Lass Jesus dein Arzt sein

der wahre Weg zur Heilung für Körper und Seele

S1E013 Wenn Gott schweigt reift der Glaube

20.03.2026 24 min

Zusammenfassung & Show Notes

Episode S1E013

Wenn Gott schweigt, reift der Glaube
In dieser Episode von „Lass Jesus dein Arzt sein“ geht es um eine Erfahrung, die viele Menschen aus ihrem Leben kennen: Zeiten, in denen Gebete scheinbar unbeantwortet bleiben und der Himmel still wirkt.
Gerade in schwierigen Lebensphasen kann dieses Schweigen wie eine schmerzhafte Leere erscheinen. Doch die spirituellen Quellen dieser Episode zeigen eine überraschende Perspektive:
 Das Schweigen Gottes ist nicht Abwesenheit – sondern oft eine Phase innerer Reifung.
Die Folge beleuchtet, wie Vertrauen gerade dann wachsen kann, wenn keine spürbare Bestätigung vorhanden ist. In solchen Momenten wird der Glaube von äußeren Gefühlen gelöst und gewinnt eine tiefere, stabilere Grundlage.
Verschiedene spirituelle Stimmen – unter anderem Bertha Dudde, Bruno Gröning sowie klassische Mystiker wie Johannes vom Kreuz oder Thomas von Kempen – weisen darauf hin, dass Zeiten der Stille oft notwendige Abschnitte des inneren Wachstums sind.
Die Episode beschreibt dabei drei mögliche Formen des göttlichen Schweigens:
  • Das Schweigen der Prüfung, in dem Vertrauen gestärkt wird.
  • Das Schweigen der Vorbereitung, in dem im Verborgenen neue Grundlagen entstehen.
  • Das Schweigen der Korrektur, das hilft, den eigenen Weg neu auszurichten.
Ein zentrales Bild dieser Folge ist das Wachstum eines Samens im Dunkeln:
 Wie ein Samen erst in der stillen Erde Wurzeln bildet, bevor er sichtbar wächst, kann auch der Glaube gerade in Zeiten der inneren Dunkelheit seine tiefsten Wurzeln entwickeln.
Die Episode lädt dazu ein, den eigenen Glauben nicht nur von emotionalen Erfahrungen abhängig zu machen, sondern Vertrauen auch dann zu leben, wenn nichts spürbar ist.
Am Ende bleibt eine tiefgehende Erkenntnis:
Ein stiller Himmel bedeutet nicht, dass Gott fern ist – manchmal bedeutet es, dass der Glaube gerade tiefer wächst als wir es wahrnehmen können.


Lass Jesus dein Arzt sein

Episode S1E013 – Wenn Gott schweigt, reift der Glaube

Worum es in dieser Folge geht
Viele Menschen erleben im Leben Zeiten, in denen sie nach Orientierung suchen, beten oder hoffen – und dennoch scheint der Himmel still zu bleiben. Gerade in schwierigen Lebenssituationen kann dieses Schweigen wie eine schmerzhafte Leere wirken.
In dieser Episode wird eine andere Perspektive auf diese Erfahrung eröffnet:
 Das Schweigen Gottes ist nicht unbedingt ein Zeichen der Abwesenheit, sondern kann eine Phase der inneren Reifung sein.
Die Folge zeigt, dass Vertrauen gerade dann wächst, wenn äußere Bestätigung fehlt. In solchen Momenten löst sich der Glaube von emotionalen Empfindungen und entwickelt eine tiefere, stabilere Grundlage.
Zentrale Gedanken der Episode
Die Stille als Raum der Reifung
Wenn Trost oder spürbare Führung fehlen, bedeutet das nicht, dass der Mensch allein ist. Oft beginnt gerade in solchen Zeiten ein innerer Reifungsprozess.
Glaube ohne emotionale Bestätigung
Solange wir Trost spüren, fällt Vertrauen leicht. Doch die wahre Tiefe des Glaubens zeigt sich erst dann, wenn diese Gefühle fehlen.
Dunkle Phasen gehören zum menschlichen Weg
Spirituelle Traditionen beschreiben solche Zeiten als notwendige Etappen des inneren Wachstums – vergleichbar mit einem Samen, der zuerst im Dunkeln Wurzeln bildet.
Führung geschieht oft im Verborgenen
Auch wenn der Mensch nichts spürt, kann der Prozess der inneren Heilung und Entwicklung bereits stattfinden.
Drei Formen des göttlichen Schweigens

Zentrale Erkenntnis dieser Episode
Der Glaube wächst nicht nur in Momenten der Begeisterung oder spirituellen Nähe.
 Oft reift er gerade in den stillen Zeiten, in denen nichts spürbar scheint.
Wenn Gott schweigt, kann der Glaube lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.
Frage zur persönlichen Reflexion
Wenn Zeiten der spirituellen Stille nicht Abwesenheit bedeuten, sondern Reifung:
Könnte es sein, dass gerade die stillsten Phasen unseres Lebens jene Momente sind, in denen unser Vertrauen am tiefsten wächst?

Transkript

Willkommen. Schön, dass du da bist. Mhm. Schön, dass du zuhörst. Wir schalten heute bewusst einen Gang zurück. Ja, ein ganz großen Gang. Stell dir vor, wir sitzen gemeinsam in einem sehr ruhigen Raum. Mhm. Vielleicht flackert irgendwo eine Kerze und der ganze Lärm der Welt draußen bleibt für die nächste Zeit. Einfach vor der Tür. Genau, das brauchen wir heute. Wir haben uns entschieden, unsere Stimmen heute fast auf ein Flüstern zu sinken. Denn das Material, das wir vor uns haben, das verlangt genau diese, ja, diese ungestörte Intimität. Absolut. Es ist kein Text zum schnellen Überfliegen. Nein, überhaupt nicht. Wir begeben uns auf eine sehr intensive Betrachtung von Texten aus dem Programm "Lass Jesus Dein Arzt sein". Mhm. Und wir tauchen heute tief in die Episode 13 ein. Das Thema "Wenn Gott schweigt, vertrauen in Zeiten der Prüfung". Ein gewaltiges Thema. Ja. Eine Erfahrung, die vermutlich fast jeder Mensch auf dieser Erde kennt. Jeder, der schon einmal verzweifelt, nach Antworten gesucht hat. Stimmt. Wir betrachten diese spirituellen Quellen dabei als reine Beobachter. Wir ergreifen hier keine Theologische Partei, sondern wir lassen uns völlig unvoringenommen auf diese Gedankenwelt ein. Einfach, um ihre immense Kraft zu verstehen. Mhm. Es geht um diese unerträglich schweren Phasen im Leben, in denen das Herz ruft. In denen man vielleicht weint oder bittet. Und der Himmel, der bleibt vollkommen still. Ja. Keine spürbare Nähe, nur Lehre. Und genau an diesem Punkt, an diesem Punkt der gefühlten Lehre, setzt das Material an. Mhm. Diese Stille macht uns Angst. Sie suggeriert uns fast reflexartig, dass wir allein gelassen wurden, dass da niemand mehr ist. Ja, das ist das erste, was man denkt. Genau. Die Quellen, die wir heute vor uns liegen haben, drehen diesen Gedanken jedoch komplett um. Sie zeigen uns eindringlich, dass dieses Schweigen, diese scheinbare Abwiesenheit von allem trösten, denn eben kein Verlassen werden ist. Sondern? Das Material beschreibt dies als die Stunde des Vertrauens. Die Stunde des Vertrauens. Ja. Eine Phase, in der der Glaube überhaupt erst die Chance bekommt, tiefgreifende Wurzeln zu schlagen. Und zwar ironischerweise, genau deshalb, weil tein warmes, bestätigendes Gefühl ihn mehr stützt. Mhm. So lange alles gut läuft, so lange wir uns getragen fühlen, ist Vertrauen ja ein leichtes. Absolut. Die wahre Tiefe einer Überzeugung zeigt sich erst, wenn das stützende Gefühl restlos verschwindet. Lass uns das mal eine Allarur aufdrösen. Ja, gern. Warum empfinden wir, und das ist eine zu tiefst menschliche Reaktion? Warum empfinden wir Stille fast immer als Bestrafung? Mhm. Oder als eine feinselige Kälte? Wir sind durch unsere schnelle Laute Welt so konditioniert, dass wir sofort denken, wenn keine Antwort kommt, dann habe ich etwas falsch gemacht. Richtig. Man sucht den Fehler sofort bei sich. Genau. Oder ich binne schlichtweg nicht wertgehört zu werden. Die heutigen Quellen bieten uns hier ein radikalen Perspektivwechsel an. Besonders die Schriften von Bertha Dude stehen dabei im Fokus. Ja, ihre Texte sind da sehr zentral. Für diejenigen, die diesen Namen zum ersten Mal hören, Bertha Dude war eine einfache Frau, eine Schneiderin aus dem 20. Jahrhundert, die über Jahrzehnte hinweg tausende von sogenannten Kundgaben durch eine innere Stimme empfangen und niedergeschrieben haben soll. Ihre Texte gehen direkt in den Schmerz dieses Schweigens hinein. Ich finde, wir sollten diese Worte jetzt einfach mal ganz in Ruhe in diesen Raum fließen lassen. Das machen wir. Ich werde die ihre Worte genauso vorlesen, wie sie dort stehen. Mhm. Lasst diese Sätze einfach auf dich wirken, ohne sie sofort bewerten zu wollen. Bertha Dude schreibt. "Wenn ich euch prüfe durch mein Schweigen, so soll euer Vertrauen wachsen. Nicht immer kann ich euch mit Worten führen. Manchmal muss die Seele reifen im Glauben." Wow. Und in einer weiteren Passage fügt sie hinzu. "Wenn ich Schweige will ich eure Liebe prüfen und stärken." Manchmal muss die Seele reifen im Glauben. Ja. Das ist ein Satz, den wir nicht einfach übergehen dürfen. Reifung passiert offensichtlich nicht im Lärm der ständigen Bestätigung. Nein. Niemals. Wir kennen das aus der Natur. Ein Samenkorn wächst nicht, wenn es ununterbrochen im gerellen Sonnenlicht an der Oberfläche liegt. Mhm. Es muss in die Dunkelheit der Erde, in die feuchte Stille, um überhaupt aufzubrechen. Ein wunderbares Bild. Und es trifft in Kern dieser Texte exakt. Es gibt in unseren Quellen ja noch eine weitaustiefere, detaillierte Passage von Bertha Dude. Es ist die sogenannte Kuntgabe Nummer 7.393. Ja, genau die. Sie trägt den Titel "Dunkle Städten, Leitung durch den Geist". Das ist ein sehr dichter, fast schon altertymlicher Text. Lass uns den vielleicht in zwei Teilen lesen, damit wir die Tiefe auch wirklich erfassen können. Das ist eine gute Idee, denn die Sprache ist fordernd, aber wunderschön. Mhm. Ich lese den ersten Teil ganz bewusst langsam, erlaubtet. Wessen Geist erweckt ist, der soll sich nicht mit Zweifeln plagen, denn er wird geführt vom Geist in sich und ob es auch manchmal scheinen mag, als gehe her gar nicht die rechten Wege. So wie einmal der Geist am Wirken sein kann, durch den Willen des Menschen, Gott zu dienen und ihm anzugehören, wird der Geist sich nicht mehr zurückziehen und den Menschen allein seinen Weg wandeln lassen. Und dann kann wahrlich auch angenommen werden, dass die Wege recht sind, die der Mensch geht. Lass uns hier kurz innehalten. Ja. Dieser alte Sprache verlangt ein wenig Übersetzung für unseren modernen Verstand. Ja. Was du dir hier beschreibt, ist im Grunde die endgültige Abkehr von dieser ständigen Panik einen Fehler gemacht zu haben. Ganz genau. Wenn einmal die Tiefe ab sich da ist, also der ehrliche Wille, etwas Gutes zu tun, sich einer höheren Ordnung anzuschließen, dann zieht sich diese Führung nicht mehr zurück. Mhm. Auch wenn es sich für unseren Verstand so anfühlt, als würden wir komplett in die falsche Richtung laufen, die Führung ist da, sie ist nur nicht mehr sprürbar. Sie arbeitet unter der Oberfläche. Wie geht der Text weiter? Er spricht doch von diesen dunklen Städten. Der Text geht nahrtlos über in den Kern dieser Erfahrung. Du de schreibt weiter. Das nun zu weilen auch dunkle Stellen durchwandert werden müssen, von dem Erdenpilger. Das beweise aber nicht, dass dieser Weg falsch ist. Denn es muss der Mensch durch die Dunkelheiten durch, so lange seine Seele noch nicht ausschließlich Bewohner des Lichtreiches ist, solange sie eben noch auf dieser Erde weilet. Und jede Glaubensprüfung, jede Erprobung des Willens, ist immer ein durchwandeln von dunklen Faden, die der Mensch jedoch ohne Furcht gehen kann, weil er von dem Geist geführt wird, der doch Anteil ist, des himmlischen Vaters und der darum niemals den Menschen in die irregehen lässt. Das berührt mich jedes Mal aufs Neue, es ist unglaublich dicht. Ja. Und genau dieses Wort durchwandern, verrät uns das eigentliche Geheimnis der Quelle. Das faszinierende, hierbei ist, wie du die Dunkelheit völlig neu raamt. Normalerweise neigen wir doch dazu dunkle Lebensphasen, als ein Fehler im System zu betrachten. Wir sitzen im Dunkeln und denken uns, ich leide, ich bin einsam, ich fühle absolut nichts. Ergo muss sich auf dem falschen Weg sein. Ich habe irgendwann die falsche Abzweigung genommen. Aber dieser Text sagt uns unmissverständlich das Gegenteil. Dunkel stellen zu durchwandern, beweist eben nicht, dass der Weg falsch ist. Es ist schlicht und ergreifend ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir auf dieser Erde sind. Solange wir Menschen sind, gehört die Dunkelheit zu essenziellen Topografie unserer Reise. Das ist so wichtig zu verstehen. Die Stille, die wir als kalte Lehre empfinden, ist gar keine Lehre. Sie ist ein hochaktiver Raum der Reifung. Man geht ohne Furcht, weil die Führung auf einer Ebene stattfindet, die viel tiefer liegt als unsere bewusste, schnelllebige Wahrnehmung. Es gibt hier einen Gedanken, der das Ganze auf eine völlig neue Ebene hebt. Und das bringt uns zu einer weiteren zentralen Figur in diesem Quellenmaterial. Bruno Gröning. Gröning war ein Bekanter, aber auch umstrittener spirituelle Heiler im Deutschland der Nachkriegszeit. Aber unabhängig von historischen Kontroversen bündeln seine Zitate in diesem Text, exakt das, worüber wir gerade sprechen. Ja, sie passen perfekt dazu. Wir haben gerade gehört, dass die Führung unbemerkt bleibt. Und Gröning knüpft genau dort an. Er spricht davon, dass Heilung, ob das nun seelische Wunden sind oder körperliche Schwäche oft überhaupt nicht durch große, trüßende Offenbarung geschieht. Sondern durch eine fast stoische Geduld, durch absolute Stille und Standhaftigkeit. Gröning fordert in seinen Aussagen fast schon etwas unmögliches von uns. Aber er tut es mit einer unglaublichen Sanfteid. Hier wird es wirklich interessant. Ja, denn er entkoppelt unsere Spiritualität von unseren Emotionen. Lasst mich zwei seiner zentralen Zitate aus dem Text vorlesen. Bitte. Vertraue, auch wenn du nicht siehst. Glaube, auch wenn du nichts fühlst. Denn Gott ist immer. Mhm. Und dann folgt ein Satz, der sich wirklich tief einbrennt. Auch wenn der Mensch nichts spürt, geht der göttliche Strom weiter. Auch wenn der Mensch nichts spürt. Ja. Wenn man ehrlich ist, kratzt das enorm an unserem Ego. Wir sind es in unserer modernen, wissenschaftlich geprägten Welt gewohnt, das alles was real ist, auch von uns gespürt, gemessen oder mit eigenen Augen gesehen werden muss. Absolut. Wenn wir es nicht fühlen, existiert es für uns nicht. Es ist wie, wenn das WLAN-Signal ausfällt, glauben wir im ersten Moment das Internet sei verschwunden. Ja, gutes Beispiel. Aber die Realität ist, die Infrastruktur ist noch da. Wir haben nur temporär den Empfang verloren. Die Quellen spannen hier einen Bogen, der weit über unsere persönliche Empfindung hinausgeht. Mhm. Sie verknüpfen dieses Vertrauen in die Stille mit dem elementaren Rhythmus der Zeit. Und ich finde es faszinierend, dass ich dieses Konzept durch die Jahrhunderte zieht. Unser Material zitiert hier nicht nur grüning oder dürde. Nein, es geht viel weiter zurück. Schon in den alten Texten der Bibel. Genauer im Prediger 3, verse 1, steht dieser berühmte Satz. Alles hat seine Zeit. Und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Mhm. Und dann fast 1.000 Jahre später schreibt der Müßdiker Thomas von Kempten etwas, das mich richtig innerhalten ließ. Thomas von Kempten hat in der Tat eine sehr entwaffnende Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er schrieb, "Eile verdirbt die Seele. Wer im Frieden geht, kommt mit Gott an Ziel." "Eile verdirbt die Seele." Ja, das ist ein direkter Gegenentwurf zu unserer Leistungsgesellschaft. In der Jede Krise in kürzester Zeit gelöst werden muss. Wir wollen alles sofort reparieren. Richtig. Das Material belässt es aber nicht bei diesen historischen Stimmen. Es fügt noch Luisa, Piccaretta, eine italienische Müßdikerin, das 20. Jahrhunderts und Derek Prince, einen modernen Theologen hinzu. Was sagen die beiden dazu? Picaretta formuliert es durch die Linse der absoluten Hingab. Sie sagt, im göttlichen Willen ist jede Handlung im Einklang mit der Ewigkeit ohne Hass, ohne Zwang. Im Fluss der Liebe. Und Derek Prince bringt es noch einmal sehr pragmatisch auf den Punkt. Der Geist Gottes führt nie haste ich. Wer von ihm geführt wird, geht im Takt des Friedens. Wenn man diese Worte so hört, ohne Hass, ohne Zwang. "Eile verdirbt die Seele." Dann spürt man regelrecht, wie der eigene Puls ruhiger wird. Ja, mein Atmet automatisch tiefer durch. Wer kennt plötzlich den Kern, Heilung geschieht genau dann, wenn du beginst, in diesem weiten göttlichen Takt zu atmen, nicht in dem hektischen Tempo, in dem wir oft verzweifelt Antworten erzwingen wollen. Wenn wir leiden, schreien wir den Himmel genau, warum hilfst du mir nicht jetzt in dieser Sekunde? Ja, diese ungeduld aus dem Schmerz heraus. Die Antwort, die sich aus allwiesend Texten destilliert lautet, du hörst bereits geführt. Aber eben im Takt der Ewigkeit. Nicht im Takt deiner menschlichen Panik. Und sich auf diesen Takt der Ewigkeit einzulassen, bedeutet in letzter Konsequenz einen völligen Kontrollverlust. Oh ja. Es ist die Schmerzhafte, aber befreien der Akzeptanz, dass der Rhythmus unserer eigenen seelischen Reifung nicht von unserem Verstand beschleunigt werden kann. Man kann Gras nicht ziehen, damit es schneller wächst. Genau. Wenn Gröning sagt, der göttliche Strom geht weiter, auch wenn man nichts spürt, dann ist das eine explizite Einladung. Eine Einladung, sich tragen zu lassen. Anstatt im Dunkeln, völlig erschöpft, gegen eine unsichtbare Strömung anzuschwimmen, nur, weil man das rettende Ufer gerade nicht sehen kann. Also, was bedeutet das alles für dich ganz konkret? Wie bringen wir diese Tiefe fast schon abstrakte Müßtik in unseren ganz normalen oft chaotischen Alltag? Das ist die wichtigste Frage. Was tun wir, wenn wir abends im Bett liegen, die Decke anstaren und uns einfach nur unendlich einsam übersehen und vergessen fühlen? Das Material aus Episode 13 lässt uns dazu Glück nicht allein im philosophischen Schwäben. Es gibt einen eigenen Praxisteil, der hier als Radio-Heilström bezeichnet wird. Man kann sich das vorstellen, wie eine Art spirituelle Hausapotheke für den Moment der absoluten Funktstille. Dieser Praxisteil ist extrem wertvoll. Warum? Weil er dieses bedrohliche Amorfe gefühlt der göttlichen Stille in drei ganz spezifische Formen unterteilt. Sobald wir benennen können, welche Art von Schweigen wir gerade durchleben, verliert es seinen Schrecken. Hmm, das macht Sinn. Die erste Form, die der Text nennt, ist das Schweigende Prüfung. Wir haben das vorhin bei Bertha Dudisch und Anklingen hören. In diesem Kontext zitiert das Programm Johannes vom Kreuz, einen spanischen Mystiker aus dem 16. Jahrhundert. Ja. Er beschreibt diesen Zustand berühmt als die dunkle Nacht in der Gott die Seele klärt. Es ist ein Filtern. Ein schmerzhaftes Abtragen von allem, was nicht essenziell ist, bis nur noch das reine Vertrauen übrig bleibt. Das ist intensiv. Ein Abtragen. Ja, das ist kein bequemer Prozess. Aber die zweite Form, von der gesprochen wird, finde ich fast noch greifbarer. Es ist das Schweigen der Vorbereitung. Das ist in der Tat ein wunderschöner Gedanke. Gott schweigt, weil er im Verborgenen an etwas arbeitet, das für uns an der Oberfläche noch gar nicht sichtbar sein darf. Luisa Pika Retter fasst das Sinn gemäß zusammen, wenn Gott schweigt, baut er. Man kann sich das hervorragend mit dem Wachstum eines Bambusbaumes veranschaulichen. Ja, erzähl das mal, das Bild ist so stark. Du plantst den Samen, du wässerst die Erde, und jahrelang siehst du absolut nichts. Nackte Erde, absolute Stille. Nichts passiert scheinbar. Genau, du könntest leicht denken, der Samen sei tot, dein Bemühen sei umsonst, aber was in dieser scheinbaren Stille tatsächlich passiert, ist, dass der Bambus unter der Erde ein massives, komplexes Wurzewerk ausbildet. Und wenn die Zeit reif ist, schießt er in wenigen Wochen Meter hoch in die Luft. Ohne das jahrelange Schweigen der Vorbereitung im Dunkeln, würde er bei seinem schnellen Wachstum sofort umkippen. Ein großartiges Bild. Das gibt der Stille plötzlich einen tiefen, ja ein Lebensnotwendigen Sinn. Und dann gibt es noch die dritte Form des Schweigens. Die klingt auf den ersten Blick etwas strenger, ist aber, wenn man genauer hinsieht, genauso für sorglich gemeint. Richtig. Die dritte Form ist das Schweigen der Korrektur. Der Text liegt hier großen Wert darauf zu betonen, dass es sich dabei nicht um eine Strafe handelt. Das ist wichtig, ja. Wir strafen Menschen hier oft mit Schweigen ab, sogenanntes Silent Treatment, aber göttliches Schweigen ist anders. Es ist eine sanfte Lenkung. Wie kann man sich das vorstellen? Vielleicht bitten wir hartnäckig, um einen bestimmten Weg. Aber unser Herz ist einfach nicht bereit zu zu hören, dass dies die falsche Richtung ist. Mhm, wir sind bockig. Genau. Das Schweigen ist dann wie ein schützender Warteraum, indem wir erst einmal zur Ruhe und zur Besinnung kommen müssen, bevor wir die leise Stimme der eigentlichen Antwort überhaupt ertragen oder verstehen könnten. Wenn man diese drei Formen verinnerlicht, Prüfung, Vorbereitung, Korrektur, dann verändert sich der Blick auf die Stille völlig. Man verliert die Angst davor? Man fragt nicht mehr verzweifelt, warum hast du mich verlassen, sondern man fragt sanft, was möchtest du mir durch diese Stille gerade ermöglichen? Mhm. Und diesen inneren Widerstand, dieses ständige Kämpfen gegen das nicht fühlen, loszulassen, bietet das Radio-Heilstrom-Material konkrete Übungen an. Ja. Eine davon sticht besonders hervor. Man soll sich einen Moment der Ruhe nehmen, vielleicht die Hand aufs Herz legen und einen bestimmten Satz aussprechen, der fast wie ein spirituelles Ausatmen wirkt. Mhm. Der Satz lautet, "Herr, ich lasse meinen Anspruch los, dich fühlen zu müssen." Lasst das noch einmal auf dich wirken. Ich lasse den Anspruch los, dich fühlen zu müssen. Dieser Satz ist der Moment, in dem das Ego kapituliert. Unser Ego verlangt ständig nach Beweisen, nach emotionaler Bestätigung. Immer. Wenn man diesen Anspruch bewusst aufgibt, wird die stille plötzlich von einer erdrückenden Mauer zu einem weiten, offenen Raum. Wir entkoppeln unseren Glauben von der Flatterhaftigkeit menschlicher Emotionen. Mhm. Unsere Gefühle sind schließlich Widerswetter, mal stürmisch, mal sonnig, oftrübe und völlig unberechenbar. Ja, das kennen wir alle. Wenn unser tiefstes Vertrauen nur vom emotionalen Wetter abhängt, sind wir ständig in Gefahr, den Halt zu verlieren. Der Text werbt hier zu noch einmal Derek Prince ein. Mit einem Zitat, dass diesen Paradigmenwechsel perfekt zusammenfasst. Lasst hören. Er sagt, Glaube ist Vertrauen in Gottescharakter, nicht in meine Wahrnehmung. Wow. Ich vertraue nicht darauf, wie ich die Situation heute Nachmittag empfinde. Ich vertraue auf die unveränderliche Natur der Quelle selbst. Das ist so eine starke Unterscheidung. Charakter versus Wahrnehmung. Mhm. Und das bringt uns zur ultimativen Alltagspraxis, die in den Quellen beschrieben wird. Sie wird dort der Schritt ohne Gefühle genannt. Und das ist der Punkt, an dem all diese herenfilosophischen Gedanken festen Boden unter die Füße bekommen. Denn Spiritualität darf ja keine reine Theorie bleiben. Ganz genau. Und die Übung ist es bestechensimpel, aber in der Umsetzung oft extrem schwer. Ja. Sie lautet, Welle eine kleine alltägliche Handlung aus. Vielleicht ist es der Anruf bei einem Verwandten, dem du schon ewig vergeben wolltest. Vielleicht ist es einfach nur die Küche aufzuräumen, ein kurzes Gebet zu sprechen, oder jemandem eine freundliche Nachricht zu schreiben. Einen Schritt zu tun, den du ewig vor dir hergeschoben hast. Mhm. Und das Entscheidende der eigentliche Kern der Übung ist, du tust es nicht, weil du dich gerade beflügelt danach fühlst. Du wartest nicht auf die große göttliche Inspiration oder den warmen emotionalen Auftrieb. Sondern? Du sprichst innerlich zu dir selbst. Ich tue es nicht, weil ich es fühle. Ich tue es, weil es richtig ist. Ich tue es, weil es richtig ist. Genau in diesen unglamorösen trockenen, fast mechanischen Momenten. Wächst der Glaube am tiefsten. Ja. Nicht in den Momenten, in denen scheinbar die Engel singen und dein Herz vor Liebe überfließt. Sondern dann, wenn du absolut nichts fühlst. Wenn du dich vielleicht so da leer, erschöpft und vergessen fühlst. Und trotzdem entgegen jeder inneren Lehre diesen einen richtigen Schritt machst. Einfach nur, weil du vertraust. Mhm. Das ist der wahre Heilstrom, der auch in der tiefsten Dunkelheit fließt. Wenn wir das nicht im Oben der Herzen verbinden, dann sehen wir, dass all diese Texte, ob von Dude, Gröning oder den alten Mystikern auf eine einzige unerschütterliche Wahrheit hindeuten. Ja. Ein stiller Himmel bedeutet niemals, dass die spirituelle Welt abwesend ist. Der Prophet Jeseia, in der Bibel, in Kapitel 45/15, nennt diese Trisenz sogar explizit den Gottes Schweigens und der verborgenen Wege. Der verborgenen Wege. Ja. Wenn du nichts fühlst, bedeutet das nicht, dass du irgendjemandem egal bist. Es bedeutet nicht, dass du spirituell versagt hast. Thomas von Kempten sagte es so klar. Gott prüft den Glaube durch das Entziehen des Trostes. Das ist schwer zu schlucken, aber wahr. Das mag sich in der menschlichen Erfahrung hart anfühlen, aber es ist letztlich eine tiefe, liebevolle Reinigung. Es ist das abstreifen unserer kindlichen Abhängigkeit von ständiger Belohnung. Es ist keine Verlassenheit. Es ist das absolute Vertrauen des Universums in dich, dass du nun fehlst, auf eigenen Beinen auch im Dunkeln zu gehen. Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Das Material dieser Episode 13 schließt mit einem Gebet, aus dem ich dir sanft ein paar letzte Worte mitgeben möchte. Dort heißt es, dein Schweiden ist nicht Abwesenheit, sondern Einladung tiefer zu glauben. Wenn Gott schweigt, so sagt uns dieser Text, dann lauscht er einzig und allein deinem Vertrauen. Ein wunderschöner Gedanke. Wir nähern uns nun langsam dem Ende unserer gemeinsamen Zeit in diesem ruhigen Raum. Lasst das Gehörte noch ein wenig in dir nachklingen. Und bevor wir uns leise verabschieden, möchte ich dir noch einen letzten Gedanken mit auf den Weg geben. Einen Gedanken, der mir kam, als ich mich so tief in diese Texte eingearbeitet habe. Und den du gerne für dich selbst weiter erkunden kannst. Wir haben heute immer wieder gehört, dass durch das Schweigen unser Glaube auf die Probe gestellt wird, dass im verborgenen Fundamente gebaut werden, ohne uns mit warmen Gefühlen an die Hand zu nehmen. Überleg einmal für dich selbst, wenn das Schweigen genau der Moment ist, in dem unsere Seele lernt, endlich eigenständig und aufrecht zu gehen, könnte es dann sein, das Zeiten der absoluten spirituellen Stille, paradoxerweise, die Zeiten sind, in denen uns das allerhöchste Maß an Respekt entgegen gebracht wird. Wow. Eine Zeit, in der wir nicht mehr wie kleine Kinder behandelt werden, die für jeden einzelnen Schritt ständige Bestätigung trost und Lob brauchen. Sondern, dass wir in der Stille, als Erwachsene, Reifewesen betrachtet werden, die starke Nuke sind, die Stille gemeinsam mit dem Universum einfach zu halten. Das ist eine kraftvolle Perspektise. Nimm das mit in deinen Tag oder in deinen Nacht. Vielen Dank, dass zu dich heute auf diese intensive, ruhige Reise in diese alten und neuen Texte eingelassen hast. Wir ziehen uns jetzt Leise zurück. Bleibt gern noch ein Moment in der Stille sitzen, wenn du magst, bis zum nächsten Mal.

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