und zur Heilung geführt werden soll. Die wahre Medizin, die zur Gesundung der Seele beiträgt, ist dabei nicht äußerer Natur, sondern Gottes lebendiges Wort, das dem Menschen immer wieder angeboten wird – jedoch ohne Zwang.
Viele Menschen übersehen diese göttliche „Medizin“ und suchen Heilung ausschließlich im Äußeren. Doch die tiefste Heilung beginnt dort, wo der Mensch sich Gott zuwendet und bereit ist, auf Sein Wort zu hören.
Die Episode zeigt, dass Christus der wahre Arzt der Seele ist. Durch Sein Wort, Sein Beispiel und Seine Gegenwart eröffnet Er den Weg zur inneren Heilung und geistigen Erneuerung.
Gleichzeitig wird deutlich, dass auch schwierige Lebenssituationen und Leid eine Bedeutung haben können: Sie können den Menschen dazu bewegen, innezuhalten, sich neu auszurichten und den Weg zurück zu Gott zu finden.
Ergänzt wird die Kundgabe durch geistliche Impulse aus der Bibel sowie von Bruno Gröning, Luisa Piccarreta, Thomas von Kempen, Derek Prince und Franz von Sales. Sie alle weisen darauf hin, dass wahre Heilung dort beginnt, wo der Mensch sein Herz öffnet und sich Gott anvertraut.
Ein praktischer Teil lädt dazu ein, Gottes „Medizin“ im Alltag bewusst anzunehmen – durch Stille, Gebet, Vertrauen und die innere Ausrichtung auf Gottes Wort.
Am Ende steht eine klare Erkenntnis:
Der Mensch sucht oft Heilung in der Welt –
doch die tiefste Heilung beginnt dort, wo er Gott zuhört.
doch die tiefste Heilung beginnt dort, wo er Gott zuhört.
Denn Christus ist der wahre Arzt –
und Sein Wort ist die Medizin der Seele.
und Sein Wort ist die Medizin der Seele.
S1E016 – Der wahre Arzt
Warum Gottes Wort die Medizin der Seele ist
🎧 Episodenüberblick
In dieser Episode von Lass Jesus dein Arzt sein betrachten wir die geistliche Kundgabe von Bertha Dudde (Nr. 6844 vom 3. Juni 1957) mit dem Titel „Der rechte Arzt und die rechte Medizin“.
Die Kundgabe zeigt, dass die Seele des Menschen zu Beginn ihres Erdenlebens in einem Zustand der Schwäche ist und zur inneren Heilung geführt werden soll. Gott bietet dem Menschen immer wieder die wahre „Medizin“ an – Sein lebendiges Wort. Doch dieses wird ohne Zwang gegeben, sodass viele Menschen daran vorübergehen und die Heilung ihrer Seele nicht annehmen.
Christus selbst ist der wahre Arzt der Seele. Durch Sein Wort, Sein Leben und Seine Liebe zeigt Er den Weg zur inneren Gesundung und zur geistigen Reifung.
Die Episode lädt dazu ein, den Blick von äußeren Lösungen hin zur inneren Verbindung mit Gott zu richten – denn dort beginnt die tiefste Heilung.
🌿 Geistliche Impulse
📖 Biblische Perspektive
Jesus selbst spricht:
„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“
— Markus 2,17
Diese Worte zeigen:
Christus kennt die Schwäche des Menschen – und gerade deshalb ist Er gekommen, um zu heilen.
Christus kennt die Schwäche des Menschen – und gerade deshalb ist Er gekommen, um zu heilen.
🌿 Bruno Gröning – Gott als größter Arzt
Bruno Gröning lehrte:
„Gott ist der größte Arzt – der Mensch kann nur helfen.“
Die göttliche Kraft wirkt dort, wo der Mensch sich innerlich öffnet und bereit ist, sie zu empfangen.
🌿 Luisa Piccarreta – Das Wort als lebendige Kraft
Luisa Piccarreta beschreibt Gottes Wort als lebendige Nahrung für die Seele.
Es ist nicht nur Belehrung, sondern Kraft, die den Menschen innerlich verändert und stärkt.
🌿 Derek Prince – Gottes Wort als Heilung
Derek Prince betont:
Gottes Wort ist die stärkste Medizin für Geist, Seele und Körper.
Wer es bewusst aufnimmt, erfährt Veränderung im Denken, im Herzen und im inneren Frieden.
🌿 Thomas von Kempen – Wahre Heilung von innen
Thomas von Kempen erinnert daran, dass die tiefste Heilung nicht von außen kommt, sondern aus der Beziehung zu Gott.
Wer sich Ihm anvertraut, findet Trost und innere Ruhe.
🌿 Franz von Sales – Gottes Stimme im Inneren
Franz von Sales lehrt, dass Gott leise im Herzen spricht.
Wer still wird und sich öffnet, kann diese Stimme wahrnehmen und sich von ihr führen lassen.
🧘 Praxisteil
Gottes „Medizin“ im Alltag empfangen
1. Einen Moment der Stille finden
Setze dich ruhig hin und werde still.
„Herr, ich öffne mein Herz für Dein Wort.“
2. Ein Wort Gottes aufnehmen
Lies einen kurzen Bibelvers und lasse ihn in dir wirken.
3. Das Herz auf Gott ausrichten
„Jesus, Du bist mein Arzt.
Heile meine Seele.“
Heile meine Seele.“
4. Vertrauen lernen
Gib deine Sorgen bewusst Gott ab:
„Herr, ich vertraue Dir mein Leben an.“
5. Den Heilstrom empfangen
Stell dir vor, wie Gottes Licht dich durchströmt.
Frieden breitet sich aus.
Das Herz wird ruhig.
Frieden breitet sich aus.
Das Herz wird ruhig.
✨ Kernaussage der Episode
Der Mensch sucht oft Heilung im Außen.
Doch die tiefste Heilung beginnt im Inneren – in der Verbindung mit Gott.
Doch die tiefste Heilung beginnt im Inneren – in der Verbindung mit Gott.
Christus ist der wahre Arzt –
und Sein Wort ist die Medizin der Seele.
und Sein Wort ist die Medizin der Seele.
Transkript
Hallo und herzlich willkommen zurück, schön, dass du wieder dabei bist.
Ja, hallo, auch von mir.
Wenn du heute einschaltest, dann vermutlich,
weil du genau wie wir diese unbändige Neugier in dir trägst.
Du möchtest die Dinge nicht nur an der Oberfläche angratzen,
sondern wirklich verstehen, wie sie zusammenhängen.
Genau.
Und dafür haben wir diese maßgeschneuderte Erkundung für dich vorbereitet.
Wir begeben uns heute auf eine Reise durch deine Eingerechtenquellen,
die wirklich direkt in die Tiefe geht.
Eine ganz besondere Dynamik, finde ich.
Die Texte, die du uns hier für geschickt hast,
The Learner, die bringen eine unglaubliche Dichte
und eine sehr spezifische, fast schon greifbare Atmosphäre mit sich.
Absolut.
Es geht um Philosophie, um mystik,
aber vor allem um eine sehr praktische Herangehensweise an innere Krisen.
Das trifft es perfekt.
Unser absoluter Schwerpunkt heute ist ein Text, der historisch ist,
aber irgendwie völlig zeitlos wirkt.
Die Kundgabe Nummer 68, 44 von Bertha Dudde,
datiert auf den dritten Juni 1957.
Mhm.
Der Titel lautet der rechte Arzt und die rechte Medizin.
Aber bevor wir jetzt loslegen, muss ich eine Sache direkt vorwegnehmen.
Wir machen das heute ein bisschen anders als sonst.
Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden,
bei diesem speziellen Text auf eine klassische,
distanzierte Zusammenfassung zu verzichten.
Bei einem Text von dieser sprachlichen und emotionalen Wucht
wäre eine trockene Zusammenfassung fast schon ein Verlust.
Ja.
Die Sprache selbst transportiert diese feierliche Heilende
und teils auch sehr manende Stimmung.
Wenn wir das nur umschreiben, verlieren wir einfach die Essenz.
Wir wollen den Text heute wirklich ungefiltert wirken lassen.
Unsere Mission für die nächste Zeit lautet also,
wir lassen den Text für sich selbst sprechen.
Wir erkunden die tiefe spirituelle Bedeutung,
dieser faszinierenden Metapher von Jesus als dem Warenarzt der Seele.
Mhm.
Wir erreichen das mit historischen Impulsen aus deinen Quellen an
und gehen am Ende in eine konkrete Praxisanwendung für deinen Alltag.
Richtig.
Lass uns das mal auspacken, womit genau starten wir hier.
Was ist denn die Grundanname von Bertha Dudde?
Die Prämisse mit der sie in diesen Text einsteigt,
ist eben so radikal wie spannend.
Die Grundanname lautet nämlich,
dass die menschliche Seele eben nicht Kern gesund und strahlend auf diese Welt kommt.
Okay.
Sondern im Kern krank ist.
Das gesamte Erdenleben wird in diesem Text im Grunde,
wie so eine Art Krankenhausaufanthalt beschrieben.
Wow, okay.
Es ist der notwendige Weg zur fülligen Gesundung.
Es geht hier ausnahmsweise mal nicht um die Optimierung des physischen Körpers,
sondern wirklich um den Zustand der Seele.
Und um dieses Bild wirklich spüren zu können,
werde ich jetzt einfach mal den ersten Block aus dem Originaltext vorlesen.
Lass diese Worte mal einen Moment auf dich wirken.
Dudde schreibt,
"Was zur Gesundung der Seele führt, wird euch Menschen immer wieder verabreicht,
jedoch stets euch Angeboten ohne Zwang. Es ist anzunehmen."
Da stecken wir schon mitten drin im Dilemma.
Dieses Angebot ohne Zwang.
Richtig. Und sie führt das direkt weiter aus.
Sie schreibt, und darum bleiben so viele Seelen krank und schwach,
weil sie daran vorübergehen, was ich ihnen in meiner Liebe ständig da biete.
Mein Wort, dass die beste Medizin ist für die Todkranke Seele.
Ja.
Wenn man das solist ist, ist das schon eine gewaltige Ansage.
Das Wort als echte Medizin.
Was hier wirklich faszinierend ist,
ist diese ganz wörtliche Definition von Medizin.
Das Wort Gottes wird in Duddes Text nicht einfach als eine Ansammlung
von netten philosophischen Ratschlägen oder moralischen Leitplanken beschrieben.
Es wird als eine tatsächliche, energetisch,
wirksame Substanz dargestellt.
Eine Medizin im wahrsten Sinne des Wortes.
Es ist die direkte Intervention für etwas,
dass sie ganz unmissverständlich als Todkrank bezeichnet.
Und der Text geht dann sehr detailliert auf den Arzt ein,
der diese Medizin bringt.
Duddes schreibt weiter,
"Ich bin selbst als Mensch über die Erde gegangen,
um euch allen das Beispiel eines rechtgelebten Erdenwandels zu geben."
Ja.
"Ich wusste um alle Schwächen und Mängel eines Menschen,
und ich habe euch allen den Weg aufgezeigt,
wie ihr trotz eurer Schwäche und Mangelhaftigkeit euer Ziel erreichen könnt."
Das ist so stark.
Und jetzt kommt der entscheidende Teil.
Sie schreibt,
"Ich habe euch gelehrt, also selbst zu euch gesprochen,
ich habe euch selbst auf Erden die Medizin dargereicht,
durch die ihr gesunden konntet."
Das ist ein wunderschönes Bild.
Es zieht die direkte Verbindung zwischen dem historischen Wirken von Jesus
und einer kontinuierlichen andauernden Inneren Heilung.
Der Arzt war da, er hat die Diagnose gestellt
und er hat die Medizin übergeben.
Aber, und das ist halt der springene Punkt in jeder Arztpatienten Beziehung,
das Rezept auf dem Nachtisch heilt den Patienten nicht.
Klar.
Der Patient muss die Tablette auch schlucken.
Er muss das Wort aufnehmen.
Das bringt uns zu einem Releitmotiv,
der durchzieht, der freie Wille.
Du de beschreibt das so.
Ich steige selbst im Wort zu euch Menschen heraniedern.
Ich bin im Wort bei euch.
Mhm.
Weil es mich erbarmte, eure kranken Seelen in Schwäche dahin wandeln zu sehen.
Weil ich weiß, dass ihr einen Arzt braucht, der euch heilen kann.
Ja.
Weil er euren Zustand kennt und die Rechte Medizin bereithält.
Und dann wird betont, dass dieses Heilmittel immer,
absolut immer, ohne Zwang angeboten wird.
Wenn wir das mit dem ganzen Verbinden verbinden,
müssen wir uns fragen, warum das so wichtig ist.
Man könnte ja ganz naiv argumentieren,
wenn da ein mächtiger, liebender Arzt ist, der genau sieht,
wie wir leiden. - Ja.
Warum schnippt er nicht einfach mit den Fingern und macht uns gesund?
Warum dieses langwierige Angebot ohne Zwang?
Ja, das ist eigentlich die logische Frage, die man sich darstellt.
Die, die dieser Text gibt, lautet im Grunde,
weil eine Erzwungene Heilung den Geist des Menschen brechen würde.
Der göttliche Arzt erzwingt niemals eine Kommunikation.
Eine echte, tiefgreifende Heilung der Sele kann nur geschehen,
wenn der Patient aus freien Stücken kooperiert.
Es gibt dieses alte Bild in der Müßdick.
Die Tür zum Herzen hat nur innen eine Klinke.
Ah, das ist ein gutes Bild. - Ja.
Sie kann von außen nicht aufgestoßen werden.
Wenn der Mensch aus freiem Willen an der angebotenen Medizin vorübergeht,
verbleibt die Sele schlichtweg in ihrer Schwäche.
Aber genau hier nimmt der Text eine ziemlich scharfe Kurve.
Wir haben jetzt viel über dieses sanfte, liebevolle Angebot gesprochen.
Aber was passiert eigentlich, wenn der Patient die leise Stimme des Arztes
chronisch ignoriert? - Mhm.
Wenn er sich immer weiter in seine Krankheit verrennt? - Mhm.
Dude wird hier deutlich unbequeme und mannender.
Und ich leese das jetzt auch mal in der Klarheit vor,
die im Originaltext steht. - Ja, mach mal.
Sie schreibt, und so muss ich, meine Stimme,
ungewöhnlich laut ertönen lassen.
Das ist der Moment, wo der Arzt die Stimme hebt, ja. - Genau.
Sie schreibt weiter, ich muss als ein gewissenhafter Arzt
auch schmerzhafte Eingriffe vornehmen,
um euch vor dem sicheren Tode der Sele zu retten.
Mhm. - Daran denkt, wenn ihr Dinge erleben werdet,
die euch grausam erscheinen,
die ihr nicht mit der Lieber eines Gottes in Einklang zu bringen vermögelt.
Das sitzt. - Und dann kommt der Satz, der das ganze zusammenfasst?
Denke daran, dass auch der schmerzhafteste Eingriff
nur in meiner Liebe zu euch begründet ist.
Das ist gelindige Sagt schwere Kost.
Da muss ich jetzt auch wirklich mal kurz einhaken,
wenn man das so ließt.
Also schmerzhafter Eingriffe, Dinge, die grausam erscheinen,
in deinen Quellen wird er in diesem Kontext sogar von massiven
Schicksalsschlägen oder Naturkatastrophen gesprochen.
Ja, richtig.
Wenn ich so was höre, streubt sich bei mir erst mal alles.
Wie bringt man das denn mit einem liebenden Gott zusammen?
Das klingt für viele Ohren heute doch fast nach einem straffenden Wütenden Gott.
Ist das nicht ein riesiger Widerspruch?
Das ist völlig verständlich, dass du da einhagst.
Das ist ja im Grunde eine der ältesten philosophischen Fragen der Menschheit,
verpackt in einem Text aus den 50ern.
Wie kann ein guter liebender Gott so viel Leid zu lassen oder so initiieren?
Ja, eben.
Aber du dir liefert hier eine sehr spezifische, fast schon klinische Perspektive.
Lass uns im Bild des Textes bleiben.
Denk an einen hochqualifizierten Chirurgen.
Okay.
Wenn ein Chirurk ein Skalpel ansetzt und einen Menschen aufschneidet,
dann fügt er dem Körper in diesem Moment massives Schmerzen zu.
Er verletzt in taktes Gewebe, er verursacht Blutungen.
Wenn jemand nicht wüsste, was eine Operation ist,
würde er das für einen Akt unfassbarer Grausamkeit halten.
Aber der Chirurk tut das nicht aus Zorn oder Wut.
Das stimmt.
Er tut es aus absoluter, unumgänglicher Notwendigkeit,
um beispielsweise einen Tumor zu entfernen,
der den Patienten sonst definitiv das Leben kosten würde.
Du des Text argumentiert exakt auf dieser Linie.
Ah, okay.
Gott greift zu drastischen Mitteln,
wenn seine Leisestimme völlig ignoriert wird.
Diese Schmerzhaften Ereignisse sind kein göttlicher Zorn.
Sie sind sozusagen eine spirituelle Not-Operation.
Ein Eingriff aus reinster Liebe, um die Seele wachzurütteln,
bevor sie unwiederruflich schaden nimmt.
Das ist ein interessanter Gedanke.
Es macht den Schmerz einer Krise im Moment des Erlebens
nicht weniger Schmerzhaft.
Aber es gibt dieser Krise eine völlig andere Bedeutung.
Ganz genau.
Es ist nicht sinnlos.
Und der Text lässt uns an dieser Stelle auch nicht in dieser Härte hängen?
Es gibt einen wunderbaren, sehr tröstenden Wendepunkt in der Kundgabe,
den ich dir "The Learner" jetzt nicht vorenthalten möchte.
Mhm, ließ gerne vor.
Besser Dude schreibt.
So wie ihr nur einmal mir die Möglichkeit gibt, euch anzusprechen,
indem ihr euch in Gedanken befasset mit dem einen mächtigen.
Ja.
Ist für euch schon eine große Gefahr abgewendet?
Das ist der Moment des Aufatmens.
Eine winzige Öffnung genügt.
Ein einziger ehrlicher Gedanke,
richtet, reicht aus, um diese absolute Notwendigkeit des harten Eingriffs abzuwenden.
Wahnsinn.
Ja, sobald der Patient auf dem Opetisch auch nur ein Leises,
ich brauche Hilfe, denkt, ändert sich die gesamte Dynamik der Behandlung.
Und hier wird es wirklich interessant.
Denn während wir uns jetzt sehr intensiv mit diesem einen Text von Bertha Dude befasst haben,
zeigt ein Blick in deinen restlichen Quellenstapel,
dass sie mit dieser Sichtweise überhaupt nicht alleine da steht.
Überhaupt nicht.
Deine Unterlagen bringen eine Art faszinierenden Koa der Zeugen zusammen.
Wir haben da Stimmen von unterschiedlichsten Müßdikern, Heilern und Gelehrten
aus ganz verschiedenen Epochen, die genau diese Tese stützen.
Lasst uns diese Leute mal kurz in einen Dialog treten lassen.
Sehr gerne, fangen wir direkt bei der ältesten und wohl bekanntesten Quelle an,
der Bibel selbst.
Im Markus Evangelium, im zweiten Kapitel, sagt Jesus,
nicht die gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin nicht gekommen, gerechtet zu rufen, sondern sünder.
Das ist im Grunde 1 zu 1 die Prämisse von Dude.
Jesus bezeichnet sich selbst als den Arzt.
Er sagt ganz offen, ich kenne eure Schwäche.
Er erwartet überhaupt keine perfekten, strahlenden Menschen im Wartezimmer,
er kommt gezielt für die, die spirituell oder seelisch krank sind.
Und wenn wir dann in einen riesigen zeitlichen Sprung machen,
finden wir in deinen Quellen den geistigen Heiler Bruno Gröning
aus dem 20. Jahrhundert.
Er hat einen sehr markanten Satz geprägt.
Gott ist der größte Arzt.
Der Mensch kann nur helfen, heilen kann nur Gott.
Ja.
Gröning sprach in seine Arbeit immer wieder vom heilstrom Gottes.
Da muss ich kurz nachfragen.
Heilstrom klingt für moderne, rationale Ohren vielleicht erst mal
ein bisschen esoterisch oder abstrakt.
Was genau meinte er damit in der Praxis?
Das ist eine gute Frage.
Man kann sich diesen Heilstrom am besten wie eine unerschöpfliche Energieköhle vorstellen,
die permanent fließt.
Wie radiowellen, die immer in der Luft sind.
Okay, aber und hier schließt sich der Kreis zu du des freien Willen,
damit das Radiomusik abspielt, musst du es einschalten
und auf die richtige Frequenz einstellen.
Wenn die innere Ausrichtung des Menschen fehlt,
wenn er auf Larm und Ablenkung programmiert ist,
fließt dieser Strom einfach an ihm vorbei.
Es geht bei Gröning um einen Zustand des absoluten vertrauensvollen Loslassens,
in dem diese heilsame Energie überhaupt erst physisch und psychisch spürbar wird.
Das passt auch unglaublich gut zu dem,
was die italienische Müßdikerin Luisa Picaretta in einer deiner Quellen formuliert hat.
Sie sagte, mein Wort ist Leben für die Seele.
Bei ihr ist das göttliche Wort nicht nur Medizin für einen akuten Notfall,
sondern es ist die ständige tägliche Nahrung.
Es ist das, was die Seele überhaupt erst am Leben hält.
Und wenn wir uns ansehen,
was der britische Bibellehrer Derek Prinz dazu geschrieben hat,
wird das Ganze noch handfester.
Oh ja, Prinz.
Prinz lehrte oft bezogen auf das Buch der Sprüche.
Gottes Wort ist die stärkste Medizin für Geist, Seele und Körper.
Wow.
Warum ist das so?
Weil Worte ganz real unser Denken formen.
Wenn ein Wensch anfängt, solche Worte wie eine tägliche Medizin aufzunehmen,
formatiert er quasi seine innere Festplatte neu.
Gelesene oder gehörte Angst wird durch gelesenes Vertrauen ersetzt.
Die andauernde Unruhe weicht einem tiefen, kognitiven Frieden.
Das ist ein super Bild.
Und genau diesen Frieden von dem du sprachst, betonen auch die beiden
letzten Stimmen aus deinen Quellen.
Thomas von Kämpen, ein Müßdiker aus dem Mittelalter, schrieb,
suche Trost nicht bei Menschen, sondern bei Gott.
Denn nur er kann das Herz wahrhaft heilen.
Wunderschön.
Und der von süßische geistliche Lehrer Franz von Sales
ergänzte das später wirklich passend.
Gott spricht im Innersten des Herzens.
Wer still wird, kann seine Stimme hören.
Und weißt du, was mir dabei durch den Kopf geht?
Diese beiden Zitate fassen eigentlich das Haupt,
die Lämmer unserer heutigen Zeit perfekt zusammen.
Wir suchen ununterbrochen Trost und Heilung im Außen.
Wir scrollen Stunden lang durch Feeds,
wir suchen Bestätigung bei Kollegen.
Wir kaufen Dinge, um uns kurz besser zu fühlen.
Absolut.
Aber von Sales erinnert uns daran, dieser göttliche Arzt schreit nicht.
Außer in absoluten Notfällen, wie wir vorhin bei Dudesesium gesehen haben.
Im Normalfall flüstert er, er spricht im Innersten.
Und wenn unser Leben aus Dauerbeschallung besteht,
haben wir gar keine Chance, diese leise Medizin in dem Fang zu nehmen.
Das ist das perfekte Stichwort für uns, The Learner.
Wir haben jetzt unheimlich viel über die feierliche Theorie gesprochen,
über die Metaphanen und die historischen Zeugen.
Aber wie bringt man das jetzt auf die Straße?
Ja, das ist die große Frage.
Wie wendet man dieses Wissen an einem normalen Dienstag vormittag an?
In deinen Quellen gibt es glücklicherweise einen echten Praxisteil.
Eine Anleitung in fünf Schritten,
wie man die Medizin Gottes im Alltag anwendet.
Ich würde vorschlagen, wir nehmen jetzt ganz bewusst mal das Tempo raus.
Lasst uns diese fünf Schritte nicht einfach abhandeln,
sondern wirklich mal durchdenken.
Das ist eine sehr gute Idee.
Denn intellektuell zu verstehen, dass Worte heilen können,
ist das eine, es zu tun, das andere.
Lasst uns zwei Schritte eins anfangen.
Der erste Schritt lautet einen Moment der Stille suchen.
Das klingt banal, aber überlegt mal, wie radikal das heute ist.
Sich wirklich bewusst aus dem Lärm herauszunehmen.
Kein Handy, keine Musik, keine Gespräche.
Einfach ruhig hinsetzen, ein paar Mal tief durchatmen und innerlich den Raum öffnen,
in dem man vielleicht einfach sagt,
"Herr, ich öffne mein Herz für dein Wort."
Wenn wir bei unserem Arztbild bleiben,
ist das Betreten des Wartezimmer, oder?
Genau.
Man schließt die Tür zur lauten Straße, enter sich.
Und dann kommt Schritt 2. Ein Wort Gottes aufnehmen.
In deiner Quelle wird vorgeschlagen,
sich einen ganz kurzen Fährst zu nehmen.
Zum Beispiel diesen Klassiker, der Herr ist mein Hürte, mir wird nichts mangeln.
Der Trick hier ist, diesen Satz jetzt nicht intellektuell zu setzieren
oder Theologisch zu analysieren.
Man soll ihn einnehmen wie eine Tablette mit verzögerter Wirkstofffreisetzung.
In einfach im Herzen nachklingen lassen.
Richtig.
Und während dieses Wort nachklingt,
gehen wir über in Schritt 3.
Das Herz auf Gott ausrechten.
Man spricht ganz leise oder denkt es nur,
"Jesus, du bist mein Arzt. Heile, meine Seele."
Ja.
Das ist psychologisch einen ganz wichtiger Moment.
Man erkennt in diesem Moment die eigene Bedürftigkeit an.
Man hört auf, so zu tun, als hätte man alles im Griff,
man benennt den Arzt und gibt's zu "ich brauche Heilung".
Das führt direkt zu Schritt 4.
Und ich wette, dass es für die meisten von uns der Schwärste.
Oh, ja.
Schritt 4 lautet Vertrauenlernen.
Wir klammern uns ja unheimlich gerne an unseres Sorgen.
Wir drehen sie im Kopf hin und her, als könnten wir sie dadurch lösen.
Hier wird uns geraten, sie bewusst abzugeben.
Mit dem simplen Satz herre ich vertraue dir mein Leben an.
Das ist wie das Loslassen eines Lenkrats.
Es ist ein enormer Kontrollverlust, ja.
Aber genau dieser bewusste Kontrollverlust ist notwendig für Schritt 5.
Den Heilstrom empfangen.
Wenn du das Vertrauen ausgesprochen hast, wenn du das Lenkrat losgelassen hast,
dann bist du überhaupt erst in dem Zustand,
dieses göttliche Licht, diese Energie von der Gröningssprach aufzunehmen.
Was dann passiert, ist oft sehr physisch.
Der Atem wird ruhiger, die Schultern sinken ab.
Ein tiefer Frieden breitet sich aus.
Das Rasendeherz wird still.
Wenn man sich nur gedanklich durch diese 5 Schritte bewegt,
merkt man schon, wie sich der eigene Puls etwas beruhigt.
Total.
Es ist eine faszinierend einfache.
Aber wenn man sie wirklich durchzieht, eine unfassbar tiefgreifende Praxis.
Wenn wir das alles die feierlichen Worte von Bertha Dudde,
die mystiker, die praktische Übung mit dem großen ganzen verbinden,
dann ist die Kernbotschaft einer heutigen Quellen absolut bestechend.
Wir alle verbringen unendlich viel Zeit, damit Heilung, Trost und Ganzwertung
in der äußeren Welt zu suchen.
Ja.
Wir suchen es in Karrieren, in Beziehungen, in Medikamenten,
die nur die Symptome unserer inneren Unruhe betäuben.
Doch all diese Texte rufen uns eindringlich in Erinnerung.
Die tiefste, die eigentliche Heilung beginnt immer genau dort,
wo der Mensch innehält, wo er stoppt, den Lärm ausschaltet und Gott zuhört.
Christus wird hier als der wahre Arzt verstanden
und sein gesprochenes, liebendiges Wort
ist die wirksamste Medizin für unsere Todkranke Seele.
Das fast unsere Erkundung heute wirklich unterschönt zusammen.
Aber "The Learner", bevor wir uns von dir verabschieden,
möchte ich dir noch einen letzten, etwas provokativeren Gedanken mitgeben.
Etwas zum Kaun für die nächsten Tage,
das zwar nicht eins zu eins zu in deinen Quellenstand,
aber unweigerlich darauf aufbaut.
Ich bin gespannt.
Wir haben heute gelernt, dass Worte, spezifisch das Wort Gottes,
echte Heilsame Medizin für unsere Seele sein können.
Sie haben Substanz.
Wenn das wahr ist, das Worte eine derart gewaltige Wirk macht auf unser Inneres haben,
was bedeutet das dann im Umkehrschluss
für die Tausenden von Worten, die wir jeden verdammten Tag
völlig umgefiltert in uns aufnehmen?
Oha.
Ich spreche von den endlosen Breaking News auf dem Smartphone.
Den toxischen, hasserfüllten Kommentarspalten auf Social Media
oder auch nur dem ständigen, zynischen Klatschern der Kaffeemaschine im Büro.
Wenn Gotteswort die Heilende Medizin für unser spirituelles Immunsystem ist,
aus was besteht dann eigentlich unsere alltägliche, oft völlig unbewusste Wort "Diet".
Sehr guter Punkt.
Füttern wir unsere Seele von morgens bis abends mit Werbarlim-Junk Food
und wundern uns dann am Ende des Tages,
warum wir innerlich völlig ausgebrannt, ängstlich und um im Bild von Dude zu bleiben, krank werden.
Lasst das mal ein bisschen in dir arbeiten.
Wenn du das nächste Mal durch deinen Feeds growlst, den Fernseher einschaltest,
oder dich auf einen kleinen Moment der Stille einlässt.
Ein starker Gedanke zum Abschluss.
Wir sind damit am Ende unserer heutigen, maßgeschneiderten Erkundung angekommen.
The learner, ich möchte dir von ganzem Herzen für diese unglaublich dichten,
bedeutungsvollen Quellen danken, die du uns hier zur Verfügung gestellt hast.
Auch von mir, vielen Dank.
Es war uns eine echte Freude, diesen Texten, den Raum zu geben, den sie verdienen.
Wir wünschen dir auf deinem weiteren Weg unheimlich viel Frieden,
sehr viel Gesundheit für deinen Körper und ganz besonders für deine Seele und vor allem viel Klarheit.
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