S1E012 Innerer Frieden durch die göttliche Ordnung
18.03.2026 17 min
Zusammenfassung & Show Notes
Episode S1E012
Innerer Frieden durch die göttliche Ordnung
In dieser Episode von „Lass Jesus dein Arzt sein“ geht es um eine der tiefsten Fragen des menschlichen Lebens:
Wie kann man inneren Frieden finden – selbst dann, wenn das äußere Leben voller Unsicherheit, Krisen oder Herausforderungen ist?
Wie kann man inneren Frieden finden – selbst dann, wenn das äußere Leben voller Unsicherheit, Krisen oder Herausforderungen ist?
Die Folge führt in das spirituelle Verständnis der göttlichen Ordnung ein – eine Ordnung, die aus der Liebe Gottes hervorgeht und in der alles seinen tieferen Sinn hat. Frieden entsteht demnach nicht dadurch, dass alle äußeren Umstände perfekt sind, sondern dadurch, dass der Mensch lernt, sich bewusst in diese Ordnung einzufügen.
Ein zentraler Gedanke dieser Episode lautet:
Innerer Widerstand bindet – Hingabe befreit.
Innerer Widerstand bindet – Hingabe befreit.
Wenn der Mensch gegen das Leben kämpft, entsteht Unruhe und Erschöpfung. Wenn er jedoch lernt, Vertrauen zu entwickeln und den eigenen Willen in Einklang mit dem göttlichen Willen zu bringen, entsteht Raum für Heilung, Klarheit und inneren Frieden.
Dabei wird deutlich, dass diese Haltung nichts mit Passivität oder Resignation zu tun hat. Hingabe bedeutet vielmehr ein aktiver innerer Akt des Vertrauens, der den ständigen inneren Kampf beendet und eine neue Perspektive auf Herausforderungen eröffnet.
Die Episode zeigt außerdem praktische Wege, wie man diese innere Ordnung im Alltag erkennen kann. Dazu gehört das Unterscheiden zwischen den lauten Stimmen des Egos und der stillen Führung des göttlichen Willens – sowie einfache Entscheidungsprüfungen, die helfen können, den Weg zu mehr Frieden und Klarheit zu finden.
So wird deutlich:
Der wahre Frieden entsteht nicht durch Kontrolle über das Leben, sondern durch Vertrauen in die göttliche Ordnung, die alles trägt.
Der wahre Frieden entsteht nicht durch Kontrolle über das Leben, sondern durch Vertrauen in die göttliche Ordnung, die alles trägt.
Am Ende bleibt eine tiefgehende Frage:
Wenn der göttliche Wille sich durch Stille und Frieden zeigt – wie können wir lernen, diese Stille zu erkennen, besonders in Zeiten, in denen Gott scheinbar schweigt?
Lass Jesus dein Arzt sein
Episode S1E012 – Innerer Frieden durch die göttliche Ordnung
Worum es in dieser Folge geht
Viele Menschen suchen Frieden im Außen – in Sicherheit, Erfolg oder stabilen Lebensumständen. Doch das Leben zeigt immer wieder, dass äußere Stabilität keine Garantie für inneren Frieden ist.
In dieser Episode geht es um eine andere Perspektive:
Frieden entsteht, wenn der Mensch in Einklang mit der göttlichen Ordnung lebt.
Frieden entsteht, wenn der Mensch in Einklang mit der göttlichen Ordnung lebt.
Diese Ordnung ist nach spirituellem Verständnis in der Liebe Gottes begründet. Wer sich ihr bewusst öffnet, erlebt eine tiefere Form von Vertrauen, Klarheit und innerer Ruhe – selbst dann, wenn das äußere Leben schwierig bleibt.
Die Folge zeigt, dass innerer Frieden nicht aus Kontrolle entsteht, sondern aus Vertrauen, Hingabe und innerer Ausrichtung.
Zentrale Gedanken der Episode
Die göttliche Ordnung als Grundlage des Friedens
Nach spiritueller Sicht liegt in Gottes Willen eine ewige Ordnung. Wer sich dieser Ordnung anvertraut, kann inneren Frieden finden – unabhängig von äußeren Umständen.
Nach spiritueller Sicht liegt in Gottes Willen eine ewige Ordnung. Wer sich dieser Ordnung anvertraut, kann inneren Frieden finden – unabhängig von äußeren Umständen.
Der freie Wille des Menschen
Der Mensch besitzt die Freiheit, sich für oder gegen diese Ordnung zu entscheiden. Entfernt er sich von der Liebe, entsteht Unruhe und innere Zerrissenheit.
Der Mensch besitzt die Freiheit, sich für oder gegen diese Ordnung zu entscheiden. Entfernt er sich von der Liebe, entsteht Unruhe und innere Zerrissenheit.
Der Weg zurück zur inneren Ordnung
Durch bewusstes Umdenken, neue innere Haltung und aktives Üben von Liebe kann der Mensch wieder in diese Ordnung zurückfinden.
Durch bewusstes Umdenken, neue innere Haltung und aktives Üben von Liebe kann der Mensch wieder in diese Ordnung zurückfinden.
Hingabe ist nicht Resignation
Die Episode macht deutlich, dass Hingabe nichts mit Aufgeben zu tun hat. Sie ist vielmehr ein bewusster innerer Akt des Vertrauens, der den inneren Kampf beendet.
Die Episode macht deutlich, dass Hingabe nichts mit Aufgeben zu tun hat. Sie ist vielmehr ein bewusster innerer Akt des Vertrauens, der den inneren Kampf beendet.
Der zentrale Leitgedanke
Widerstand bindet – Hingabe befreit.
Je stärker der Mensch gegen Situationen kämpft, desto größer wird der innere Stress.
Wenn der innere Widerstand nachlässt, entsteht Raum für Frieden, Klarheit und Heilung.
Wenn der innere Widerstand nachlässt, entsteht Raum für Frieden, Klarheit und Heilung.
Die Stimme des Egos und die Stimme des göttlichen Willens
Der Text beschreibt zwei unterschiedliche innere Stimmen:
Die Stimme des menschlichen Willens
Die Stimme des göttlichen Willens
Diese leise innere Führung wird oft erst wahrgenommen, wenn der Mensch innerlich still wird.
Frage zur persönlichen Reflexion
Wenn der göttliche Wille sich durch Stille und Frieden zeigt:
Wie unterscheiden wir dann in schwierigen Zeiten zwischen dem Schweigen Gottes und der stillen Führung, die uns zur inneren Reife führen möchte?
Transkript
Willkommen zu unserer heutigen Betrachtung.
Schön, dass du wieder dabei bist.
Wenn du dich manchmal fragst, wie man in einer Welt,
die sich gefühlt permanent im Krisenmodus befindet,
so was wir echten unerschütterlichen inneren Frieden finden kann,
dann haben wir heute einen wirklich extrem spannenden
tiefen Einblick für dich vorbereitet.
Hallo, auch von mir.
Ja, absolut, das ist ein gewaltiges Thema.
Wir haben heute nämlich ein tief spirituelles Dokument auf dem Tisch liegen.
Das ist die Ausarbeitung zur Sendung.
Las Jesus dein Arzt sein, der wahre Weg zur Heilung für Leib und Seele.
Und zwar ganz genau Episode 12 aus der ersten Staffel Woche 2, Tag 5.
Der Titel allein gibt schon eine ziemliche Vorlage, finde ich.
- Mhm, definitiv.
Im Einklang mit Gotteswillen Frieden finden, in der göttlichen Ordnung.
Okay, lass uns das mal entpacken.
Wir wollen heute genau aufschlüsseln, was dieser Einklang
in dieser spezifischen Welt sicht bedeutet.
Welcher historischen spirituellen Impulse diesen Text prägen.
Und vor allem, wie das Kripp diese wirklich großen abstrakten Ideen
in ganz konkrete, alltägliche Ügungen übersetzt.
Und um da direkt mal den Kern dieser Philosophie zu fassen,
es geht hier absolut nicht um eine passive Haltung.
Oder um das bloße Ertragen von Schicksalsschlägen,
was man ja oft bei dem Wort "Hingabe" denkt.
Ja, das ist ein wichtiges Detail.
Diese Einklang wird in dem Skript viel mehr als ein tiefes inneres Wissen verstanden.
Es ist ein aktives Vertrauen darauf, dass alles was geschieht
im Fundament von Liebe getragen ist.
Wir betrachten heute im Grunde eine detaillierte Anleitung
zur Heilung von Leib und Seele.
- Richtig.
Und der zentrale Mechanismus, der dabei herauskristallisiert wird,
ist das bewusste Loslassen von inneren Widerständen.
Das ist eine psychologisch enorm spannende Herangehensweise,
eingebettet in einen stark christlichen und spirituellen Kontext.
- Da verschwenden wir auch gar keine Zeit und steigen direkt mit einem massiven 1. Impuls ein.
Die spirituelle Autorin Bertha Dudde wird in dem Text zitiert
mit ihrer Kundgabe Nummer 80605.
Und da steht dieser gewaltige Kernsatz.
In meinem Willen liegt die ewige Ordnung.
- Ein sehr starkes Statement.
- Die Prämisse ist simpel, aber extrem weitreichend.
Wer sich dieser Ordnung fügt, lebt im Frieden.
Denn nichts geschieht ohne Sinn und nichts ohne Liebe.
Das ist eine enorme metaphysische Behauptung.
Wie baut sich diese Weltanschauung einer perfekten, göttlichen Ordnung,
laut dem Text eigentlich logisch auf?
- Was hier wirklich faszinierend ist, ist die, ich sag mal,
architektonische Stränge dieser Gedankenwelt.
Man geht zurück zum absoluten Ursprung
und definiert das Ur-Element Gottes schlicht als die Liebe.
Aus dieser Liebe heraus sind dieser Logik folgend alle Wesen entstanden.
Sie tragen diese Liebe also in sich.
- Das ist quasi ihre metaphysische DNA.
- Exakt.
Nun kommt aber der entscheidende Punkt dieser Theologie.
Ewige Liebe kann und wird niemals zwingen.
Zwang und Liebe schließen sich fundamental aus.
Folglich musste allen geschaffenen Wesen
die absolute Freiheit gelassen werden.
- Logisch, ja.
Und wo echte Freiheit existiert, muss zwingend auch die Option
existieren, sich gegen diese ewige Ordnung,
also gegen diese Liebe zu entscheiden.
- Das lässt sich wunderbar verbetlichen, finde ich.
Das Ganze funktioniert ein bisschen wie ein gigantischer elektrischer
Stromkreis der göttlichen Liebe.
So lange man Teil dieses Kreislaufs ist, fließt die Energie,
alles leuchtet, alles ist in der Balance.
Aber weil wir eben diesen freien Willen haben,
besitzen wir buchstäblich die Macht, unseren eigenen Stecker zu ziehen.
Wir können uns wiedersetzen und aus diesem Stromkreis heraustreten.
- Ein sehr treffendes Bild.
Und wenn wir diesen Gedanken des gezogenen Steckers
mal weiterverfolgen, kommen wir zu den Konsequenzen,
die der Text aufzeigt.
Dieses heraustreten wird dort ganz klar als Lieblosigkeit definiert.
Das Wesen weigert sich gewissermaßen,
die göttliche Liebe anzunehmen und sie weiterzugeben.
Die Folge ist trastisch.
Die Beschaffenheit des Wesens verkehrt sich komplett.
Ohne diese Energiequelle wird es kraftlos.
Es verfinstert sich und entfernt sich von seinem Ursprung.
Es verliert quasi die Eigenschaften, die es eigentlich ausmachen sollten.
- Genau.
Es wird unselig, weil es gegen seine eigene Natur agiert.
Das klingt erst mal nach einer echten spirituellen Sackgasse.
Aber das Kripp lässt uns daher nicht stehen.
Der Weg zurück ist immer offen, aber er passiert eben nicht von Zauberhand.
Da der freie Wille uns aus dem Stromkreis herausgeführt hat,
ist es auch ausschließlich dieser freie Wille, der uns wieder einklinken kann.
- Richtig.
Das erfordert ein, wie Bertha Dudas ausdrückt.
Freiwilliges Einfügen in das göttliche Gesetz.
Das bedeutet harte innere Arbeit.
Ein komplett verändertes Denken und Wollen.
Ein Liebe wandel in freien Willen, um den genauen Wort lautzunutzen.
Wir müssen uns aktiv aus unseren Mustern befreien und uns wieder in der Liebe üben.
Erst durch diesen bewussten Akt gliedern wir uns wieder in die Ordnung ein.
Sobald das geschieht, um bei deinem Bild zu bleiben,
sobald der Stäcker widersitzt, kann der so genannte göttliche Liebeskraftstrom
wieder empfangen werden.
- Und der wird im Text ja nicht nur als philosophisches Konstrukt betrachtet?
- Nein, ganz im Gegenteil.
Dieser Strom wird explizit als die primere Heilquelle für Körper und Geist beschrieben.
- Wir kehren also ins Licht zurück.
Das ist schon ein starke Auftakt.
- Aber wir bleiben nicht nur bei diesen kosmischen Prinzipien.
Der Text wechselt fließen zu den Lehren von Bruno Gröning,
der da eine sehr handfeste Perspektive einbringt.
Seine Kerngaussage im Skript lautet, wenn der Mensch im göttlichen Willen steht,
ist er im Frieden, ganz gleich was umhin geschieht.
Ein radikaler Gedanke.
- Total?
Innerer Frieden währt hier als etwas verstanden,
das völlig unabhängig von äußeren Umständen existiert.
- Und um die Wucht, diese Aussage wirklich zu greifen,
hilft ein kurzer Blick in die Geschichte.
Gröning sprach diese Worte zu einer Zeit,
in der das Außen buchstäblich in Trümern lag.
Wir reden von der traumatisierten Nachkriegsgeneration.
Die Menschen hatten alles verloren,
Angehörige, ihr Zuhause, ihre Gesundheit.
- Wahnsinn, ja, das muss man sich mal klar machen.
- Wenn man in so einem historischen Kontext sagt,
"Du kannst Frieden finden, völlig unabhängig davon,
wie entsetzlich deine Realität gerade ist,
dann ist das eine monumentale, psychologische Rettungsleine."
Der Frieden speist sich nicht aus einer bequemen Umwelt,
sondern ausschließlich aus der inneren Verbindung mit dieser ewigen Ordnung.
- Hier wird es richtig interessant,
aber da muss ich jetzt auch mal einhaken.
In unserer heutigen Leistungsgesellschaft
klingt das Konzept des Annehmens verdechte ich nach aufgeben.
Wenn ich krank bin, erwarte ich doch, dass ich gegen die Krankheit kängfe.
Wenn ich ein massive Problem im Job habe, muss ich dagegen vorgehen.
Wie unterscheidet diese Philosophie im Text zwischen Echter Heilung
und bloßer Passivität?
- Das ist genau die kognitive Schnittstelle an der viele Straucheln.
Resignation und Hingabe sehen von außen vielleicht identisch aus,
sind innerlich, aber das absolute Gegenteil voneinander.
- Okay, wie genau?
- Resignation ist geprägt von Verbitterung von einer inneren Niederlage.
Man gibt auf, weil man sich als Opfer fühlt.
Die Hingabe, die das Skrip beschreibt,
ist hingegen ein hochaktiver, bewusster Akt des Vertrauens.
Man akzeptiert die Realität, ohne sich innerlich dagegen aufzulehnen.
Man hört auf, enorme mentale Energie in den Gedanken zu investieren.
Das darf nicht wahr sein, das muss sofort anders sein.
- Ah, ich verstehe.
- Wenn dieser massive innere Widerstand wegfällt,
entsteht überhaupt erst der Raum für tatsächliche Heilung.
Die Situation ändert sich vielleicht nicht sofort,
aber die innere Reaktion darauf transformiert sich.
Jede Prüfung wandelt sich in einen Segen,
wenn man aufhört, gegen sie Krieg zu führen.
- Das führt uns direkt zum zentralen Leitgedanken dieser Analyse,
der sich wie ein roter Faden durchzieht,
Widerstände, Binden, Hingabe, befreit.
Ein so simbler Satz, der das komplette Dilemma
unseres Verstandes auf den Punkt bringt.
- Es ist die kondensierte Essens dieser Weltanschauung.
Und um das zu untermauern, verknüpft der Dicksmeisterhaft
stimmen aus völlig unterschiedlichen Epochen.
Da taucht plötzlich Thomas von Campen auf,
ein mittelalterlicher Mystiker, mit der Beobachtung,
je mehr du widerstehst, desto mehr leidest du.
Das hat ja fast schon buddistische Züge.
- Absolut.
Die Idee, dass das Leiden nicht primär durch den Schmerz selbst entsteht,
sondern durch unsere unnachgiebige Anhaftung daran,
wie die Dinge unserer Meinung nach sein sollten.
- Dazu gibt es im Skript dieses fantastische physische Bild
von Louisa Pikaretta.
Sie sagt, sind gemäß, wer sich nicht beugt, spürt den Druck,
wer sich hingibt, spürt die Umarmung.
- Ein großartiges Bild.
- Stell dir das mal physisch vor.
Jemand kommt auf dich zu und nimmt dich ganz fest in den Arm.
Wenn du steifbleibst, dich unwohl fühlst und dagegen hältst,
dann fühlt sich das erdrückend an.
Es ist reiner Druck, fast schon Gewalt.
Dein Körper signalisiert panik.
Aber wenn du ausatmest, dich entspanzt
und dich in genau dieselbe Berührung fallen lässt,
wird sie plötzlich zu Geborgenheit.
- Und das Außen hat sich kein bisschen verändert.
- Genau.
Die äußere Umarmung ist exakt dieselbe,
nur dein innere Widerstand ist gewichen.
- Ein absolut markeloses Anschauungsbeispiel.
Derek Prince bringt diese Synthese im Textanalytisch auf den Punkt.
Widerstand ist die Wurzel der Unruhe,
hingabe ist die Wurzel der Heilung.
Wir sehen hier ein sehr konsistentes Argument.
Der ständige innere Kampf führt unweigerlich zu Stress und Krankheit.
Radikale Akzeptanz führt zu Frieden.
- An dieser Stelle möchte ich dich, der uns gerade zuhört,
mal ganz direkt fragen.
Kennst du dieses Gefühl in deinem Alltag?
Du versuchst Dinge, mit absoluter Gewall zu erzwingen,
anstatt sie geschehen zu lassen?
Vielleicht eine Beförderung, die nicht klappt?
Oder den eigenen Körper, wenn er nicht die Leistung bringt,
die du willst?
Man drückt und kämpft permanent gegen die Realität an.
Und das Resultat ist absolute Erschöpfung.
- Das kennt vermutlich jeder von uns.
- Und genau hier setzt der praktische Teil des Textes an.
Ich freue mich extrem darüber,
dass das Skript nicht nur theoretisch bleibt,
sondern in der Sektion Radio-Heilstrom konkrete Übungen anbietet.
Wie wendet man das am Schreibtisch an?
- Das ist der Moment, in dem das Konstrukt
den handfeste Werkzeuge übersetzt wird.
Wie erkennt man diesen göttlichen Willen
im Trubel eines ganz normalen Dienstagmorgens?
Da gehen wir direkt in Übung drei, das unterscheiden der Stimmen.
- Ja, man steht vor einer Entscheidung,
und sofort fangen im Kopf fünf Stimmen an zu diskutieren.
Wie erkenne ich laut Text, was mein gestresstes Ego ist
und was dieser ruhige göttliche Wille sein soll?
- Die Parameter dafür sind erstaunlich drennschaformuliert.
Die Stimme des eigenen Willens wird als laut, unruhig und dringend charakterisiert.
Sie operiert unter Zeitdruck, agumentiert mit Angst
und will unbedingt jetzt sofort ein Ergebnis erzwingen.
- Und die andere Seite?
- In der extremen Gegensatz dazu steht die Stimme des göttlichen Willens.
- Die wird als leise, friedlich und stillbeschrieben.
Vor allem aber ist sie einfach und völlig ohne Druck.
- Da wird Derek Prince zitiert mit einem Satz,
der ein perfektes Mantra ist.
Gottes Wille ist nie kompliziert, nur der des Menschen.
Das ertappe ich bei mir selbst so oft.
Wenn ich was will, was nicht gut für mich ist,
baue ich gigantische, hochkomplexe Logikgebäude, um es mir zu rechtfertigen.
Die richtigen Entscheidungen fühlen sich oft verblüffend simplern.
- War.
Und um das noch greifbarer zu machen,
geht der Text in Schritt 4 in eine physische Resonanzübung,
die innere Zustimmung.
- Beschreib das mal kurz.
- Man soll die Hand aufs Herz legen, sich eine Entscheidung vorstellen
und ganz bewusst in die körperliche Reation hineinspüren.
Der Körper dient als Resonanzkörper.
Die Kriterien, wie der angelehnt an Luisa Picaretta, sind sehr physisch.
- Wird es im Inneren weit, hell und leicht?
Wenn du dieses Gefühl von Expansions spürst,
wird das als Gottes Zustimmung gedeutet, ein grünes Licht.
Was aber, wenn sich der Brustkopf zusammenzieht
und es eng, schwer oder dunkel wird.
- Dann ist die Handlungsanweisung kompromislos warten.
Enge wird als klares Stoppschild interpretiert.
Es ist nicht Gottesweg oder nicht der richtige Zeitpunkt.
Wir übergehen ja oft dieses flaue Gefühlemagen,
weil der Verstand sagt, wir müssten jetzt handeln.
- Absolut.
Um das Idioten sicher zu machen, präsentiert der Text in Schritt 5
ein anwendbares Mini-Ritual für den Alltag.
Ein Dreischritte-Test für Entscheidungen.
Man startet mit der Haltung nicht, wie ich will, sondern wie du willst.
Und dann prüft man.
- Schritt 1 ist der Frieden.
Genau, Frieden prüfen.
Spür, ich Frieden, bedeutet das weitergehen, unruhe, bedeutet Pause.
Schritt 2, Liebe prüfen, führt die Entscheidung zu mehr Liebe.
Und Schritt 3, Ordnung prüfen, bringt es Ordnung oder Chaos.
Da zitiert das Kript Bertha-Dude, wo Unordnung ist, bin ich nicht.
- Lass uns das doch mal auf ein konkrete Scenario anwenden.
Stell dir vor, du bekommst dein Angebot für eine immense Beförderung.
Viel mehr Geld, toller Titel, Minus.
- Aber eben auch 60 Stunden die Woche und ständige Erreichbarkeit.
- Richtig.
Dein Ego brüht sofort los, das musst du machen.
Das ist diese laute drängende Stimme des menschlichen Willens.
- Und jetzt der Dreischritte-Test, eins, Frieden.
Spüre ich tiefen Frieden oder nervöse Unruhe beim Gedanken an das Pensung.
Wahrscheinlich Unruhe.
Zwei, Liebe.
Habe ich noch Energie für meine Familie oder isoliert mich der Stress.
Isoliert er, drei, Ordnung.
Bringt es Struktur oder stürzt mein Leben in ein Chaos aus Deadlines?
Das Ergebnis ist glasklar, obwohl das Ego vorher so laut war.
- Ein hervorragendes Beispiel.
Es entlarvt die Illusion, dass Erfolg immer mit massiven Kraftaufwand verbunden sein muss.
Das führt uns zu einem berühmenden Aspekt, den Übung 6 im Skript behandelt.
Wir wollen ja oft den detaillierten fünf Jahresplan vom Universum
bevor wir einen Schritt tun.
- Oh ja, absolute Sicherheit im Voraus.
Aber die Realität hier lautet, der göttliche Wille zeigt sich fast immer nur schrittweise.
Nicht als großes Gesamtbild.
Du bekommst immer nur das Licht für die nächste Treppenstufe.
- Das ist ein permanentes Training im Loslassen von Kontrolle.
- Das erfordert enorme Demut.
Johannes vom Kreuz wird hier herangezogen.
Man braucht Genade, um diesen Weg zu tun.
Man kann diese perfekte Hingabe nicht durch reine Willensanstrengung herbeizwingen.
Das wäre wieder das Ego.
Es braucht Zeit und spirituelle Begleitung.
- Es darf also auch mal schwer fallen.
- Abgerundet wird diese Praxis im Text dann durch eine ruhige Meditationspraxis.
Der zentrale Anker-Satz ist schlicht "Ich ruhe in deinem Willen".
Eine wirklich friedvolle Vorstellung als Gegenpul zu unserer Lautenwelt.
Was bedeutet das also alles für dich?
Wir haben heute eine faszinierende Reise gemacht,
von metafysischen Konzepten der göttlichen Ordnung über tiefes Vertrauen,
bis hin zu ganz konkreten Körper und Geistesübungen,
um diese leise friedliche innere Stimme zu finden.
Ohne das jetzt religiös bewerten zu wollen,
ist es ein unglaublich koherrentes System.
- Das ist es.
Und für den finalen Denkanstoß heute, übernehme ich mal, aufbauen und auf dem Skript.
Am Ende des Textes wird nämlich die nächste Sendung angetiesert,
wenn Gott schweigt, vertrauen in Zeiten der Prüfung.
- Ein schweres Thema.
Ja, und das werfe ich dir lieber höhere als Frage zu,
wenn, wie wir heute aus dem Text gelernt haben,
der göttliche Wille immer durch Frieden und Stille gekennzeichnet ist,
wie unterscheidet man dann in einer wirklich schweren Lebensphase,
diese friedvolle Stille des göttlichen Willens, von dem gefühlten Schweigen Gottes?
Ist diese scheinbare Schweigen vielleicht die absoluteste Form dieser Stille,
die wir erst aushalten lernen müssen?
Eine feine Nuance, über die es sich in einem ruhigen Moment nachzudenken lohnt.
- Das ist ein krasser, tiefgehender Gedanke zum Abschluss.
Damit sind wir am Ende unsere heutigen Analyse angekommen.
Wir hoffen, dieser detaillierte Ausflug in die Quellen hat dir neue Perspektiven eröffnet.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns so tief einzutauchen.
Mach's gut, bleibt neugierig und bis zum nächsten Mal.
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